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Erst denken, dann posten!: Zehn Gebote, damit Facebook Ihnen Freude macht

Auf Facebook lauern viele Fettnäpfchen und Gefahren. Pünktlich zum "Safer Internet" Day gibt stern.de zehn Tipps zum richtigen Umgang mit Facebook.

Am Aktionstag "Safer Internet Day" werben mehr als 60 Länder für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet. Das internationale Motto heißt in diesem Jahr "Sicherheit im Netz" . Der Aktionstag ist eine Initiative der Europäischen Kommission. In Deutschland koordiniert das Projekt klicksafe die Aktivitäten. Auf zahlreichen Veranstaltungen informieren Institutionen und Organisationen zum Beispiel darüber, worauf Kinder und Jugendliche beim Chatten und Surfen im Netz achten sollten. stern.de gibt zehn Tipps zum richtigen Umgang mit Facebook.

1. Gebot: Seien Sie Sie selbst!

Bauen Sie sich im Netz keine zweite Persönlichkeit auf. Das ist zwar möglich und erscheint auch verführerisch, führt in der Praxis aber in der Regel schnell zu Scherereien. Je ehrlicher Sie sind, desto weniger Stress haben Sie mit Ihrer Online-Identität.

2. Gebot: Geben Sie nicht zu viel von sich preis!

Klar, soziale Netze leben davon, dass man etwas über sich erzählt. Ohne eine gewisse Bekennermentalität macht es keinen Sinn. Aber bestimmte Informationen gehören nicht – niemals! - an die Öffentlichkeit. Dazu gehören die Postadresse und die Handynummer.

3. Gebot: Seien Sie wachsam!

Bei Facebook gibt es keine Einlasskontrolle. Jeder kann jede beliebige Identität annehmen. Vergewissern Sie sich deshalb, dass derjenige, mit dem Sie reden, auch tatsächlich derjenige ist, mit dem Sie reden wollen.

4. Gebot: Erst denken, dann posten!

Allzu schnell können Sie bei Facebook etwas veröffentlichen, was Sie hinterher bereuen. Gut, Beiträge kann man wieder löschen. Nur: Dann haben die falschen Leute sie vielleicht schon gelesen. Denken Sie deshalb zunächst in Ruhe über mögliche Folgen Ihres Posts nach, bevor Sie ihn veröffentlichen.

5. Gebot: Halten Sie sich ans Gesetz!

Nein, Sie sind nicht anonym bei Facebook, selbst wenn Sie sich mit einem ausgedachten Namen angemeldet haben. Und nein, das Internet ist auch kein rechtsfreier Raum. Besonders mit dem Urheberrecht können Nutzer schnell in Konflikt geraten. Polizisten sind bei Facebook inzwischen ebenso unterwegs wie Abmahnanwälte und private Ermittler von Musik- und Filmindustrie.

6. Gebot: Hüten Sie sich vor falschen Freunden!

Akzeptieren Sie nur Freundschaftsanfragen von Leuten, die Sie kennen. Und bedenken Sie: Nicht jeder, der sich Heini Meier nennt, ist auch Heini Meier. Freundschaftsanfragen von Unbekannten lassen sich übrigens problemlos ignorieren – der Anfragende kriegt davon gar nichts mit.

7. Gebot: Zeigen Sie nicht allen alles!

Alles, was Sie bei Facebook schreiben, kann gegen Sie verwendet werden. Machen Sie deshalb den Chef-Test. Fragen Sie sich jedes Mal, wenn Sie etwas schreiben oder hochladen, wie Ihr Vorgesetzer darauf reagieren würde. Das hilft! Nutzen Sie außerdem die Möglichkeit, Ihre Posts nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich zu machen.

8. Gebot: Vorsicht, Falle!

Facebook wird inzwischen auch von Betrügern genutzt, die Daten und Passwörter ausspionieren wollen. Geben Sie niemals (wirklich niemals!) Ihr Passwort heraus. Auch nicht an angebliche Bank- und Facebook-Mitarbeiter. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht der ganzen Welt mitteilen, dass Sie wochenlang in den Urlaub fahren. Auch Einbrecher haben Internet.

9. Gebot: Zeigen Sie Zivilcourage!

Den Holocaust zu leugnen, ist kein Kavaliersdelikt! Melden Sie anstößige Inhalte, Neonazis, Kinderpornographie, wenn Sie bei Facebook darauf stoßen. Schicken Sie eine Mail an Facebook, an hotline@kinderschutz.net oder gehen Sie direkt zur Polizei.

10. Gebot: Haben Sie Spaß!

Es gibt keine Facebook-Pflicht. Deshalb: Wenn Sie dabei sind, begreifen Sie das soziale Netzwerk als Spielwiese. Aus dieser Perspektive sorgt Facebook locker für gute Laune.