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LKA schlägt Alarm: Gefälschte GEZ-Rechnungen enthalten Trojaner

Sowohl die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Sender als auch das Landeskriminalamt Niedersachsen warnen vor gefälschten GEZ-Rechnungen. Beim Öffnen des Anhangs könnte sich ein fieser digitaler Plagegeist auf dem Rechner breit machen.

Mit gefälschten GEZ-Rechnungen werden derzeit per E-Mail massenhaft Computerviren verschickt. Sowohl die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Sender als auch das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen warnen davor, die Dateianhänge der E-Mails zu öffnen. Die angehängten Dateien enthalten so genannte Trojaner, die bei einem Doppelklick auf die Datei den Computer infizieren. Trojaner sind als nützliche Anwendung getarnt, erfüllen im Hintergrund aber ohne Wissen des Computernutzers eine andere Funktion. "Somit können Passwörter und Geheimnummern von fremden Servern erkannt werden", erklärte das LKA in Hannover.

Betreff: Zahlungsaufforderung

Die E-Mail ist im "Betreff" als Zahlungsaufforderung aufgemacht und spricht von einem "Zuschlag wegen nicht rechtzeitiger Anmeldung der Internetverbindung". Als Rechnungsbetrag für Dezember 2006 werden 445,99 Euro genannt. Nach Einschätzung des LKA zielt die illegale Aktion "offensichtlich auf PC-Benutzer, die durch die neue Gebührenordnung der GEZ verunsichert sind". Die dreistellige Summe solle wohl einen gewissen "Schock-Effekt" auslösen, "damit möglichst viele unbedarfte Nutzer die angehängte Zip-Datei umgehend öffnen". Stattdessen sollte die Mail sofort komplett gelöscht werden.

DPA / DPA