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Neue Details bekanntgegeben: So scharf wird die Apple Watch

Apple erlaubt Programmierern nun die Entwicklung eigener Apps für die Apple Watch - und dabei sind neue Details zur Funktionsweise bekannt geworden. Wann die Uhr erscheint, ist nach wie vor unklar.

Tim Cook bei der Präsentation der Apple Watch

Tim Cook bei der Präsentation der Apple Watch

Die Apple Watch ist eines der begehrtesten Gadgets des kommenden Jahres. Bei der Präsentation im September hielt sich Apple-Chef Tim Cook noch bedeckt, als es um Details wie die Auflösung der Uhren oder die Akkulaufzeit ging. Mittlerweile herrscht mehr Klarheit: Die schlaue Uhr wird nicht vor März 2015 erscheinen, sie wird je nach Nutzungsintensität alle ein bis zwei Tage an die Steckdose müssen und zwingend ein iPhone voraussetzen.

Am Dienstag hat Apple den Startschuss für App-Entwickler gegeben und das Watchkit veröffentlicht, mit dem Softwareentwickler nun eigene Anwendungen für die Uhr schreiben können. Dabei sind auch neue Details ans Tageslicht gekommen.

1. Zwei verschiedene Auflösungen

Die meisten Smartwatches - etwa LGs G Watch R - erscheinen in einer Größe. Apple bringt dagegen zwei Modelle mit unterschiedlicher Displaygröße auf den Markt, womit die Uhr auch für Frauen attraktiv wird. Das 38-Millimeter-Modell wird dabei eine Retina-Auflösung von 272 x 340 Pixeln aufweisen, die 42-Millimeter-Uhr hat 312 x 390 Pixel. Entwickler müssen ihre Apps also für zwei Auflösungen optimieren.

2. Ohne iPhone geht (fast) nichts

Wie bei Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android Wear ist bei der Apple Watch die Anbindung an ein iPhone zwingend erforderlich. Die Rechenpower für die Apps liefert das Telefon, dadurch wird die Batterielaufzeit der Uhr verlängert. Dementsprechend sei die Apple Watch auch nur eine Ergänzung für das iPhone und kein Ersatz, betont Apple.

3. Bedienung mit nur einem Finger

Anders als bei iPhone und iPad wird das Display der Apple Watch zu Beginn keine Multitouch-Gesten, also die Bedienung mit mehreren Fingern, unterstützen. Dafür erkennt die Uhr die Druckstärke des Fingers. Drückt man sanft auf die Uhr, öffnet sich etwa ein anderes Menü als bei einem starken Druck. Dadurch eröffnen sich für Entwickler viele neue Anwendungsszenarien.

Auch bei den Bedien-Gesten müssen sich Entwickler weitgehend an Apples Vorgaben halten. Es wird vertikale und horizontale Swipes geben, mit denen man durch verschiedene Seiten blättern kann. Mit der Krone am rechten Gehäuserand scrollt man schneller durch Seiten. Mit einem Kanten-Wisch ("edge swipe") nach links kann man zurückblättern, die selbe Geste nach oben öffnet das "Glance"-Menü, das wichtige Informationen auf einen Blick anzeigt.

Christoph Fröhlich
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