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20 Modelle geprüft In-Ear-Kopfhörer bei Warentest: Der teuerste landet auf dem letzten Platz

20 Modelle geprüft: Apples Airpods haben in den letzten Jahren mächtig Konkurrenz bekommen
Apples Airpods haben in den letzten Jahren mächtig Konkurrenz bekommen 
© Apple / PR
Gute In-Ear-Kopfhörer ohne Kabel gibt es längst nicht nur von Apple, zeigt die Stiftung Warentest. Auch wenn die neuen Airpods natürlich im aktuellen Test nicht fehlen dürfen. Auf dem letzten Platz landet ausgerechnet die Edelmodelle von Bang & Olufsen.

Als Apple 2016 die ersten Airpods vorstellte, war die Häme groß. Und der Erfolg noch größer. Seitdem ist auf dem Markt viel passiert. Und True-Wireless-Kopfhörer - also Ohrstöpsel, die auch untereinander nicht mit einem Kabel verbunden sind - haben sich längst von allen möglichen Herstellern etabliert. In einem aktuellen Vergleichstest der Stiftung Warentest zeigen sich aber deutliche Unterschiede. Und der Preis taugt nur sehr bedingt als Qualitätsmerkmal.

Beim aktuellen Vergleichstest hat Warentest 20 im letzten Herbst aktuelle Modelle ins Labor geholt. Ältere Kopfhörer wie die Airpods Pro werden nicht bedacht. Neben dem Klang fließen auch die Benutzung im Alltag, der Tragekomfort, die Einrichtung und die Laufzeit in die Gesamtwertung ein. Wenn ein Paar auch Noise-Canceling mitbringt, wird dieses ebenfalls bewertet. Zu guter Letzt wird auch die Stabilität der Kopfhörer bei der Gesamtnote beachtet. Die Schadstoffbelastung wird ebenfalls untersucht, hat aber nur einen Effekt auf die Note, wenn sie besonders schlecht ausfällt.

Die besten: JBL Reflect Flow Pro

Testsieger sind die Reflect Flow Pro von JBL. Sie vereinen den besten Klang im Test mit einer tollen Alltagsnutzung. Zudem haben sie mit 10.5 Stunden eine der längsten Laufzeiten im Testfeld. Als Manko nennt Warentest nur die unzureichende Gebrauchsanleitung. Die Gesamtnote fällt entsprechend "gut" (2,0) aus. Mit einem Preis ab 160 Euro gehören sie aber zu den eher teureren Modellen.

Die bequemsten: Samsung Galaxy Buds 2

Wer besonderen Wert auf einen guten Sitz legt, sollte die Galaxy Buds 2 von Samsung ausprobieren. Als einzige im Test schmiegen sie sich sowohl im Alltag als auch in Bewegung hervorragend ins Ohr. Da sie auch in sonstiger Hinsicht rundweg gut abschneiden, landen sie mit "gut" (2,1) auf dem geteilten dritten Platz.Der Preis ist mit 80 Euro angesichts dessen eher günstig.

Apples neue AirPod Pro sehen ein bisschen wie ein Föhn aus.

Die erfolgreichsten: Apple Airpods 3

Auch wenn Apple in den letzten Jahren leicht Marktanteil verloren hat: Kein Kopfhörer-Hersteller kommt auch nur annähernd an den gigantischen Erfolg der Airpods heran. In der dritten Generation hat Apple an Details gefeilt und die Rezeptur verfeinert (in unserem Test erfahren Sie mehr). Das bestätigt auch die Stiftung Warentest. Der Klang ist einer der besten im Test, die Akkulaufzeit ist mit 6:45 gut. Nur bei der Alltagsnutzung schneidet Apple bei den Warentestern schlecht ab. Das liegt aber weder am Sitz noch der Bedienung: Die Stiftung vermisst schlicht eine Anleitung für Android-Smartphones - und wertet gnadenlos ab. Sonst wäre vermutlich mehr als der geteilte dritte Platz mit der Gesamtnote "gut" (2,1) drin gewesen. Der Preis der neuen Modelle ist mit rund 170 Euro aber immer noch recht hoch.

Die preiswertesten: Xiaomi Redmi Buds 3

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis schlägt keiner Xiaomi. Die Redmi Buds 3 sind zwar mit "gut" (2,5) nur im soliden Mittelfeld angesiedelt. Schaut man auf den Preis, ist das aber schnell relativiert: Die Stöpsel sind teils unter 35 Euro zu bekommen. Weil sie trotzdem in jeder Unterrubrik mittelmässig bis gut abschneiden und sich keine echten Patzer leisten, sind sie der klare Kauftip für kleine Budgets.

Die enttäuschendsten: Bang & Olufsen Beoplay EQ

Die teuersten Kopfhörer im Test landen auf dem letzten Platz - das ist das harte Urteil der Warentester. Mindestens 370 Euro muss man für die Beoplay EQ der Designer-Marke Bang & Olufsen auf den Tisch legen. Schuld sind aber weder der gute Klang noch die immerhin mittelprächtige Alltagsnutzung. Weil die beiliegenden Schaumstoff-Stöpsel mit dem Schadstoff Benzo(ghi)perylen belastet sind, wertet Warentest bei der Schadstoff-Teilnote harsch. Damit rutschen die Beoplay auf die Gesamtnote "befriedigend" (3,0) ab. Wer ohnehin lieber Silicon im Ohr trägt, kann übrigens beruhigt zuschlagen: Hier fand Warentest bei den ebenfalls beiliegenden Stöpseln keine Belastung.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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