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Neuer USB-C-Anschluss Einer für alles, alles für einen!


Der neue USB-C-Anschluss wird vieles einfacher machen und könnte branchenweit zum Standard werden. Doch bis alle neuen Geräte kompatibel sind, braucht man Adapter - und die haben ihren Preis.

Es ist der Traum von allen, die sich schon seit Jahren mit einer Vielzahl an Steckern an ihren PCs, Macbooks und Smartphones herumschlagen: Der USB-C-Stecker könnte endlich ein einziges Kabel für fast alle Geräte Wirklichkeit werden lassen. Mit dem neuen USB-Standard ist zudem auch noch eine blitzschnelle Datenübertragung möglich. Auch mit langen Wartezeiten soll Schluss sein - der neue Standard bietet deutlich höhere Datentransferraten.

Apple setzt beim neuen 12-Zoll-Macbook bereits ganz auf USB-C: Datenübertragung, Energieversorgung - alles läuft über das Multitalent. Auch Google hat den Anschluss schon im Chromebook Pixel 2 verbaut und das neue mobile Betriebssystem Android M soll USB-C ebenfalls unterstützen. USB-C ist somit die beste Chance, endlich einen branchenweiten Standard zwischen allen Herstellern zu etablieren.

Die vielleicht auffälligste Neuerung am Anschluss der nächsten Generation ist, dass der Stecker an beiden Enden des Kabels der gleiche ist. Bei älteren USB-Kabeln gab es bislang Typen-Unterteilungen in A und B. USB-A dient zum Anschluss an den PC oder Mac, während USB-B oft für angeschlossene Geräte wie Smartphones, Digitalkameras oder anderes Zubehör genutzt wird. Der neue, deutlich kompaktere Anschluss, hebt diese Unterscheidung auf - und ist durch die kleinen Dimensionen besonders für mobile Geräte geeignet. Eine weitere Neuerung: Durch die neue Bauweise ist es egal, wie herum der neue Stecker angeschlossen wird. Das lästige hin und her drehen, bis der Stecker endlich sitzt, erübrigt sich somit.

Teure Adapter als Gegenargument?

Durch die stärkere Stromversorgung können über USB-C nicht nur wie bislang Smartphones und Tablets, sondern jetzt auch Notebooks mit deutlich höherem Energieverbrauch geladen werden. Für den Transfer von Daten und die Stromversorgung genügt dann ein Kabel. Zwar gehören USB 3.1 und USB-C zu einer technologischen Generation, dennoch sind sie nicht untrennbar mit einander verknüpft. Beispielsweise existieren auch Geräte, die zwar bereits auf den USB-C-Stecker setzen, jedoch nur USB 2.0 unterstützen - und somit nicht an die Transferleistung von USB 3.1 herankommen.

Doch bis USB-C in einigen Jahren überall Standard ist, sind Besitzer von älteren Smartphones oder Kameras, die diese mit neueren USB-C-Geräten verbinden wollen, auf Adapter angewiesen. Besonders Apple lässt sich solches Zubehör gerne teuer bezahlen. Zum Beispiel kostet ein originaler Apple-Adapter von USB-C auf HDMI und USB-A bei Amazon stolze 89 Euro. Von anderen Herstellern sind jedoch auch günstigere Geräte zu finden. Doch ein Problem bleibt bei Adaptern bestehen - auch hier trägt man wieder mehrere Kabel mit sich rum.

amt

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