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"Time"-Auszeichnung: "Du" bist die Person des Jahres

Fühlen Sie sich ruhig angesprochen: Das US-Magazin "Time" hat alle Internetnutzer zur "Person des Jahres 2006" gekürt. Dank des wachsenden Einfluss von Internet-Communitys hängten sie die Konkurrenz ab - einen Diktator, einen umstrittenen Präsidenten und den Papst.

Das US-Magazin "Time" hat den einfachen Internet-Nutzer zur Person des Jahres 2006 ernannt. Auf der Titelseite der am Montag erscheinenden Ausgabe ist eine spiegelnde Fläche auf einem Computerbildschirm zu sehen mit dem Text: "You." ("Du."). Die Redaktion würdigte damit das explosionsartige Wachstum und den immer stärker werdenden Einfluss von Internet-Gemeinschaften und Foren wie Blogs - Online-Tagebücher, die Amateur-Video-Website YouTube oder das soziale Netzwerk MySpace.

"Neue Bürger in der digitalen Demokratie"

Die von Internet-Nutzern gebildeten Gemeinschaften hätten einen noch nie da gewesenen Grad der Zusammenarbeit entwickelt, begründete Redakteur Lev Grossman die Wahl. "Es geht darum, wie die Vielen den Wenigen die Macht wegnehmen, sich gegenseitig kostenlos helfen und wie das nicht nur die Welt verändern wird, sondern auch verändert, wie sich die Welt verändert."

Alle, die im World Wide Web Inhalte produzieren oder nutzen, hätten sich die Auszeichnung als neue "Bürger in der digitalen Demokratie" verdient, erklärte der amtierende "Time-Chefredakteur Richard Stengel. "Wenn man ein Individuum auswählt, muss man das immer begründen", sagte Stengel. "Wenn man aber Millionen von Menschen auswählt, muss man das gegenüber niemandem rechtfertigen."

Stengel erklärte, Blogs und Videos im Internet transportierten die Nachrichten über Ereignisse oft schneller und glaubwürdiger als die traditionellen Medien. "Früher brachten ausschließlich die Journalisten die Leute an Orte, wo sie nie gewesen waren", sagte er. "Aber jetzt kann eine Mutter in Bagdad mit einem Video-Handy einen Bombenanschlag zeigen oder ein Gast in einem Nachtclub eine rassistische Hetzrede eines berühmten Komikers."

Ahmadinedschad war unter den Favoriten

"Time" vergibt seit 1927 den Titel an die Person, die nach Ansicht ihrer Redaktion im abgelaufenen Jahr den größten Einfluss auf die Welt hatte. Es ist das dritte Mal, das "Time" ein Kollektiv zum bestimmenden Einfluss eines Jahres erklärte. 1966 wurde die Generation der Unter-25-Jährigen zur "Person des Jahres", 1975 die amerikanischen Frauen und 1982 der Computer. Das Magazin zählte 26 Persönlichkeiten vom nordkoreanischen Diktator Kim Jong Il bis zu Papst Benedikt XVI. auf, die das Jahr geprägt hätten. Stengel sagte, Favorit für den Titel hätte auch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sein können.

Die Entscheidung der "Time"-Redaktion ist häufig umstritten. Adolf Hitler wurde 1938 zur Person des Jahres ernannt, Ajatollah Chomeini 1979. Vergangenes Jahr wurden der Microsoft-Mitgründer Bill Gates, seine Frau Melinda Gates und der U2-Sänger Bono für ihre gemeinnützige Arbeit ausgewählt. Im Jahr 2004 war es US- Präsident George W. Bush.

AP/Reuters/AP/Reuters

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