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Musik im Internet: Musikkonzerne zapfen Onlinedienste an

Werbefinanzierte Streaming-Dienste für Musik wie das schwedische Startup Spotify stoßen bei den etablierten Plattenfirmen zunehmend auf Widerstand. Hohe Lizenzgebühren gefährden die Startups.

Von Andrea Rungg, Cannes

"Es hat keinen Sinn, nur Reichweite zu haben, wenn man keine Idee hat, wie damit Geld zu verdienen ist", sagte Michael Paull, der als Vice President für das weltweite digitale Geschäft von Sony Music zuständig ist. Es gehe um beides, betonte Paull auf der weltweit größten Musikmesse Midem, die noch bis Mittwoch im südfranzösischen Cannes stattfindet.

Bisher lizensierte die Musikindustrie werbebasierte Streaming-Dienste wie Spotify, Mog, Myspace Music oder Last.fm, um Nutzer von illegalen Tauschbörsen wegzulocken. Die legalen Dienste bieten Millionen Lieder an, ohne dass diese heruntergeladen werden müssen. Das Potenzial gilt als groß: Der Elektronikhersteller Apple, der den Löwenanteil des globalen Onlinemusik-Umsatzes von 4,2 Millarden Dollar erlöst, kaufte unlängst den Dienst Lala und dürfte das Angebot bald in die Verkaufsplattform iTunes integrieren. "Wir sind auf dem Weg von einem Nischenprodukt hin zu einem Massenmarktprodukt", befand auch Paull.

Allerdings wachsen die Zweifel an dem Geschäftsmodell: Die Erlöse aus Werbung und Abonnements gelten als zu gering. Während die Plattenfirmen die Anbieter nun zu Abomodellen drängen und nicht allein auf Werbeumsätze vertrauen, erwarten die Nutzer ein Gratisangebot.

Zu wenige Abonennten

Von den mehr als sieben Millionen Spotify-Nutzern in sechs Ländern haben sich bisher aber lediglich 250.000 für ein Abo von 9,99 Euro im Monat entschieden - nicht einmal vier Prozent. Spotify müsse zwischen zehn und zwölf Prozent der Nutzer von einem bezahlten Abo überzeugen, um Plattenfirmen für Lizenzen zu bezahlen, sagte Rob Wells der britischen Zeitung "Daily Telegraph". Wells ist beim umsatzstärksten Plattenlabel Universal Music Vice President für das digitale Geschäft. Allerdings sagte Wells, dass er an Spotify glaube und die Firma ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell habe.

Die Hürden werden jedoch höher: Spotify will noch vor dem Sommer auf den US-Markt. Dem Vernehmen nach darf der Dienst dort aber nur starten, wenn die Nutzer nach einer Testphase das Abomodell wählen müssen. Dass ein Kampf gegen die Plattenindustrie aussichtslos ist, musste David Heyman einsehen. "Ursprünglich wollte ich einen rein werbefinanzierten Dienst anbieten", sagte der Chef des amerikanischen Startups Mog der "Financial Times Deutschland". "Aber dieses Geschäftsmodell ist angesichts der hohen Lizenzgebühren für die Kataloge der Plattenfirmen nicht möglich."

Kostenfalle Streaming

Heyman bietet erst seit 50 Tagen zusätzlich zu seinem Musikblog einen Streaming-Dienst. Für fünf Dollar im Monat können Nutzer in den USA aus drei Millionen Titeln wählen. Bis zum Start des Streaming-Angebots hatte Mog nach eigenen Angaben rund 14 Millionen Nutzer. Nur wenige davon haben ein Abo abgeschlossen. Eine genaue Zahl will Heyman nicht nennen.

Jüngstes Opfer der hohen Gebühren ist der Streaming-Dienst Imeem. Im Dezember rettete sich das Unternehmen zum Onlinedienst Myspace, der dem Medienkonzern News Corp. gehört. In der Regel zahlen diese Dienste einen Cent pro Stream an die Plattenfirmen. Bei Millionen Klicks kann das für junge Firmen schnell zur Kostenfalle werden - wie bei Imeem der Fall. Daher fordern Unternehmer wie Heyman eher eine Umsatzbeteilung für die Labels.

Eigene Anwendung für Smartphones

Immerhin hat Heyman mittlerweile alle großen Labels wie Universal Music, Sony Music, Warner Music und EMI an seiner Seite. Im Sommer wird Mog auch in Europa starten - in der Spotify-Hochburg Großbritannien. Zugleich soll es für verschiedene Smartphones eine eigene Anwendung für 10 Euro im Monat geben.

Bisher hat Mog-Gründer Heyman 12,5 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Die nächste Finanzierungsrunde dürfte anstehen, denn die Gebühren für Kataloge in Europa sind höher als in den USA. Bestätigen wollte das Heyman nicht. Er glaubt, dass sich Mog gegen werbefinanzierte Dienste durchsetzen wird. "Man darf nicht vergessen, dass die Plattenfirmen die Kataloge lizensieren. Die haben die Macht." Und wenn sie nicht mit dem Angebot zufrieden seien, beendeten sie eben das Vertragsverhältnis.

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.