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SMS-Ersatzdienst: Whatsapp plant auch für iPhones Abogebühren

Android-User müssen bereits Abogebühren für den Nachrichtendienst Whatsapp zahlen. Demnächst sind auch iPhone-Nutzer an der Reihe. Doch nicht alle sind von der Jahresgebühr betroffen.

Von Christoph Fröhlich

Der beliebte SMS-Ersatzdienst Whatsapp wird künftig auch für iPhone-Nutzer kostenpflichtig. In einem Interview mit dem niederländischen Journalisten Alexander Klopping sagte Whatsapp-Chef Jan Koum, das Unternehmen werde noch in diesem Jahr für Nutzer von iOS-Geräten eine jährliche Nutzungsgebühr einführen. "Wir sind gelassen, was den Zeitplan angeht, aber es wird defintiv dieses Jahr geschehen", sagte Koum in dem Interview, das dem US-Technikblog "Techcrunch" vorliegt.

Bislang mussten Nutzer von Apple-Geräten nur eine einmalige Gebühr von 0,89 Euro zahlen. Die Änderung werde aber nur Neukunden betreffen, sagte Koum. Zunächst sei die App ein Jahr kostenlos nutzbar, dann werde vermutlich eine Jahresgebühr von 0,99 US-Dollar fällig, wie sie auch auf anderen Geräten üblich ist.

Exklusiv für Mobilgeräte

Auf die Frage, warum Whatsapp das Geschäftsmodell plötzlich ändert, hielt sich der Unternehmenschef bedeckt. "Wir wollen die Dinge einfach halten", erklärte er. Whatsapp ist eine der erfolgreichsten Apps für Smartphones. Mit dem Tool können nicht nur kostenlos Nachrichten, sondern auch Bilder, Songs und Videos verschickt werden. Der Dienst funktioniert zudem auch auf Android-Geräten, Blackberrys und Smartphones mit Windows-Phone- und Nokia-Betriebssystemen. Mehr als 17 Milliarden Nachrichten werden täglich verschickt, der Dienst ist auf mehr als 100 Millionen Android-Systemen installiert. Allerdings wird das Tool wegen Sicherheitslücken immer wieder kritisiert.

Eine Desktop-Version des Nachrichtentools gibt es bislang nicht und werde es auch in Zukunft nicht geben, erklärte Koum. "Wir bekommen diese Frage oft gestellt", sagte er in dem Interview. "Wir glauben, dass die Welt mobiler wird und wollen deshalb exklusiv auf Mobilgeräten bleiben." Das Telefon habe man überall dabei, der Desktop werde zur Nebensache, ist Koum überzeugt. Auch der von vielen Usern gewünschten Funktion zur Übertragung von Live-Streams erteilte er eine Absage.

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