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So funktioniert Ebay: Wie ich Käufer werde

In sechs Schritten zum Käufer bei Ebay.

1: Anmelden (einmalig)

Wer sich bei Ebay angemeldet hat, kann unter demselben Namen kaufen und verkaufen. Eine neue Registrierung ist nicht notwendig. Ein gutes Passwort zu wählen, ist dabei absolut notwendig: Wer es knackt, kann in fremdem Namen Gebote abgeben! Deshalb empfiehlt es sich, ein möglichst kompliziertes Passwort zu wählen und es häufig zu wechseln. Am besten ist eine Kombination aus Ziffern und Buchstaben (z. B. "ab35fg2a"). Vorsicht ist auch geboten, wenn man sich nicht am eigenen Rechner bei Ebay einloggt. Manche PCs, zum Beispiel im Internet-Café, speichern Passwörter unbemerkt ab - und machen sie nachfolgenden Benutzern zugänglich. Wichtig: mit dem "Ausloggen"-Knopf abmelden.

2: Artikel suchen

Es gibt zwei Arten, Artikel bei Ebay zu finden: entweder über das "Suchen"-Feld, das sich oben links auf der Startseite befindet, oder durch einen Einkaufsbummel im Katalog. Mit Hilfe der "Powersuche" lässt sich gezielter recherchieren, zum Beispiel nur Auktionen, die bald enden, die einen bestimmten Preis nicht überschreiten, oder nach dem Wohnort des Verkäufers. Manchmal funktioniert der Rechtschreibfehler-Trick: Wer eine CD von Lenny Kravitz sucht, sollte als Begriff mal "Lenni Kravitz" probieren. Manchmal verschreiben sich die Verkäufer - wer so einen Artikel trotzdem entdeckt, hat ihn dann oft exklusiv und bekommt ihn billiger.

3: Informieren

Bevor man sein Gebot abgibt, sollte man sich schlau machen: Wie viel hat der Artikel bei vergangenen Auktionen gebracht? Was würde er im Kaufhaus kosten? Wer verkauft? Ein Powerseller? Ein Privatmensch? Wie sind die Bewertungen des Verkäufers ausgefallen? Hat er eine eigene Homepage? Was sagt die Produktbeschreibung über den Zustand des Artikels aus? Fehlt etwas? Ganz wichtig ist die Höhe der Versandkosten, die oft übertrieben sind. Ebay macht es leicht, dem Verkäufer Fragen zu stellen - antwortet er nicht oder nur ausweichend, sollte man auf der Hut sein.

4: Gebot abgeben

Es gibt zwei Möglichkeiten, bei Ebay zu kaufen: Durch "Sofort Kaufen" zahlt man einen vom Verkäufer festgesetzten Preis. Oder man ersteigert das Produkt, indem man die anderen Bieter übertrifft. Dann muss man festlegen, wie viel Geld einem das Produkt wert ist, und trägt diesen Höchstbetrag in das "Bieten"-Feld ein. Ebay ist so eingestellt, dass nicht gleich die ganze Summe geboten wird, sondern nur so viel, dass es für das Höchstgebot reicht. Grundsätzlich gilt: Spät bieten ist besser - frühe Gebote treiben den Preis nur hoch. "Krumme" Cent-Beträge sind besser: So kann man mit einem 10,01-Euro-Gebot das 10,00-Euro-Gebot des Konkurrenten überbieten, ohne gleich 11 Euro bieten zu müssen. Außerdem: Immer nur bei einer Auktion pro Artikel mitbieten - sonst besteht die Gefahr, das gleiche Produkt zweimal zu ersteigern.

5: Kauf abschließen

Wenn Sie einen Artikel ersteigert haben, setzen Sie sich mit dem Verkäufer in Verbindung. Es spart Porto, mehrere Artikel vom selben Verkäufer zu kaufen. Bei höheren Kaufsummen empfiehlt sich das Ebay-Angebot Safetrade. Das kostet zwar Geld, stellt aber sicher, dass das Geld erst den Besitzer wechselt, wenn das gekaufte Produkt angekommen ist.

6: Verkäufer bewerten

Für Verkäufer sind Bewertungen lebenswichtig. Wer als Käufer mal eine schlechte Erfahrung macht, sollte es sich deshalb genau überlegen, ob er eine negative Bewertung abgibt. War es wirklich der Verkäufer, der für die Panne verantwortlich war? Ein kurzer E-Mail-Wechsel könnte Klarheit schaffen. Übrigens: Schon die Drohung, eine schlechte Bewertung abzugeben, hat so manchen Verkäufer freundlicher auftreten lassen.

Ulf Schönert / print
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