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Tipps 1: Schallplatten, Cassetten, Tonbänder

Um Töne zu digitalisieren, muss man sie mit dem PC aufnehmen.

Während die Schallplatte oder die Cassette aus Jugendzeiten ein letztes Mal läuft, lassen Sie den PC per Kabel "mithören". Anders als bei CDs, die mit vielfacher Geschwindigkeit auf den PC kopiert ("geript") werden können, geschieht das in "Echtzeit": Das Digitalisieren einer 60-Minuten-Cassette dauert eine Stunde. Die Umwandlung einer ganzen Plattensammlung kann also Tage oder Wochen dauern. Eingespeist werden die Töne über die kleine "Line In"-Buchse, die sich meist an der Rückseite des PC befindet. Das passende Verbindungskabel zu Cassettenrecorder, Tonbandgerät oder Stereoanlage gibt es im Fachhandel. Plattenspieler können nicht direkt angeschlossen werden, sondern nur über die Stereoanlage oder einen separaten Vorverstärker (ab ca. 20 Euro).

Weil PC-Aufnahmeeinheiten oft recht empfindlich gegen interne Störgeräusche sind, gibt es auch externe Geräte dafür (siehe "Inport"-Foto). Wichtig ist, während der Aufnahme alle anderen Programme zu beenden - damit zum Beispiel das Mailprogramm nicht dazwischenpiepst. Fehlt noch die Software: Zwar enthält Windows primitive Aufnahmeprogramme, doch die beste Lösung sind Spezialprogramme wie Pinnacle Clean 5.0 oder Magix Music Cleaning Lab 2004. Die kosten zwar nicht wenig Geld (etwa 30 bis 40 Euro), sind aber leicht zu bedienen und wandeln die großen Aufnahmedateien in handliche MP3s um. Bei Einsteigerpaketen wie Terratecs "Preamp Studio USB" und Pinnacles "Clean Plus" ist sogar der Vorverstärker für den Plattenspieler dabei (ca. 90 Euro).

Außerdem können diese Programme beeindruckend gut Brummen, Rauschen und Knacken entfernen und Kratzergeräusche unterdrücken. So übertrifft die Qualität der MP3-Datei am Ende nicht selten die des Vinyl-Originals: Das "Lagerfeuerknistern" ist weg. Das geeignete Dateiformat ist nach wie vor meist MP3 - das beherrscht jeder PC und jeder tragbare Musik-Player. Andere wie WMA, AAC und OGG sind weniger verbreitet, auch wenn ihre Qualität etwas besser ist. Empfehlenswert ist eine Kompressionsrate von 192 kB/s.

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