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Streit mit Drag Queens Facebook will Klarnamen-Pflicht lockern


Bei Facebook müssen sich Nutzer mit Klarnnamen anmelden, so die Regel. Für Ärger sorgte die Sperrung hunderter Konten von Dragqueens, die Pseudonyme nutzten. Facebook verspricht nun einen Kompromiss.

Das soziale Internetnetzwerk Facebook hat sich im Streit um die verpflichtende Verwendung von Klarnamen mit Vertretern von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen auf einen Kompromiss geeinigt. "Der Geist unserer Regeln besagt, dass auf Facebook jeder den Namen verwenden kann, den er auch im Alltag nutzt", erklärte Facebook-Produktchef Chris Cox. "Für Sister Roma ist das Sister Roma, für Lil Miss Hot Mess ist das Lil Miss Hot Mess." Facebook entschuldige sich bei den Betroffenen.

Der Streit um die Klarnamen-Regelung war vor einigen Wochen entstanden, als die Nutzerkonten hunderter Transvestiten gesperrt zu werden drohten. Eine betroffene Person war Sister Roma, eine Dragqueen aus San Francisco. Mit bürgerlichem Namen heißt sie Michael Williams. Nachdem ihr Facebook-Account gesperrt wurde musste sie ihren Namen offenlegen und fortan auch ihr Profil danach benennen.

Daneben seien aber auch Richter, Sozialarbeiter, Lehrer oder Missbrauchsopfer interessiert, ihre Konten nicht mit ihren echten Namen zu führen, sagte Mark Snyder, Sprecher des Zentrums für Transgender-Gesetze.

Facebook wolle Lösungen suchen, "damit wir alle online genauso sein können wie im echten Leben", sagte Snyder nach der Unterredung mit Facebook-Vertretern. Künftig sollen die Facebook-Nutzer neue Möglichkeiten haben, um sich zu identifizieren. Snyder erwartet, dass eine für Donnerstag geplante Demonstration vor dem Rathaus von San Francisco nun zu einer Feier umgewandelt wird.

kis/AFP AFP

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