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Neues Videospiel "Dark Souls 3": Ich beiß ins Gras, das macht Spaß

Ob im Kampf gegen Zombies oder Drachen: Dieses Spiel treibt zur Verzweiflung - und zu Jubelschreien. Denn neben einem knackigen Schwierigkeitsgrad hat das neue Rollenspiel Dark Souls 3 vor allem eines zu bieten: Ein atmosphärisches Spielerlebnis, das seinesgleichen sucht. Wir haben es getestet.

Darks Souls 3

Schon nach einer guten Viertelstunde steht man in Dark Souls 3 das erste Mal vor einem Boss. Und bekommt in der Regel kräftig den Hintern versohlt.

Es gibt Spiele, die nehmen den Zocker an die Hand und zeigen ihm alles, am Ende gibt es einen Abspann. Jeder kann das Ende erreichen, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. "Dark Souls 3" ist kein solches Spiel. Und das ist auch gut so. Denn obwohl der hohe Schwierigkeitsgrad für viele Spieler zunächst einmal abschreckend wirkt: Bei der "Dark Souls"-Serie ist er nicht nur Mittel zum Zweck. Sondern er sorgt für ein Spielerlebnis, wie man es nur selten findet. Doch der Reihe nach.

Die in einer Mittelalter-Welt voller Mythen, Sagen und Drachen angesiedelte Dark-Souls-Reihe hat unter Spielern mittlerweile einen beinahe legendären Ruf und zwar positiv wie negativ. Die einen fluchen über den teils unfassbar hohen Schwierigkeitsgrad, für viele andere handelt es sich schlicht um die besten Spiele aller Zeiten.

Beide Ansichten haben ihre guten Gründe. Zum einen sind die Spiele tatsächlich fordernder als die meisten gewohnt sein dürften. Zum anderen sind sie dabei immer fair - und gewinnen durch das schwere Gameplay deutlich. Denn es trägt den löwenanteil der großartigen Atmosphäre bei. Und auch "Dark Souls 3" setzt ganz auf diese bewährte Formel.

Wenn Sterben zur Routine wird

Das Sterben spielt in der Fantasy-Welt Lothric eine andere Rolle als in unserer Welt. Untote behausen dort fahle Landschaften voller verfallender Bauten, Dörfer und Burgen. Blasses Gras und tote Bäume sorgen für eine schaurig-schöne Atmosphäre. Auch der Held des Spiels ist bereits gestorben und wandelt nun doch durch die Welt, auf der Suche nach den wiedererstandenen Asche-Göttern. Und ständig im Kampf gegen andere Untote, Ritter, Skelette, Drachen, Dämonen und andere Fabelwesen. Das ist mächtig gruselig. Für Kinder ist das Spiel überhaupt nicht geeignet, die USK vergibt zurecht eine Bewertung "Ab 16".

Bei den Streifzügen durch die unheimlichen Landschaften und Städte kommt nun der Schwierigkeitsgrad ins Spiel. Denn überall gibt es etwas zu entdecken, ständig zweigt ein weiterer Pfad ab, den es zu erkunden gilt. Und im Nacken sitzt dabei dank der harten Gegner stets die Spannung. Überrascht mich um die Ecke wieder ein Skelett? Was hat sich da hinten im Schatten bewegt? Erwischt ein Gegner den Spieler unvorbereitet, ist nach zwei, drei teils sehr schnellen Schlägen Schluss. Dann erscheint der Satz, den man immer und immer wieder liest: "Du bist gestorben". Und man wacht am letzten Lagerfeuer auf.

Bilder aus dem Spiel: So schaurig-schick ist Dark Souls 3
Darks Souls 3

Dank der tollen Weitsicht sieht man viele Orte, die man später besucht, schon deutlich früher aus der Ferne. Hier versteckt sich etwa der Feuerbandschrein, der zur zentralen Anlaufstelle des Spielers wird.

Sämtliche Gegner sind dann wieder da, nur die gefundenen Gegenstände dürfen behalten werden, die gesammelte Erfahrung liegt allerdings am Todesort. Und kann dort wieder aufgesammelt werden, allerdings ohne zwischendurch wieder zu sterben. Dann ist sie futsch. Am Ende einer Gegend wartet meist ein Boss. Der ist meist größer, noch einmal deutlich schwieriger und fordert die volle Konzentration. Und viel Geduld, Versuch um Versuch. Doch fällt der Endgegner endlich dem eigenen Schwert zum Opfer, sind Jubelschreie keine Seltenheit.

Irgendwann findet man sich mit den vielen Toden ab. Sie gehören dazu. Man lernt, wie die toll gestalteten, unglaublich vertrackten Level aufgebaut sind, welche Gegner man umgehen kann und wie man die übrigen am besten bekämpft. Denn jeder hat seine eigenen Schwächen, seine eigene Herangehensweise. Diesmal mache ich es anders, denkt man immer wieder. Vielleicht klappt es ja so. Und schon ist man im Sog. Das funktionierte beim ersten Dark Souls, bei Teil zwei und auch bei Bloodborne, das aus derselben Spieleschmiede stammt.

