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Piraterie: US-Musikindustrie verklagt 532 Privatpersonen

Die RIAA wirft den den Beschuldigten vor, urheberrechtlich geschütztes Material heruntergeladen zu haben, ohne dafür zu bezahlen.

Die im Branchenverband Recording Industrie Association of America (RIAA) zusammengeschlossenen Firmen werfen den Beschuldigten vor, urheberrechtlich geschütztes Material vom Computer heruntergeladen zu haben, ohne dafür zu bezahlen. Die Betroffenen seien nur über ihre Internet-Adresse identifiziert worden. Die Namen der einzelnen Personen darf die Musikindustrie nach einem Gerichtsurteil vom Dezember nicht mehr nennen. Deshalb seien die Anzeigen gegen unbekannt, aber unter der Internet-Adresse erstattet worden.

"Unsere Kampagne gegen illegales Herunterladen verfehlt nicht ihre Wirkung", sagte RIAA-Präsident Cary Sherman. Die Musikindustrie beklagt einen seit drei Jahren rückläufigen Verkauf von CDs und wehrt sich deshalb gegen unentgeltliches Herunterladen von Musik aus dem Internet. Seit September hat die Musikindustrie rund 400 Klagen gegen Personen angestrengt, die illegal Stücke kopiert haben. Sie beschuldigt sie umfangreicher Verletzung von Urheberrechten und fordert pro Verstoß bis zu 150.000 Dollar Schadenersatz.

Bis zu 150.000 Dollar Schadenersatz.

Wie in vorausgegangenen Verfahren auch, bietet die Branche aber den Beschuldigten die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung an. Etwa die Hälfte der mit einer Klage konfrontierten Personen haben gewöhnlich gegen Zahlung von 5000 Dollar eine außergerichtliche Einigung mit der Musikindustrie erzielt. Den übrigen drohen harte Strafen. Nach einer jüngst vorgelegten Studie ist die Zahl der Menschen, die Musik aus dem Internet herunterladen bis Ende 2003 um rund die Hälfte gegenüber dem Jahresanfang gefallen.

RIAA repräsentiert führende Unternehmen der Unterhaltungsindustrie, wie Vivendi Universal, Sony, Time Warner, Bertelsmann und EMI Group.

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