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Trojaner: Polizei warnt: Sind Fotos auf Facebook wirklich eine Gefahr für den PC?

Der Erpressungs-Trojaner Locky soll sich über Bilder bei Facebook verbreiten. Davor warnt die Polizei Sachsen. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.

Facebook Trojaner Locky Polizei

Die Polizei Sachsen warnte bei Facebook vor der Trojaner-Gefahr in dem sozialen Netzwerk

Sich einen Erpressungs-Trojaner einzufangen, ist wirklich unangenehm. Der Rechner ist dann ruckzuck abgeriegelt, Zugang zu wichtigen Dokumenten und den Familienfotos gibt es nur gegen Lösegeld - wenn überhaupt. Kein Wunder, dass die Polizei Sachsen sich entschied, ihre Facebook-Fans vor einer besonders fiesen Verbreitungs-Methode zu warnen: Harmlos aussehende Bilder bei Facebook sollen einen Schädling auf den Rechner bringen. Aber was ist wirklich dran?

In dem Post vom 30. November warnt die Polizei Sachsen vor einer fiesen Bedrohung: Durch eine Lücke sollen Kriminelle über Facebook Schadprogramme verbreiten, sie würden dazu manipulierte Bilder im sozialen Netzwerk hochladen. Ruft ein Nutzer die harmlos aussehenden Fotos an seinem Rechner auf, lädt der Browser sie sofort im Hintergrund herunter, warnt die Polizei. Sobald der Nutzer die Datei öffnet, kann der Schädling dann den Rechner übernehmen.

 

Kein Fall bekannt

Auf Nachfrage des stern sagte Olaf Hoppe, bei der Polizei Sachsen für die Facebook-Seite verantwortlich, man sei durch die eigene IT-Abteilung auf die Gefahr hingewiesen worden. Eine Internet-Recherche habe dann ergeben, dass tatsächlich über eine solche Angriffs-Methode berichtet wurde. Man entschied sich, davor zu warnen. "Uns ging es vor allem um die zu hohe Sorglosigkeit, mit der sich Nutzer im Netz bewegen", so Hoppe. Die Nutzer seien einfach nicht achtsam genug. Einen konkreten Fall von tatsächlich betroffenen Nutzern und entsprechende Ermittlungsverfahren gebe es aber nicht.

Tatsächlich hat vor einigen Tagen das Software-Unternehmen Checkpoint auf eine solche Sicherheitslücke hingewiesen. Der Anbieter einer eigenen Antiviren-Software wollte herausgefunden haben, dass ausgerechnet der fiese Erpressungs-Trojaner Locky über Facebook und LinkedIn verbreitet wurde. Als Einfallstor habe, wie von der Polizei Sachsen berichtet, ein manipuliertes Bild gedient.

Was sagt Facebook?

Facebook gab auf Anfrage des stern allerdings Entwarnung: Die Studie der Sicherheits-Dienstleister sei bekannt, man habe den Vorwurf aber bei eigenen Untersuchungen widerlegen können. Schuld sei demnach keineswegs ein Fehler bei Facebook. Stattdessen sollen fehlerhafte Erweiterungen des Chrome-Browsers für den Download der Schädlinge verantwortlich sein. Facebook hat nach eigenen Angaben die Erweiterungen vom Zugriff auf Facebook gesperrt und sie zudem an Chrome-Entwickler Google gemeldet. Selbst wer die fehlerhafte Erweiterung installiert hat, muss sich zumindest auf Facebook keine Sorgen machen. Bald dürfte Google die betroffenen Plug-Ins ohnehin ganz aus Chrome aussperren.

Mehr Vorsicht im Internet, wie von der Polizei Sachsen angemahnt, ist natürlich trotzdem sinnvoll. Wie Sie sich im Allgemeinen vor Erpressungs-Trojanern schützen können und wie man am besten vorgeht, wenn man sich einen eingefangen hat, erklären wir in diesem Artikel. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist ein gutes Antiviren-Programm. Hier erfahren Sie, welche Windows 10 am besten schützen.

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Das neue, bessere Startmenü

Diese Änderung springt zuerst ins Auge. Auf Wunsch vieler Nutzer hat Microsoft das Startmenü kräftig überarbeitet. Auf der linken Seite herrscht nun deutlich mehr Ordnung. Unter den meistgenutzten Apps sind nun alle Programme alphabetisch gelistet. Klickt man auf einen Buchstaben, erscheint eine Alphabets-Ansicht mit der man schnell durch die Liste springen kann.

Ganz links ist jetzt eine Spalte, die an die Charms-Bar aus Windows 8 erinnert. Dort sind besonders häufig benötigte Einträge wie die Einstellungen, der Explorer und der Ein/Aus-Schalter untergebracht.

Im Tablet-Modus geht das Start-Menü nun über den gesamten Bildschirm. Auf Wunsch lässt sich außerdem die Startleiste automatisch ausblenden, durch Wischen nach oben bekommt man sie zurück.

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