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Freundschaftsvorschläge: Mit diesen gruseligen Methoden will Facebook herausfinden, ob Menschen sich kennen

Jeder kennt sie: Freundesvorschläge bei Facebook, die eigentlich kaum zu erklären sind - und trotzdem passen. Um Menschen miteinander zu verbinden, denkt die Firma sich teils gruselige Methoden aus.

Facebook Freunde Vorschläge gruselig

Woher kommen die scheinbar unmöglichen Freundesvorschläge bei Facebook?

Es ist ein bisschen unheimlich. Die Cousine in den USA, ein vergessener Kindergartenfreund oder die lange verschollene Jugendliebe: Facebook schlägt manchmal Menschen als Freunde vor, an die man seit Jahren nicht gedacht hat. Und zu denen es praktisch keine nachvollziehbare Verbindung gibt. Das ist kein Zufall: Die Entdeckung neuer Verbindungen ist für das Netzwerk überlebensnotwendig und entsprechend weit geht das Unternehmen, um sie zu finden.

Facebook beschränkt sich längst nicht mehr darauf, die Freunde der Freunde vorzuschlagen - auch, wenn die einem natürlich ebenfalls ans Herz gelegt werden. Stattdessen setzt man auf sogenannte Schattenprofile. Die sind vor den Nutzern verborgen und enthalten alle Daten, die Facebook über diese Person gesammelt hat, von Vorlieben, Kontaktdaten, Bildern - und eben möglichen Bekannten. Die meisten Verbindungen entstehen tatsächlich, weil andere Nutzer ihr Adressbuch hochgeladen haben. Und damit sämtliche E-Mail- und Wohnadressen, Telefonnummern und Spitznamen. Mehr zu den Schattenrpofilen und wie man seine Daten teilweise wieder löschen kann, erfahren Sie hier

Facebook will mehr

Doch das scheint dem Netzwerk nicht auszureichen. Um noch mehr Profile verknüpfen zu können, hat Facebook sich in den vergangenen Jahren gleich eine ganze Reihe von Methoden patentieren lassen, mit denen sich feststellen lässt, ob Menschen sich kennen könnten. Einige sind schlicht gruselig.

Das Netzwerk hat etwa Wege erforscht, so ziemlich jeden Sensor eines Smartphones für die Identifizierung von Kontakten einzusetzen. Schon 2014 patentierte man eine Methode, die GPS-Daten mit dem Beschleunigungssensor und dem Gyroskop zusammenbringt, das die Ausrichtung des Smartphones bestimmt. Auf diese Weise kann Facebook erkennen, ob Leute nebeneinander hergehen oder sich in der Kneipe gegenüber sitzen - und so selbst Personen einander vorschlagen, die sich gerade erst kennengelernt haben. Angeblich tut man das aber nicht.

"Aktuell machen wir keine Freundschaftsvorschläge aufgrund von Aufenthaltsdaten", behauptete ein Sprecher des Unternehmens gegenüber "Gizmodo". Bisher sei das nur für eine kurze Testphase 2015 geschehen. Trotzdem wird weiter an der Möglichkeit geforscht. Ein Patent sieht etwa vor, Menschen zusammenzubringen, die zeitgleich vom selben Ort Facebook aufriefen.

Erkennung über den Kratzer auf der Kamera

Gegenüber "Gizmodo" hat Facebook gleich eine ganze Reihe von Daten genannt, nach denen man Nutzer nicht verbinden will. Etwa den Zugriff aus dem gleichen Wlan, Whatsapp-Gesprächspartner oder Profil-Besuche bei Facebook. Auch Gesichtserkennung auf Fotos will man demnach nicht nutzen. Obwohl Facebook Gesichter eigentlich sehr gut erkennen kann.

Dass man über die Nutzung von Fotos durchaus nachgedacht haben muss, zeigt ein weiteres Patent. Facebook will in der Lage sein, aus kleinen Störungen in Fotos die Kamera zu identifizieren, mit der das Bild geschossen wurde. Der einfache Hintergrund: Die Störungen entstehen durch Staubpartikel und winzige Kratzer auf der Linse und sind damit einzigartig. Tauchen in Bildern mehrerer Nutzer dieselben auf, müssen die mit der gleichen Kamera geknipst worden sein - und die Personen sich in der Regel kennen. Dass die Gezeigten von einem Sportreporter im Stadion oder derselben Fotografin auf unterschiedlichen Hochzeiten geknippst wurden, dürfte zwar vorkommen, für Facebooks Zwecke aber selten genug bleiben.

Es geht ums Geld

Facebook legt allerdings Wert darauf, dass diese Methoden nicht zwangsläufig eingesetzt werden müssen. Ein Sprecher sagte "Gizmodo": "Wir patentieren oft Technologie, die wir dann nie einbauen. Patente sollte man nicht als Anzeichen für zukünftige Pläne deuten." Facebook dürfte aber kaum so viel Energie in die Erforschung solcher Methoden stecken, um dann keine einzige von ihnen zu nutzen.

Der Grund für die aufwendige Suche nach neuen Freunden ist relativ einfach zu erklären: Wer viele Freunde bei Facebook hat, nutzt das Netzwerk auch mehr - und desto mehr Werbung wird auch ausgespielt. Je mehr Freunde man hat, desto mehr Geld verdient Facebook. Eine banale Erklärung - aber nicht weniger gruselig.

Ein Smartphone vor dem Facebook-Logo.
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