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Juan Joya Borja gestorben Das berühmteste Lachen des Internets ist tot

Juan Joya Borja
Dieses Lachen machte Juan Joya Borja weltberühmt. Nun ist er im Alter von 65 Jahren gestorben.
© Screenshot
Der spanische Komiker Juan Joya Borja ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Berühmt wurde er durch einen Talkshow-Auftritt im Jahr 2007, der zu einem Meme im Internet wurde.

Um herauszufinden, wie ansteckend Lachen sein kann, musste man sich nur ein Interview mit dem spanischen Komiker und Schauspieler Juan Joya Borja aus dem Jahr 2007 ansehen. Darin erzählt Borja eine Anekdote aus seiner Zeit als Koch und Tellerwäscher, als er Paella-Pfannen im nahen Meer deponierte, in der Hoffnung, das Salzwasser möge ihm die nervige Schrubb-Arbeit abnehmen. Nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass die Flut die Pfannen hinfort gespült hatte.

Die Anekdote ist eigentlich nicht einmal besonders witzig. Doch Borja erzählt die Geschichte mit einer solchen Hingabe, dass er und der Moderator Jesús Quintero immer wieder vor Lachen in Tränen ausbrechen. Selbst Menschen, die kein Wort Spanisch verstehen, kommen nicht umhin, zu schmunzeln oder gar lauthals loszulachen ob dieser kindlichen Freude.

Der Interviewschnipsel, der am 25. Juni 2007 bei Youtube hochgeladen wurde, machte Borja weltberühmt. Entsprechend groß ist nun die Trauer. Denn Borja starb am Mittwoch im Alter von 65 Jahren nach "langer Krankheit" und mehreren Monaten Aufenthalt im Krankenhaus, berichtet die spanische Zeitung "El Mundo".

Er war Apple-Ingenieur und erklärte Corona

In seiner Heimat Spanien wurde Juan Joya Borja als "El Risitas" bekannt, was übersetzt so viel bedeutet wie der Kichernde oder der Glucksende. In den USA kennt man ihn dagegen als "Spanish Laughing Guy".

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Sein Interview wurde ein beliebtes Internet-Meme. Dabei blieb die originale, spanische Tonspur erhalten, wurde jedoch mit Untertiteln zu einem völlig anderen Thema ergänzt. Hunderte solcher Varianten gibt es bis heute. Eine der populärsten Parodien stammt aus dem März 2015 und beschäftigt sich mit dem damals vorgestellten Macbook von Apple. Darin wird suggeriert, Borja wäre ein ehemaliger Apple-Ingenieur - der Clip erzielte innerhalb eines Monats mehr als fünf Millionen Abrufe. Bis heute sind mehr als acht Millionen zusammengekommen. In anderen Videos ging es um den Brexit oder die Corona-Pandemie.

Auch auf der Video-Plattform Twitch ist Borja dank des KEKW-Emojis bis heute populär.

Quelle:"El Mundo"

cf

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