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Verbraucherschützer warnen vor "Cyber Monday": Amazons schmutzige Rabattfalle

Schnäppchenjäger aufgepasst: In der kommenden Woche räumt Amazon seine Lager und wirbt mit zigtausenden Schnäppchen in der "Cyber Monday Woche". Doch laut Verbraucherschützern gibt es einen Haken.

Kommender Montag ist nicht einfach ein gewöhnlicher Wochenanfang. Es ist der Auftakt von Amazons "Cyber Monday Woche", eines der Top-Events für Schnäppchenjäger. Sieben Tage lang haut Amazon Sonderangebote raus. Ob Kinderspielzeug, riesige Flat-TVs, Besteck, Toaster oder Schuhe: Täglich gibt es von neun bis 23 Uhr im Viertelstundentakt vermeintliche Schnäppchen, geworben wird mit schwindelerregenden Rabatten bis zu 75 Prozent. Die Stückzahlen der Produkte sind begrenzt. Meist sind sie innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der Knallerpreis wird jeweils erst zum Start des Angebots bekannt gegeben.

"Jede Menge heiße Luft"

Doch Verbraucherschützer aus Nordrhein-Westfalen warnen vor Amazons "aufgeblasenen Rabatten": "Bei einem fieberfreien Blick auf Amazons pralle Rabatte entweicht oftmals jede Menge an heißer Luft. Viele der phantastischen Preisnachlässe beruhten auf einem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP)." Ein Beispiel: Um die Kunden auf die Schnäppchenschlacht einzustimmen, hat Amazon vorab bereits einige Produkte reduziert - etwa die Kopfhörer "Sennheiser Momentum". Statt 199 Euro kosteten die Kopfhörer kurzfristig nur noch 99 Euro, eine Ersparnis von satten 50 Prozent, suggeriert Amazon. Nur: Tatsächlich kosten die Sennheiser-Kopfhörer regulär 144 Euro. Der Rabatt schmilzt von 50 Prozent auf bescheidenere 31 Prozent.

Auch im vergangenen Jahr sorgte die Rabatt-Masche von Amazon für Empörung bei Verbraucherschützern: Bei 50 Angeboten warb der Shoppingriese mit durchschnittlich 51 Prozent Rabatt, bei genauerem Blick schmolz die Ersparnis aber auf mickrige 18 Prozent. Ärgerlich, doch eines mussten die Verbraucherschützer zugeben: "Preissuchmaschinen konnten die 50 damaligen Amazon-Angebote nicht knacken."

Die Ersparnis mag also nicht ganz so groß sein, wie von Amazon versprochen und der eine oder andere Fieberanfall dürfte sich als übertrieben herausstellen. Dennoch kann man mit etwas Glück das eine oder andere Schnäppchen machen. Der Ansturm wird auf jeden Fall wieder riesig sein.

Christoph Fröhlich
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