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Hotspots: Schnurlos glücklich

Wer auch ohne Kabelanschluss mailen oder surfen will, nutzt so genannte Hotspots: Sie ermöglichen an vielen Orten einen drahtlosen Zugang zum Internet.

Wireless LAN, WLAN, WiFi - alles Namen für das Gleiche: eine Funktechnik, die Rechnern den kabellosen Zugang ins Internet ermöglicht. Bei neuen Computern ist WLAN gleich mit eingebaut, andere lassen sich schon für 20 Euro nachrüsten. Das schnurlose Surfen ist nicht nur zu Hause auf dem Sofa, dem Balkon oder sonntagmittags im Bett angenehm, sondern vor allem auf Reisen enorm praktisch: in Hotels, auf Flug- und Parkplätzen, in Cafés und Restaurants und bei der Lufthansa sogar auf immer mehr Langstreckenflügen.

Möglich wird das durch so genannte Hotspots: Sendestationen, in deren Umgebung (bis 100 Meter) man Anschluss findet, meist gegen Zahlung einer Gebühr. Tausende Hotspots gibt es schon - sie müssen nur gefunden werden.

Das geht am besten im Internet. Diverse Suchmaschinen bieten Verzeichnisse von Hotspots in aller Welt an; für Deutschland besonders hilfreich ist die Datenbank des Branchenverbands VATM (siehe "Mehr Infos im Internet"). Hier lässt sich das Angebot an drahtlosen Breitbandverbindungen nach Stadt, Standort oder Anbieter durchsuchen. Die Versorgung ist leider alles andere als flächendeckend, die WLAN-Anbieter tummeln sich vor allem in Ballungszentren.

Hat man einen Hotspot aufgestöbert, gilt es, die eigentliche Hürde zu nehmen: die Anmeldung. Anders als beim Handy gibt es hier nicht nur wenige Anbieter, sondern Dutzende, die eine entnervende Kleinstaaterei pflegen. Bei einer Reise sollte sich der mobile Zeitgenosse deshalb, schon bevor es losgeht, mit den Gepflogenheiten der Betreiber vertraut machen. Einige verlangen vorab die Anmeldung, manche wollen die Übermittlung der Kreditkartendaten. Andere senden kostenpflichtige Zugangskennungen per SMS aufs Handy, wieder andere geben den Weg erst frei, nachdem man sich gegen Vorkasse ein Stundenkontingent gekauft hat. Einfach ist es in Hotels, die die Kosten auf die Rechnung buchen. Mancherorts ist der Zugang sogar kostenlos - etwa in vielen Cafés und Restaurants in Hamburg (siehe "Mehr Infos im Internet"). Meist aber ist der drahtlose Zugang nicht ganz billig: Acht bis zehn Euro pro Stunde oder Pauschalpreise von etwa 20 Euro für einen Tag sind üblich; 29,95 US-Dollar kostet das "Flynet" der Lufthansa pro Langstreckenflug. Dafür ist der Datenstrom per Funknetzwerk meist sehr viel schneller als etwa bei der Einwahl per Modem und Telefonnetz.

Sicherheitsprobleme

Ein Problem allerdings haben die meisten Hotspots gemein: die Sicherheit. Wer drahtlos die Mailbox abruft oder gar Online-Konten einsieht und den Firmenserver anwählt, riskiert, dass Kennwörter und andere vertrauliche Daten von Fremden aus dem Äther gefischt werden können. Um den Zugang zu vereinfachen, verzichten nämlich die meisten Hotspots auf den Einsatz jeglicher Sicherheitsvorkehrungen, die die WLAN-Technik eigentlich bietet. Eine Firewall-Software und ein aktueller Virenschutz sind die Mindestausstattung für das Surfen per WLAN - wie eigentlich auch in allen anderen Fällen. Manche Firmen bieten ihren Mitarbeitern zudem mit so genannten Virtual Private Networks (VPN) eine Methode, den Datenstrom abhörsicher zu machen, doch Privatleute haben diese Möglichkeit nicht.

Ein wenig Vorsicht ist also geboten, auf sensible Aktivitäten im Netz sollte man verzichten. Ansonsten aber spricht alles für das drahtlose Surfen beim Cappuccino, im Wohnmobil oder auf dem langen Flug in die USA.

Sönke Jahn / print
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.