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"Bist du das?" Diese Abzock-Warnung bei Facebook sollten Sie ernst nehmen

Die Facebook-App auf einem Android-Smartphone
Vor allem auf dem Smartphone ist die Kettenbrief-Warnung bei Facebook ernst zu nehmen
© kasinv/Getty Images
Viele Kettenbriefe bei Facebook sind gefährlich, andere sind schlichter Spam. Aktuell geht allerdings eine Warnung herum, die man durchaus ernst nehmen sollte.

Kettenbriefe bei Facebook, Whatsapp und Co. haben zurecht einen schlechten Ruf. Meist handelt es sich um sinnfreie Botschaften, öfter stecken aber auch fiese Abzockmaschen dahinter. Aktuell macht bei Facebook aber eine Warnung die Runde, die es wert ist, gehört zu werden. 

"Achtung! Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", beginnt die Nachricht bei Facebook. Dann folgt eine Warnung vor vermeintlichen Hacker-Angriffen über Youtube-Links, die über den Messenger verschickt werden. Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem Statusbeitrag um einen klassischen Kettenbrief, inklusive der Aufforderung, ihn selbst weiterzuverbreiten.

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Die Gefahr ist echt

Doch diesmal ist die Warnung tatsächlich begründet, wie "Mimikama" berichtet. Die mit der schlichten Nachricht "bist du das?" versendeten Links enthalten zwar keinen "Hacker-Virus", wie der Kettenbrief warnt. Sie führen aber tatsächlich in eine Falle. 

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Zunächst öffnet sich aber ein regulärer Facebook-Post, der auf einen Link in den Kommentaren hinweist. Hinter diesem lauert dann die Falle. Vor allem für Smartphone-Nutzer kann es gefährlich sein, den Link aus den Kommentaren anzuklicken, warnt "Mimikama". Auf dem Desktop wird man zwar tatsächlich auf Youtube weitergeleitet. In einem mobilen Browser sieht das schon anders aus.

Account-Klau und Abzockfalle

Zunächst erscheint dort ein gefälschter Facebook-Login. So greifen die Betrüger die Zugangsdaten ab und verschicken im Namen der Opfer weitere Messenger-Nachrichten. Doch das ist nur der Anfang. Es folgen Unmengen an Glücksspiel- und Abo-Seiten. Meldet man sich bei einer der Seiten an, erhalten die Betrüger Geld.

Wirklich schützen kann man sich vor den Messenger-Nachrichten nicht. Es reicht allerdings aus, nicht auf den Link zu klicken, um die Falle zu vermeiden. Zudem sollte man den Facebook-Kontakt auf die merkwürdige Nachricht ansprechen, möglichst über eine andere Kontakt-Möglichkeit als Facebook. Dort könnten schließlich auch die Hacker antworten.

mma

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