Internethistorie WWW-Erfinder zum Ritter geschlagen


Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, ist von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden. "Sir" Tim entwickelte vor rund zehn Jahren das WWW am CERN in Genf.

Königin Elizabeth II. hat den Erfinder des World Wide Web (WWW), Tim Berners-Lee (49), im Buckingham Palast zum Ritter geschlagen. Für seine Verdienste trägt der in den USA lebende Brite den Ehrentitel "Sir". Seine Ideen führten zu den www-Internetadressen. Der die Öffentlichkeit scheuende Computerwissenschaftler arbeitet am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und leitet das 1994 von ihm gegründete WWW-Konsortium, einen Zusammenschluss von Experten, das unter anderem die technischen Standards für das Web setzt.

Damals, im CERN

Seinen ersten Computer baute Berners-Lee bereits Mitte der 70er Jahre aus einem alten Fernseher. Nach seinem Studienabschluss an der Universität Oxford im Jahr 1976 führte ihn sein Weg über verschiedene britische Firmen an das Europäische Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf. Dort legte er den Grundstein für den heute populärsten Teil des Internets: das World Wide Web. In der Öffentlichkeit blieb der Wissenschaftler nicht zuletzt deshalb weitgehend unbekannt, weil er kein direktes Kapital aus seiner Erfindung schlug.

Der verheiratete Vater zweier Kinder hatte erst im April in Helsinki den neuen mit einer Million Euro dotierten Millennium-Technologiepreis erhalten. Berners-Lee ist der erste Träger dieser Auszeichnung für herausragende technologische Leistungen, die das Alltagsleben positiv verändert haben.

DPA

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