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Autsch: Trump will Bill Gates als Berater - und erhält eine vernichtende Antwort

Donald Trump und die Tech-Branche sind sich nicht besonders grün. Trotzdem wollte er nun Microsoft-Gründer Bill Gates anheuern. Doch mit dieser Antwort hatte er wohl nicht gerechnet.

Bill Gates und Donald Trump

Bill Gates und Donald Trump trafen sich im Oval Office

DPA

Bill Gates hat in seinem Leben viel erreicht. Als Microsoft-Gründer entwickelte er mit Windows das erfolgreichste Computer-Betriebssystem aller Zeiten, es machte ihn für lange Zeit zum reichsten Menschen der Welt. Das Geld nutzt er für den weltweiten Kampf gegen tödliche Krankheiten wie Malaria. Nun hätte noch ein Job im Weißen Haus hinzukommen können. Doch Gates lehnte ab - mit harschen Worten.

Am 15. März hatten der Windows-Milliardär und der US-Präsident ein Meeting im Oval Office, erzählte Gates dem auf Gesundheit spezialisierten Nachrichtenportal "Stat". Dabei kam die Sprache auch auf die Stelle des Wissenschaftsberaters im Weißen Haus - die seit dem Rücktritt des letzten Beraters bei Trumps Amtsantritt unbesetzt war. "Ich erwähnte: 'Hey, vielleicht sollten wir einen Wissenschaftsberater haben'", berichtet Gates. Und Trump fragte prompt, ob nicht er die Stelle übernehmen wollte.

Gates als Wissenschaftsberater von Donald Trump?

Die Antwort dürfte ihm allerdings nicht gefallen haben. "Das ist keine gute Verwendung meiner Zeit", will Gates Trump geantwortet haben. Zeitverschwendung, also. Das dürfte gesessen haben. Ob Donald Trump das Angebot ernst war und er es gar vorher schon geplant hatte, weiß Gates allerdings auch nicht zu sagen. "Ich habe nicht auf die Probe gestellt, ob er es ernst meinte. Vermutlich weiß er das selbst nicht. Ich glaube, er wollte nur freundlich sein."

Wie Trump auf die Antwort reagierte, erzählt Gates nicht. An sich sei das Gespräch aber erfolgreicher gewesen. Es war ihr drittes Treffen, nach zwei allgemeinen Gesprächen hatte Gates für dieses ein klares Ziel: Er wollte Trump für die Entwicklung eines Universal-Impfstoffes gegen Grippe begeistern. Dem habe die Idee sofort gefallen, er soll sofort den Leiter der für Lebensmittel und Arzneien verantwortlichen Behörde FDA ans Telefon geholt haben. Gates und seine Stiftung versuchen, mit 12 Millionen Dollar Fördergeld die Forschung für ein solches Grippemittel anzukurbeln.

Dass Trump tatsächlich an Bord ist, glaubt Gates trotzdem nicht. Dazu müssten wohl noch andere seiner Berater ihn in die richtige Richtung schubsen, vermutet er gegenüber "Stat". Vor allem, dass die kostenlose, weltweite Verteilung eines Impfstoffs auch für die USA gut seien, brauche seiner Meinung nach Überzeugungsarbeit.

Trump hatte bereits öfter geschimpft, dass die USA zu viel Geld für andere Länder ausgeben. Gates sieht das aber nicht als Hindernis: "Selbst, wenn man menschlichen Nutzen außerhalb des Landes keinen Wert beimisst: Pandemien zu stoppen, ist eine smarte Entscheidung." Ob Trump das auch so sieht, wird sich noch zeigen müssen.

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mma