Bewährtes Spielprinzip in frischer Optik

In "Dark Souls 3" hat sich das Team die Kritik an den älteren Teilen zu Herzen genommen und vieles überarbeitet, teils aber auch Änderungen rückgängig gemacht. Die älteren Teile der Serie erschienen noch für die letzte Konsolen-Generation, "Dark Souls 3" sieht deutlich frischer und moderner aus, ohne den Charme und den gelungenen Stil der früheren Teile zu stark zu verändern.

Das Spielprinzip selbst hat sich kaum verändert. Zum Glück. Die Steuerung ist immer noch eine der präzisesten Rollenspiel-Steuerungen überhaupt. Verschiedene Waffen fühlen sich völlig unterschiedlich an, mit einem leichten Schwert kämpft es sich anders als mit einer riesigen Axt. In einer Lederrüstung weicht man dem Gegner durch schnelles Rollen aus, wer Plattenrüstung trägt, muss sich stattdessen auf den Schutz eines Schildes verlassen und steckt mehr Schaden ein. Wieder andere setzen lieber auf Zauber. So kommt eine extrem große Vielfalt von Spielweisen zusammen. Je nach eigenem Geschmack.

Spieldesign auf höchstem Niveau

Auch das Leveldesign und die Gegnergestaltung gehören weiter klar zu den besten in der Spielebranche. Die komplexen Gegenden stecken voller versteckter Beute und belohnen so ausführliches Erkunden. Zusätzlich überraschen sie immer wieder mit Aha-Momenten, wenn man nach langem Erforschen eines Pfades plötzlich durch Öffnen einer vorher verschlossenen Tür wieder an einem bekannten Ort herauskommt - und in Zukunft eine Abkürzung nutzen kann. Toll: Dank der großen Weitsicht und dem offenen Aufbau der Welt kann man bereits zu Beginn in der Ferne Burgen und Kappellen ausmachen, in denen man sich später durch die Gänge kämpft. Oder man blickt auf den Zinnen zurück und zieht den Weg nach, den man hierher zurückgelegt hat.

Die Gegner sind ebenfalls sehr gelungen. Sie sind schön und extrem vielfältig gestaltet, meist wirklich furchterregend und erfordern unterschiedliche Taktiken. Hat man ihre Angriffsmuster und Schwachstellen durchschaut, verlieren plötzlich selbst die härtesten Gegner ihre Bedrohlichkeit. Man merkt förmlich, wie man als Spieler an den Kämpfen wächst.

Leider nicht ohne Macken

Technisch ist das Spiel leider nicht ganz so makellos. Grobe Grafikfehler oder Stellen, die so kaputt sind, dass sie das Spiel unlösbar machen, kamen beim Test zwar nicht vor. Immer wieder lief das Spiel auf der Playstation 4 aber so holprig, dass es schnelle Reaktionen in Kämpfen unmöglich machte - und so nicht selten zum Tod führte. In einem Spiel, das so sehr auf schnelle Reaktionen ausgelegt ist, ist so etwas eine echte Spaßbremse. Zum Glück blieben die Ruckler aber die Ausnahme. Ob sie auch auf PC und Xbox One vorkommen, konnten wir nicht testen. Vermutlich ist es dort nicht anders.

Die Geschichte spielt keine echte Rolle, man versteht sie aber ohnehin kaum. Wie in den anderen Spielen aus dem Hause From Software erhält man nur wenige Videoszenen, dazu kommen Fragmente aus Gesprächen mit den wenigen anderen Personen, die nicht gleich angreifen. Ein paar Hinweise aus der Welt und einige mysteriöse Beschreibungen von gefundenen Gegenständen, das war es schon. Die Ungewissheit über die wahren Hintergründe ist Programm und trägt tatsächlich zur mystischen Atmosphäre bei.

Fazit: Tolles Rollenspiel für Hardcore-Gamer

Wie die Vorgänger ist auch "Dark Souls 3" ein extrem gelungenes Rollenspiel mit toller Atmosphäre, schicker Optik und mystischer Geschichte. Dank des knackigen Schwierigkeitsgrades fordert es den Spieler, das Gefühl echter Gefahr beim Spielen hat man so heutzutage selten. Das ist natürlich nichts für jeden. Wer nur mal eben eine Stunde daddeln will und dann den Controller zwei Wochen liegen lässt, wird mit "Dark Souls 3" wenig Spaß haben.

Wer aber bereit ist, sich durchzubeißen und für seine Erfolge zu arbeiten - und über die gelegentlichen Ruckler hinwegsehen kann -, wird mit einem überragenden Spielerlebnis belohnt, das einen viele Stunden an den Bildschirm fesselt. Und gelegentlich für Jubel oder durch die Gegend fliegende Controller sorgt.

Dark Souls 3 erscheint am 12. April 2016 für Playstation 4, Xbox One und PC.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.