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Games Convention Online: Premiere mit kleinem Schönheitsfehler

Zehntausende Spielefans pilgerten in den vergangenen Tagen nach Leipzig, hockten in abgedunkelten Hallen, starrten auf zuckende Bildschirme, klickten sich durch spielerische Welt- und Europapremieren. Ihr Ziel verfehlten die Organisatoren dennoch knapp.

Neuanfang in Leipzig: Die weltweit erste Spezialmesse für Online und Mobile Games GCO hat rund 43.000 Spielefans und Fachbesucher nach Leipzig gelockt. Sie blieb damit knapp unter der erhofften Zahl von 50.000 Besuchern. "Alle Zeichen für die GCO 2010 stehen auf Wachstum", teilte Messechef Wolfgang Marzin am Sonntag zum Abschluss mit.

Die GCO begann am Freitag mit 74 Ausstellern aus acht Ländern. Partnerland war die Republik Korea. Die GCO ist ein Neuanfang, nachdem sich der Branchenverband BIU zurückgezogen hatte und Leipzig die große Computerspiele-Messe an Köln verlor. Diese wird nun unter dem neuen Titel gamescom vom 19. bis zum 23. August in Köln veranstaltet.

50 Premieren und bunte Kostüme

Rund 150 Spiele wurden gezeigt, darunter 50 Welt- und Europapremieren. Die vielfach in Kostümen aus ihren Lieblings-Spielen ausstaffierten Gamer hatten ausgiebig Gelegenheit, Neuheiten zu testen. Nach Messeangaben haben 90 Prozent der Aussteller angegeben, sie wollten 2010 wieder nach Leipzig kommen. Bei den Besuchern waren es 86 Prozent.

Mit der GCO setzt die Leipziger Messe auf einen Zukunftstrend. Bei einer Konferenz zum Online- und Mobile-Games-Markt waren sich Experten aus Wirtschaft und Forschung einig, dass die Branche auf dem Vormarsch ist, momentan aber noch am Anfang steht. Der Hightech-Branchenverband ermittelte in einer repräsentativen Umfrage vor Beginn der GCO, dass zehn Millionen Deutsche schon einmal online gespielt haben und meist auch dabei bleiben. Das Marktforschungsunternehmen PWC prognostiziert für die Unternehmen in Deutschland 170 Millionen Euro Umsatz, was einem Plus von 18 Prozent entsprechen würde.

DPA / DPA