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Soziales Netzwerk: Mark Zuckerbergs gewaltiger Vorsatz für 2018: Facebook retten

In den letzten Monaten geriet Facebook immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik. Gründer Mark Zuckerberg scheint das mächtig zu wurmen. Er setzt sich jedes Jahr eine große Aufgabe - und will 2018 sein Netzwerk reparieren.

Mark Zuckerberg ist mit dem Rad gestürzt und hat sich den Arm gebrochen

Mark Zuckerbergs diesjährige Challenge hat mehr mit der Arbeit bei Facebook zu tun, als mit persönlichem Lernen

Mark Zuckerberg hat es weit gebracht. Der Studienabbrecher hat mit Facebook das Internet, wie wir es kennen, geprägt wie kaum ein anderer Unternehmer. Zudem machte ihn das Netzwerk mit einem Vermögen von 72 Milliarden Dollar zum fünftreichsten Mann der Welt. Trotzdem stellt er sich jedes Jahr eine große, persönliche Aufgabe, die er als Challenge bezeichnet. Dieses Jahr könnte die größte anstehen.

Denn nachdem er als Challenge bereits Mandarin lernte (seine Frau ist Chinesin) und mit Bürgern in sämtlichen 50 US-Bundesstaaten sprach, geht es dieses Mal um die Arbeit. Zumindest auch. "Die Welt ist nervös und gespalten und Facebook hat eine Menge Arbeit zu tun - ob es der Schutz unseres Landes vor Missbrauch und Hass ist, die Verteidigung gegen die Einmischung durch andere Staaten oder es darum geht, die bei Facebook genutzte Zeit sinnvoll zu gestalten", schreibt Zuckerberg in einem Facebook-Post. "Meine persönliche Herausforderung ist, mich auf die Lösung dieser wichtigen Probleme zu konzentrieren." Kurz: Zuck will Facebook retten.

Facebook am Scheidepunkt

Das Netzwerk hatte in den Monaten seit der US-Wahl 2016 jede Menge schlechte Presse eingefahren. Ob die Fake-News-Debatte, die Manipulation von US-Wählern durch russische Hacker oder Hass-Posts gegen Minderheiten: Das Image des einstigen Spaß-Netzwerkes hat mächtig gelitten. Selbst ein ehemaliger Manager sagte, er lasse seine Kinder "den Scheiß nicht nutzen." Auch das Gefühl, dass wenige Konzerne unglaubliche Macht anhäufen, würde die Leute beängstigen, gibt Zuckerberg zu.

Das klingt jetzt nach extrem viel Arbeit für das Netzwerk, aber nicht nach einer besonders persönlichen Aufgabe. Das weiß auch Zuck. "Ich denke ich werde mehr lernen, wenn ich mich exklusiv auf diese Probleme konzentriere, statt etwas völlig anderes zu machen. Die Probleme hängen mit Geschichte, Bürgerkunde, politischer Philosophie, Medien, Regierungen und natürlich Technologie zusammen. Und ich freue mich sehr darauf, Experten in diesen Gebieten zusammenzubringen, um sie gemeinsam zu bearbeiten."

Das Hauptziel ist Facebook zu retten

Doch neben all dem Lernen dürfte es Zuckerberg am Ende vor allem um eines gehen: Das negative Bild Facebooks in der Öffentlichkeit wieder zum Positiven zu wenden. Und zu zeigen, dass Facebook sich besser selbst regulieren kann, als es Gesetze wie das gerade in Kraft getretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz vermögen. Im Endeffekt gibt Zuckerberg also einfach nur zu, dass Facebook dieses Jahr seine volle Aufmerksamkeit verlangt, bevor es endgültig bei den Nutzern in Ungnade fällt. Das könnte tatsächlich eine Herausforderung sein.

Sollte es gelingen, kann er sich ja dann nächstes Jahr wieder einer privaten Mammutaufgabe stellen. Wie 2015, als er es schaffte, ganze 25 Bücher zu lesen. Im Laufe eines vollen Jahres, wohlbemerkt. Aber soviel Zeit hat Zuck 2018 wohl nicht. 

mma