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Forum: Bloggen für die Meinungsfreiheit

Persönliche Texte im Internet veröffentlichen - das sogenannte "bloggen" - erfreut sich angesichts des Irak-Krieges immer größerer Beliebtheit. Vor allem um der eigenen Meinung ein Forum zu geben.

Auf die Meinungsfreiheit in ihrem Land sind die Amerikaner besonders stolz. Bereits im ersten Verfassungszusatz haben sie die Meinungs- und Pressefreiheit verankert. Doch in Zeiten eines bevorstehenden Krieges mehren sich in den USA die Stimmen, die den ihrer Ansicht nach zu regierungskonform berichtenden Medien den Kampf ansagen. "Die Blogger wollen kein passives Publikum sein, sondern an der Meinungsbildung mitwirken", schreibt Bloggerin Rebecca Blood auf ihrer Webseite und definiert damit das Anliegen dieser seit 1999 rapide wachsenden Community im Netz.

Meinungsbildung

Blogger, deren Name sich vom amerikanischen "web-log", dem Einstellen kurzer Kommentare, Tagebucheinträge und Fotos ableitet, widmen sich allen möglichen Themen - von der Verbannung homosexueller Jugendlicher aus Pfandfinderlagern bis hin zum neuesten Hollywood-Klatsch. Nach dem Bush-Ultimatum an Saddam Hussein ist allerdings auf den Seiten ein Thema vorherrschend: der bevorstehende Krieg und die Information der amerikanischen Bevölkerung.

"Freie Meinungsäußerung bitter nötig"

"In Zeiten, in denen die Pressekonferenzen im Weißen Haus mit einem Drehbuch ablaufen und der Präsident sogar die Kardinalregel verletzt, die amerikanische Journalistenikone Helen Thomas die erste Frage stellen zu lassen, sind diese tatsächlich freien und kritischen Meinungsäußerungen im Netz bitter nötig", befindet ein Blogger auf der Seite disinfopedia.org. Sie ist als "Enzyklopädie der Propaganda" ins Netz gestellt worden, auf der mutmaßliche Irreführungen und Falschmeldungen der US-Regierung aufgelistet werden sollen.

Server überlastet

Das Interesse an alternativer Information zu den großen US-Networks, die sich nicht selten den kommerziellen Interessen ihrer Mutterkonzerne unterordnen müssen, ist offenbar groß. Der disinfopedia.org-Server war am Montag so überlastet, dass stundenlang nur Fehlermeldungen erschienen. Nun liegt die Seite des nicht- kommerziellen "Zentrums für Medien und Demokratie" auf einem schnelleren Server.

Bloggen ist einfach

Wer an den Diskussionen im Netz teilnehmen möchte, muss kein Experte im Programmieren von Webseiten sein. Sie meisten Blogger bedienen sich des Angebots von blogger.com, das im Internet kostenlos bereitsteht. In einem Schreibfeld werden die Beiträge auf den Bildschirm gebracht, per Mausklick auf der Bloggerseite eingeordnet und ins Netz gestellt.

"Schrankenlose Informationsfreiheit"

Der deutsche Chaos Computer Club (CCC) sieht diese Seiten als wichtige Beiträge zur weltweiten schrankenlosen Informationsfreiheit. "Es ist immer gut, wenn man zunächst mehrere Wahrheiten vergleichen und sich dann eine Meinung bilden kann", betont CCC-Sprecher Lars Weiler. Auch wenn es in den USA generell eine umfassende Meinungsfreiheit gebe, sei es in der aktuellen Irak-Krise positiv, wenn US-Bürger sich zusätzlich selbst Informationen holen könnten.

Gegenpol zu TV-Networks

Statt sich dem allgemeinen Tenor der amerikanischen Berichterstattung unterzuordnen, frönen die Blogger ihrer Leidenschaft. "Sie bringen mehr Fakten ins Netz und tragen zur Interpretation der Nachrichten bei, mit denen wir täglich gefüttert werden", so Bloggerin Blood. "Mit ihrem Sarkasmus und der unerschrockener Kommentierung erinnern sie uns daran, dass wir Meldungen hinterfragen müssen." Mit dieser Einstellung schaffen die Blogger einen lebhaften Gegenpol zu den großen TV-Networks. "Die Meinung eines jeden gewährt neue Eindrücke und ist somit wichtig."

Blogger-Unterstützung für Bush

Doch nicht nur regierungskritische Einträge und Seiten sind im Netz zu finden. Auf hunderten Domains machen sich Blogger für den amerikanischen Oberbefehlshaber und seinen politischen Kurs stark. So befindet ein Blogger auf der Seite instapundit.com, die jüngste Bush-Rede sei eine der besten seiner Amtszeit gewesen - und erntet viel Unterstützung von Gleichgesinnten.

Verena Wolff / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.