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Illegale Tauschbörsen: Angriff der Buchpiraten

E-Books sind das Trendthema auf der Frankfurter Buchmesse, die heute beginnt. Doch die Digitalisierung zieht Produktpiraten an, die Umsätze gehen zurück. Ein Schutz ist nicht in Sicht.

Von Andrea Rungg

Dan Browns neuestes Buch "The Lost Symbol" war gerade auf dem Markt, da tauchte das Werk des Bestsellerautors bereits in den einschlägigen illegalen Internettauschbörsen auf. 160 digitale Kopien zählte das kalifornische Unternehmen Attributor. Allein 102 Versionen des Buches waren im Angebot der Plattform Rapidshare.com. Attributor bietet Verlagen eine Software, durch die sie illegale Angebote im Netz aufspüren und den Anbieter dann zum Löschen zwingen können. Doch dieser Kampf scheint aussichtslos. Kaum ist eine Kopie gelöscht, laden furchtlose Nutzer eine neue Version eines E-Books hoch.

Ob Rapidshare, Megaupload oder Hotfile: Illegale Tauschbörsen treiben die Unterhaltungsindustrie in den Wahnsinn. Als die damals noch illegale Musiktauschbörse Napster 1999 die Webgemeinde aufmischte, brachen der Musikindustrie unaufhaltsam die Umsätze weg. 2008 erlösten die Labels laut International Federation of the Phonographic Industry mit Tonträgern weltweit 13,8 Millarden Dollar - ein Minus von 15,4 Prozent zum Vorjahr. Und obwohl die Branche legale Downloadangebote bereitstellt, kompensieren diese Erlöse nicht die Umsatzverluste mit Tonträgern. In der Filmbranche sind die Absatzeinbrüche bei DVDs ähnlich dramatisch: Dem Marktforschungsinstitut Adams Research zufolge sinken die Umsätze mit DVDs in diesem Jahr um 850 Millionen Dollar auf 12,9 Milliarden Dollar.

Würden Sie Bücher auf einem E-Book lesen?

Und auch die Buchbranche kommt langsam im digitalen Zeitalter an. Für die USA beziffert Attributor den Schaden durch illegale Downloads auf 600 Millionen Dollar. Zum Vergleich: US-Verlage erlösten durch E-Books 2008 gerade einmal etwas mehr als 113 Millionen Dollar. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels misst derzeit nicht einmal den Absatz von E-Books. Zu gering sei er, heißt es. Doch die Mittwoch beginnende Buchmesse in Frankfurt steht ganz im Zeichen der elektronischen Bücher. Erst langsam haben sich die Verlage dafür erwärmt, doch nun startet ein Verlag nach dem anderen sein E-Book-Angebot. "Wer online nicht kaufen kann, was er will, der wird sich illegal besorgen, was er braucht", sagte Alexander Skipis, Börsenvereins-Geschäftsführer, im März in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Einheitlicher Kopierschutz nicht in Sicht

Auf einen einheitlichen Kopierschutz hat sich die Buchbranche in Deutschland noch nicht verständigen können. Die Verlagsgruppe Thieme setzt etwa auf digitale Wasserzeichen. "Damit werden zum einen Urheberrechtsinformationen eindeutig mit dem digitalen Angebot verbunden. Gleichzeitig wird auf dem Dokument der berechtigte Nutzer namentlich nachgewiesen", sagt eine Verlagssprecherin der "Financial Times Deutschland". Tauche das legal erworbene Dokument in einer illegalen Tauschbörse auf, lasse sich zweifelsfrei feststellen, wer der Rechteinhaber sei und wer die Nutzungsrechte habe. Auch der Börsenverein wendet für seine Plattform Libreka.de diesen so genannten psychologischen Kopierschutz an.

Zugleich greifen Verlage auf technischen Kopierschutz zurück: Dabei ist die Anzahl der erlaubten Downloads eines E-Books beschränkt - der Nutzer kann es weder markieren, kopieren oder ausdrucken. Doch Ronald Schild ist skeptisch, dass dieser Schutz Raubkopierer abhält. "Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Kopierschutz Piraterie eher fördert", sagt der Geschäftsführer der Börsenvereins-Tochter MVB Marketing und Verlagsservices. Technische Hürden seien immer umgehbar, so Schild.

Der Onlinehändler Amazon glaubt an eine andere Lösungsformel. "Leistungsfähige Lesegeräte, leichte Bedienung und faire E-Book-Preise", sagte Ian Freed, Vice President von Amazon Digital Services. Doch auch legale Angebote stoppen Internetpiraten nicht. "The Lost Symbol" war auf verschiedensten Websites - auch bei Amazon - legal zu erwerben. Geholfen hat es nicht.

FTD
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.