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Streaming-Boom: Online-Pornos sind so populär wie nie zuvor - das hat Folgen für die Umwelt

Online-Pornos sind beliebter als je zuvor. Pro Jahr werden Milliarden Stunden von Sex-Clips konsumiert. Für die Umwelt hat das allerdings Folgen, wie eine Berechnung zeigt.

Brazzers Porno Hack

Der Konsum von Online-Pornos habe Folgen für die Umwelt, glauben Experten.

Die Streaming-Technologie hat in den vergangenen Jahren viele Branchen umgekrempelt. Netflix und Amazon haben Bingewatching von Filmen und Serien salonfähig gemacht, Spotify hat mit seinem Flatrate-Modell das Musikhören nachhaltig verändert.

Wie fast immer war die Pornobranche einer der Vorreiter der neuen Technologie: Youporn wurde bereits im 2006 gegründet, nur zwei Jahre nach dem Start von Youtube. 2007 ging Pornhub an den Start. Es ist mittlerweile die größte Pornoseite der Welt und auf Platz 39 der populärsten Internetseiten überhaupt - noch vor Twitch oder diversen Microsoft-Angeboten.

Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: 2013 gab Pornhub zum ersten Mal detaillierte Einblicke in seine Nutzerstatistiken. Damals wurde die Seite im Laufe des Jahres 14,7 Milliarden Mal besucht (Visits). 2016 waren es fast doppelt so viele Besucher. Die 23 Milliarden Besucher konsumierten insgesamt 4,59 Milliarden Stunden Pornoclips.

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Streaming ist umweltfreundlich - eigentlich

Ein unglaublicher Boom, der sich auch auf die Umwelt auswirkt. Das US-Portal "The Atlantic" schreibt, dass durch den Streaming-Boom die Zahl der physischen Datenträger - also CDs mitsamt Hülle, Cover, Versandkartons, Benzin durch Transporte - enorm reduziert wurde. Der CO2-Abdruck wurde dadurch um mehr als 40 Prozent reduziert. Ob diese Zahl auch auf Videostreaming übertragen werden kann, ist unklar. Vermutlich ist der Abruf eines Online-Films aber umweltschonender als eine DVD.

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Laut "Atlantic" sind Pornos jedoch die Ausnahme dieser Entwicklung. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, weder von Seiten der Produzenten noch der Webseitenbetreiber. Doch die beinahe omnipräsente Verfügbarkeit von Porno-Clips hat den Konsum deutlich nach oben getrieben. Adam Grayson ist Manager bei Evil Angel, einem Porno-Hersteller. Seinen Aussagen zufolge wurden in den späten 90ern rund 7500 Kopien DVDs eines neuen Porno-Streifens in den ersten 30 Tagen verkauft.

Im gleichen Zeitraum werden die Filme im Netz nun 30.000-mal abgerufen - und das seien nur etwa fünf Prozent der Abrufe, die von zahlenden Kunden erzeugt werden. Pro Woche werden die Vorschau-Clips mehr als zwei Millionen Mal gestreamt. "Vor 15 Jahren, auf dem Höhepunkt der physischen Medien, kamen nicht so viele Menschen mit unserer Marke in Kontakt", sagt Grayson. Die Zahl der Zuschauer stieg um mehr als 7000 Prozent.

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Wie viel Strom verbraucht Pornhub?

Doch wie viel Strom verbraucht ein Online-Clip? Nathan Ensmenger, Professor an der Indiana University, beschäftigt sich seit Jahren mit den Umweltfolgen von Computern und hat eine von Netflix veröffentlichte Formel auf Pornhub übertragen. Demnach verbraucht jede abgerufene Stunde Streaming-Material 0,0013 Kilowattstunden. Auf die Zahlen von 2016 bezogen hat Pornhub demnach 5,967 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Das entspricht 11.579 60-Watt-Glühbirnen, die ein Jahr lang durchgängig laufen. Das gilt auch nur unter der Annahme, dass Pornhub mindestens genauso effizient arbeitet wie Netflix. Und wie gesagt: Pornhub ist nur eine von vielen Pornoseiten im Netz.

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Der Datenwissenschaftler Jon Kommey betont jedoch, dass zu viele Variablen unbekannt seien, um ein klares Fazit zu ziehen. Die Energie und der Ausstoß für die Produktion und den Transport der DVD, das Marketing und den Verbrauch der Geräte, die zum Abspielen benötigt werden, müssen gegengerechnet werden mit der Elektrizität, die für die Suchanfrage sowie für das Betreiben der Server, des Netzwerks und der Datencenter genutzt wird. Auch dafür gibt es keine konkreten Zahlen. 

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Die Rechnung zahlt jemand anderes

Allein wegen des krassen Anstiegs im Konsum dürfte die Rechnung aber klar zu Ungunsten des Streamings aufgehen. Ensmenger finde es deshalb wichtig, die Aufmerksamkeit für das Thema zu erhöhen. Denn Pornhub verbrauche riesige Mengen Elektrizität, "aber keiner von uns bezahlt die Stromrechnung in irgendeiner Weise, die unser Verhalten beeinflusst", sagt er. Er schiebt aber nicht nur dem Pornobetreiber den Schwarzen Peter zu. Vielmehr sei sei es ein generelles Problem der digitalen Wirtschaft: Viele Kosten seien ausgelagert oder werden versteckt, sodass die Kunden denken, alles sei umsonst.

Doch natürlich habe alles seinen Preis. Produkte wie Server, Bildschirme und Festplatten müssen erst einmal hergestellt werden, das kostet Geld und Energie. Und Webseiten, die ihre Videos kostenlos anbieten, schalten häufig Werbeclips davor (auch stern.de), die dafür benötigten Cookies verbrauchen ebenfalls eine "beträchtliche Menge Energie". So sei das mit den digitalen Dingen, fasst Ensmenger die Situation zusammen. "Es ist leicht, die Kosten an andere Orte, andere Beteiligte zu veräußern. Dadurch werden unsere Annahmen, dass sie deshalb einen geringeren Umwelteinfluss hätten, aber nicht gerechtfertigt." 

cf
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.