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Kopfhörer: Mehr Bums fürs Ohr

Miniaturisierung hat ihre Grenzen - und manchmal geht auch bei Technik der Trend wieder in die entgegengesetzte Richtung. In Bussen und Bahnen sind sie unübersehbar: riesige Kopfhörer, angeschlossen an winzige MP3-Player. Geht's bei diesem Trend um Mode oder um Klang?

Sie erinnern ein bisschen an Micky Maus: Junge Leute, die mit auffällig großen Kopfhörern der Musik ihres MP3- Spielers lauschen. Man sieht sie neuerdings oft auf den Straßen der Szeneviertel oder in Bus und Bahn. Die dicken Dinger am Kopf, die in Zeiten von kleinen Ohrstöpseln ausgestorben schienen, kehren zurück. In Hamburg, Berlin, Köln oder München sieht man viele Teenager und Twens mit den Trend-Teilen, oft knallbunt oder im Metallic-Look und gern über einer farblich abgestimmten Mütze getragen.

Klassische Kopfhörer mit Bügel sind vor allem dann gut, wenn der iPod-Spaß dadurch verdorben wird, dass die Ohren die weißen Ohrhörer- Schnüre immer wieder ausspucken. Doch es muss nicht ein anatomischer Grund sein, zu den sperrigeren, gepolsterten Kopfhörern zu greifen.

Der 19 Jahre alte Fritz Kühn aus Potsdam zum Beispiel schätzt seine Kopfhörer im Wert von mehr als hundert Euro als "schickes Accessoire". "Die sehen einfach total cool aus. Außerdem ist das Musikerlebnis viel intensiver." Er mag es, komplett abgeschottet von der Außenwelt zu sein. "Das ist im Straßenverkehr nicht unbedingt gut, aber es hat einfach mehr Bums."

Maurice Quarré, Produktmanager von Kopfhörern beim Hersteller Sennheiser, bestätigt den Trend: "Während es viele Jahre um die "Miniaturisierung" von Produkten ging, registrieren wir seit einiger Zeit eine stärkere Nachfrage nach größeren Kopfhörer-Modellen." Besonders beliebt seien sie in Metropolen wie beispielsweise Madrid, Tokio, Kopenhagen oder Hongkong. Genaue Zahlen zu dem Boom gibt die Firma im niedersächsischen Wedemark jedoch nicht bekannt.

Wunsch nach erstklassigem Sound

"Viele Kunden wünschen sich erstklassigen Sound, auch wenn sie unterwegs sind", sagt der Sennheiser-Vertreter. Geschlossene Ohrmuschel-Hörer sorgten dafür, dass laute Geräusche weder in den Kopfhörer hinein, noch aus ihm heraus gelangen. Das U-Bahn-Rumpeln, die Unterhaltung der Sitznachbarn oder Straßenlärm werde so gut abgeschirmt. Bei den Modellen gehe es jedoch auch ums Aussehen.

Besonders angesagt sind beispielsweise die Hörer der Firma Skullcandy (skull heißt Schädel, candy Süßigkeit - der Firmenname bedeutet also in etwa "Bonbons für den Schädel"). Das Unternehmen wurde 2003 in Park City im US-Bundesstaat Utah gegründet. Wie es auf der Internetseite der Firma heißt, sind die bunt-knalligen Kopfhörer "inspiriert vom Lifestyle von Snowboardern, Skateboardern und Surfern" - Trendsport für die Ohren also.

Stylish, aber frisurenfeindlich

Genau das findet der Aschaffenburger Mediengestalter Guido Di Cioccio "albern". "Dieser Trend ist eine Mischung aus bloßem Kult-Gedanken und schlechtem Geschmack", sagt er. Für alltagstauglich hält der 31-Jährige große Kopfhörer nicht. "Die sind mehr stylish als nützlich." Vor allem aber seien sie "frisurenfeindlich".

Der Freiburger HNO-Arzt Dr. Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte hat dennoch ein Pro-Argument parat. Zwar sei es faktisch für die Gehörgänge egal, ob die Musik über kleine Ohrstöpsel oder geschlossene Muschelkopfhörer ins Ohr gelange. "Kleine Ohrhörer verführen aber zu lauterer Einstellung, weil man die Umweltgeräusche übertönen will." Insoweit könnten sie schädlicher sein. Der Arzt weiß: "Hochwertige, geschlossene Kopfhörer sind schon bei niedrigerem Pegel zum Genusshören geeignet."

Gregor Tholl, DPA / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.