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Kolumne - Neulich im Netz: Trend 2005: Kreativ

Im Land hinter den sieben Bergen wohnen die Zwerge. Dort haben sie nichts Besseres zu tun, als den lieben langen Tag tolle Sachen zu machen. Das Ganze heißt Bundesverband Digitale Wirtschaft und ist manchmal richtig lustig.

Unter anderem in diesen Tagen, da der BVDW abgekürzte Verband seine Zukunftsprognose "Interaktive Trends 2005" präsentierte. Aus der Pressemeldung: "Trendprognose sieht kreative Themen im kommenden Jahr ganz vorn. Zum ersten Mal legt die Fachgruppe Agenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. eine Prognose zu den interaktiven Trends des kommenden Jahres vor. "

Dann erzählen die Zwerge hinter den sieben Bergen, wer mitgemacht hat, wer die Prognose präsentierte und wer sich das ausdachte und was genau das war. Und eigentlich hätten sie genau so schön weitererzählen können von ihren kleinen Häuschen und ihren kleinen Tellerchen mit den kleinen Löffelchen und den kleinen Gäbelchen und so weiter. Und irgendwann wäre man darüber eingeschlafen und hätte geträumt von luftleeren Räumen und Kammern, in denen nie ein Lichtlein brennen wird.

Huch!

Tun sie aber nicht, die Zwerge, sondern sagen plötzlich etwas, was dazwischenfährt ins Kuschelweichstreichelzarte. Ganz gegen ihre Art, kurz und knapp: "Wichtigstes Ergebnis der Umfrage: Kreativ-Themen haben aus Sicht der Agenturen im kommenden Jahr Vorrang."

Das sitzt. Messerscharf. Messerzwiebelscharf. Und zwar so messerzwiebelscharf, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Sieben oder zehn oder noch mehr Jahre, nachdem weltweit letztmals Kreativität gefragt war, ist Kreativität nun wieder ein Thema, vor allem im Kontext so genannter Kreativ-Themen. Diese sieht man beim BVDW bereits mehr oder weniger klar herauswabern: "Die Tatsache, dass die Agenturen vor allem im kreativen Bereich die wichtigsten Trends sehen, deutet darauf hin, dass es heute und in Zukunft vor allem um die nutzerorientierte Optimierung der interaktiven Angebote geht. Die Themen Usability, Informationsarchitektur und -struktur sowie Barrierefreiheit stehen für die Agenturen im kommenden Jahr ganz oben."

Willkommen in Schwallhalla

Beziehungsweise: "Vor allem die leichte Handhabung von interaktiven Medien sowie die schnelle und uneingeschränkte Verfügbarkeit von Informationen sind demnach die wichtigsten Aspekte." Zudem zeige auch "die große Bedeutung des Aspektes Vernetzung/Crossmedia, dass die interaktiven Medien nicht mehr isoliert betrachtet werden, sondern ihren festen Platz in der gesamten Werbe- und Kommunikationsstrategie der Auftraggeber haben." Außerdem wichtig: "Die Agenturen sind aufgrund ihrer Kompetenzen zudem in der Lage, über den Tellerrand zu blicken und die verschiedenen interaktiven Angebote an den grundsätzlichen Marketing- und Kommunikationszielen der Unternehmen auszurichten." Sowie: "Erfolgsbasiertes Online-Marketing liegt im Trend - ‚Bewegte’ Werbeformate wichtiger als Gif-Werbeformen." Letzten Endes jedoch: "Hinsichtlich der Akzentuierung der Businessthemen liefern die Antworten der insgesamt 61 Befragungsteilnehmer zunächst keine neuen Erkenntnisse."

Was wiederum das Zwischenfazit erklärt: "Kundenbindung funktioniert heute offensichtlich anders als man das noch vor wenigen Jahren gedacht hat." Sowie: "Im Hinblick auf die Marketingthemen ist festzuhalten, dass nach dem Internet vor allem Marketinginstrumente folgen, die vor allem für Kunden jenseits der klassischen Werbekunden geeignet sind." Da: "Insgesamt scheint für die Kunden heute der Return on Investment wichtiger denn je zu sein, denn sowohl Suchmaschinen-Marketing als auch Marketingkooperationen und Virales Marketing sind in der Regel erfolgsbasiert."

Einer geht noch

Und so saßen die Zwerglein in ihrem Sud, häuften Satz auf Satz und noch einen drauf und vergaßen darüber Punkt und Komma und waren froh, dass es sie gab. Und wenn sie nicht gestorben sind, wissen sie morgen oder übermorgen vielleicht wieder etwas zu erzählen, was die ganze Welt in Atem hält.

Thomas Hirschbiegel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.