HOME

Wenn aus Beten ein High Five wird: Diese Emojis benutzen Sie ganz sicher falsch

Emojis gehören heute zu beinahe jeder Smartphone-Konversation. Doch benutzen Sie alle auch richtig? Die Erfinder sagen: nein. Hier erfahren Sie, welche Emojis wir alle falsch verwenden.

Emojis kennt heute jeder Smartphone-Nutzer

Emojis kennt heute jeder Smartphone-Nutzer

Als Apple vor einigen Jahren seinem iPhone erstmals eine Emoji-Tastatur spendierte, war die noch exklusiv für japanische Geräte gedacht. Hierzulande mussten man die bunten Chat-Symbole erst umständlich über eine eigene App freischalten. Doch das ist alles ewig her. Heutzutage gehören Emojis völlig selbstverständlich dazu, ob in Chats oder sozialen Netzwerken. Doch wussten Sie, dass viele der beliebtesten völlig anders verwendet werden, als eigentlich gedacht? Und nein, es geht in diesem Text nicht um Auberginen und Pfirsiche für den Einsatz beim Dirty Talk.

Welche Emojis überhaupt möglich sind, entscheidet das gemeinnützige Unicode-Konsortium. Hier wird festgelegt, welche Symbole für welchen Zweck stehen sollen. Zumindest grundsätzlich, denn die verschiedenen Betriebssysteme setzen die Emojis im Detail oft etwas anders um, damit sie in einem einheitlichen Stil erscheinen. Als das Konsortium erneut über Änderungen entschied, deckte es in einem Dokument ganz nebenbei auf, welche Emojis wir alle völlig falsch verwenden.

Das bei iPhone-Benutzern als High-Five beliebte Emoji soll eigentlich gefaltete oder betende Hände zeigen. Bei den anderen Betriebssystemen ist das auch gut zu erkennen. Der Grund für das Missverständnis ist einfach: Die Emojis stammen ursprünglich aus Japan - und dort sind gefaltete Hände im Alltag deutlich häufiger anzutreffen.

Smileys auf dem Tisch: Das ist das erste Billard mit Emoji-Kugeln

Auch das im Westen vor allem als Symbol für Wut benutzte Emoji mit schnaubender Nase hat im fernen Osten eine völlig andere Interpretation: Das Emoji soll eigentlich Triumph ausdrücken. In der neuen Windows-Fassung rechts ist diese Bedeutung noch am ehesten zu erkennen.

Das hier gezeigte Emoji nutzen Europäer und Amerikaner am ehesten, um Schnupfen oder Traurigkeit zu zeigen. In japanischen Mangas bedeutet die hierzulande als Tropfen interpretierte Blase aber etwas völlig anderes: Sie soll einen Schlafenden darstellen. Beim Konsortium gibt es nun eine Debatte: Damit die westlichen Nutzer das Emoji richtig nutzen, soll die Blase verschwinden - das könnte aber wiederum die Bedeutung für Japaner ändern. Wie das Problem gelöst wird, ist noch offen.

Auch dieses Emoji soll eigentlich eine müde Katze zeigen. Vor allem bei dem Apple-Emoji in der Mitte wirkt das aber überhaupt nicht so. Kein Wunder also, dass iPhone-Nutzer das Symbol vor allem zum Ausdruck von Schock verwenden.

Doch die Fehlinterpretation funktioniert auch andersherum. Dieses Emoji soll eigentlich Erleichterung darstellen - wird aber fast immer für Müdigkeit eingesetzt.

Diesen Gesichtsausdruck verstehen wohl ebenfalls die allermeisten falsch. Denn was wie Entsetzen wirkt, soll eigentlich ein grantiger oder verärgerter Gesichtsausdruck sein. Er wird wohl demnächst überarbeitet.

Dieses Emoji wird wohl am vielseitigsten falsch eingesetzt: Eigentlich steht es für einen peinlichen oder beschämten Gesichtsausdruck. Das iPhone-Emoji in der Mitte findet aber vor allem für Unglauben Verwendung, das Android-Pendant rechts davon für Niedergeschlagenheit. Das Windows-Emoji rechts wirkt regelrecht freudig.

Die Nutzung dieses Emoji stößt den Machern besonders auf. Eigentlich soll es für "Service" stehen und einen hilfsbereiten Angestellten zeigen. Das iPhone-Symbol in der Mitte etwa hat mittlerweile eine völlig andere Bedeutung erhalten: Vor allem Frauen setzen es als Symbol für frech oder "Ist mir egal" ein. Das dürfte aber immer noch besser sein, als die merkwürdige Erdnuss, die Android-Besitzer nutzen sollen.

Malte Mansholt
Themen in diesem Artikel