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Internet: Verdopplung der Behördenangebote geplant

Die Bundesverwaltung will ihre Internet-Angebote in den kommenden zwei Jahren von 248 auf 449 nahezu verdoppeln.

Die Bundesverwaltung will ihre Internet-Angebote in den kommenden zwei Jahren von 248 auf 449 nahezu verdoppeln. Die Behörden würden damit schneller und bürgerfreundlicher, sagte Innenminister Otto Schily nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss in Berlin. Zudem soll die Verwaltung die Beschaffung von Waren und Leistungen bis Ende 2005 auf das Internet umstellen. Damit will der Bund jährlich drei Milliarden Euro einsparen.

Dritte Phase von BundOnline

Mit dem Kabinettsbeschluss wird die dritte Phase des vor drei Jahren von Bundeskanzler Gerhard Schröder gestarteten Programms BundOnline eingeleitet. Ziel es ist, alle onlinefähigen Dienstleistungen von mehr als 100 Behörden bis Ende 2005 im Internet anzubieten. Die Kosten des Programms liegen nach Angaben Schilys bei 1,4 Milliarden Euro. Dem stünden aber jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro gegenüber.

Als besonders erfolgreiches Internet-Angebot nannte Schily die Versteigerungsplattform "Zoll-Auktion", bei der jeden Monat mehr als 130.000 Zugriffe verzeichnet würden. Bei dem statistischen Informationssystem "Genesis-Online" hätten sich allein in den ersten drei Tagen 3.000 Nutzer registriert.

Die Initiative BundOnline wird laut Schily zusammen mit Ländern und Kommunen zu "Deutschland-Online" erweitert.

DPA
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