Arbeitsalltag Computer auf dem Vormarsch


Beinahe die Hälfte aller Beschäftigten in Europa arbeiten mittlerweile am PC. Allerdings liegt Deutschland einer Statistik zufolge nicht im Spitzenfeld und auch deutsche Schulen haben im direkten Vergleich Nachholbedarf.

In der EU haben im vergangenen Jahr erstmals mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit einem PC gearbeitet. Ihr Anteil stieg im Vergleich zu 2005 um zwei Prozentpunkte auf 51 Prozent, wie der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf die Statistikbehörde Eurostat am Montag in Berlin mitteilte. In Deutschland war der Anteil dagegen leicht rückläufig: Er sank um einen Punkt auf 56 Prozent. Trotz der überdurchschnittlichen Verbreitung des Computers am Arbeitsplatz liegt Deutschland nicht im Spitzenfeld: Die Bundesrepublik kommt nur auf Platz Sieben, während nordeuropäische Länder ganz vorn landen.

Dänen liegen an der Spitze

Am häufigsten verwenden dänische Beschäftigte den Computer: Dort liegt der Anteil bei 68 Prozent (2005: 63 Prozent). Gleich dahinter folgen Finnland (67 Prozent) und Schweden (66 Prozent). Nicht nur die Verbreitung der Computer in der EU stieg, sondern auch der Anteil der Arbeitsplätze mit Internet-Anschluss. Im EU-Durchschnitt lag der Wert bei 36 Prozent und stieg damit leicht um einen Punkt im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland können 40 Prozent der Beschäftigten mit ihrem Arbeitsrechner online gehen.

Deutsche Schulen haben Nachholbedarf

Bitkom wertete die Zahlen als gutes Signal. "Der Einsatz von Computern steigert Produktivität und Effizienz. Das fördert das Wachstum der gesamten Wirtschaft", sagte Verbandsvizepräsident Jörg Menno Harms. Zugleich kritisierte er, dass deutsche Schulen bei Computer- und Internet-Ausstattung großen Nachholbedarf hätten. In der Bundesrepublik teilten sich elf Schüler einen Computer. Damit liege Deutschland in der EU abgeschlagen auf Platz 18 hinter Zypern, Malta, Tschechien und Ungarn. An der Spitze stünden Dänemark und Norwegen.

AP AP

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