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Spock.com: Suchmaschine schnüffelt Menschen aus

Eine Suchmaschine, die soziale Netzwerke durchstöbert und mit der sich gezielt nach Menschen suchen lässt: Was für Datenschützer der blanke Horror ist, soll noch im August Realität werden. Dann geht die weltweit erste "Leute-Suchmaschine" an den Start.

Von Björn Maatz

Rund 6,6 Milliarden Menschen teilen sich den Planeten. Prognosen der Uno zufolge werden es im Jahr 2025 bereits 8 Milliarden sein, 2050 sogar 9,2 Milliarden. Der Aufwand, neue berufliche oder private Kontakte zu finden, wird da eher größer. Das kalifornische Start-up Spock.com versucht nun, das Beste aus zwei Welten zu verbinden, nämlich Suchmaschinen wie Google mit sozialen Netzwerken wie Xing, Myspace und Facebook. Genau diese Homepages will Spock.com nämlich durchforsten, um Menschen im Netz ausfindig und damit Informationen über sie zugänglich zu machen.

Zur Anschubfinanzierung haben die Risikokapitalgeber Clearstone Venture Partners und Opus Capital Ventures 8 Mio. $ in das Projekt gesteckt. Clearstone Venture Partners hatte zuvor bereits erfolgreich in den Onlinebezahldienst Paypal investiert, der später von Ebay gekauft wurde.

Bislang hat die Suchmaschine, die bislang nur als Beta-Version im Netz existiert, nach eigenen Angaben 100 Millionen Menschen registriert. Täglich kämen weitere Millionen hinzu. Noch im August will die kostenlose und werbefinanzierte Seite den Betrieb aufnehmen. Wer nicht exakt nach einem Namen oder einer E-Mail-Adresse suchen kann, dem stehen weitere Suchoptionen zur Verfügung: So kann man sich bei der Suche für ein Geschlecht entscheiden, das Alter oder den Ort eingrenzen sowie Schlagwörter angeben.

Von Naomi Campbell bis Klaus Kleinfeld

Es sollen "Ergebnisse rund um Menschen" präsentiert werden, sagt Mitbegründer Jay Bhatti, der Spock.com 2006 zusammen mit Jaideep Singh ins Leben gerufen hat. Unternehmen sollen so gezielt nach potenziellen Angestellten suchen können oder Selbstständige nach Auftraggebern.

Auf der Startseite sind jeweils die Top Ten der Rubriken Leute, Nachrichten und Suchbegriffe aufgelistet. So finden sich unter "Leute" etwa Großbritanniens Premierminister Gordon Brown, Model Naomi Campbell und sogar Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Zu den Topplatzierten unter "Nachrichten" zählen Sängerin Mariah Carey, die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Barack Obama sowie Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Die populärsten Suchbegriffe sind derzeit "Terrorist", "exekutiert durch den elektrischen Stuhl" und "Neurobiologe".

Die User haben Einfluss

Die in den Profilen angezeigten Informationen hängen zum Teil vom Votum der User ab, die direkt mit "Ja" oder "Nein" entscheiden können, ob die Infos korrekt und relevant sind oder nicht. Zudem können die Nutzer sehen, wer votiert hat und wie viele Ja- und Nein-Stimmen abgegeben wurden. Je mehr positive User-Rückmeldungen es gibt, desto prominenter werden die Ergebnisse bei einem Suchaufruf platziert. Laut Homepage hat die Community also einen entscheidenden Einfluss darauf, ob der Suchbegriff "betrunkener Fahrer" derzeit mehr Relevanz für US-Präsident George W. Bush oder Schauspielerin Lindsay Lohan hat. Nach dem gleichen Prinzip können auch Fotos auf- oder abgewertet werden.

Bedenken von Datenschützern will Spock.com von Anfang an zerstreuen: Wer sich auf der Homepage wiederfinde, könne jederzeit die Löschung seines Profils verlangen. Auch könnten User das junge Unternehmen mit der Ermittlung beauftragen, woher die persönlichen Daten stammen. Das deutsche Netzwerk Xing jedenfalls sieht keine Probleme: "Spock.com greift auf Informationen zu, die im Internet frei verfügbar sind - insofern wird sich für unsere Mitglieder nichts ändern", sagte Xing-Chef Lars Hinrichs FTD Online. Die Nutzer könnten schließlich selbst entscheiden, welche Informationen sie freigeben.

Sensibler Bereich

Allerdings ist ein optionaler Bereich auf Spock.com besonders sensibel: Wer sein eigenes Adressbuch hochladen und seine Kontakte als Favoriten kennzeichnen möchte, muss auf der Homepage seine E-Mail-Adressen und Passwörter für Yahoo, AOL oder Gmail angeben. Das Spock-Team loggt sich daraufhin mit den Zugangsdaten des jeweiligen Users ein, um dessen Kontakte zu scannen. Das Unternehmen verspricht, weder Spam-Mails zu verschicken noch Kontakte anzuschreiben beziehungsweise die E-Mail-Adressen anzuzeigen, zu verkaufen oder auf einem anderen Wege in fremde Hände zu geben.

Dennoch hinterlässt der Zugang zum eigenen E-Mail-Postfach einen faden Beigeschmack. Die Macher von Spock geben unumwunden zu, dass sie auf Wunsch nur Profile löschen, wenn sie auch woanders, etwa in sozialen Netzwerken wie Xing, nicht mehr öffentlich zugänglich sind. Denn wenn die Daten in der Ursprungsquelle nicht gelöscht sind, können sie auf Spock.com jederzeit wieder auftauchen.

Datenschützer sind entsetzt

"Wer Passwörter und E-Mail-Adressen hergibt, handelt naiv", sagte ein Sprecher des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Die Datenschützer seien täglich damit beschäftigt, Menschen zu sensibilisieren, vorsichtig mit ihren Daten umzugehen. "Da muss man sich nicht wundern, wenn eine amerikanische Suchmaschine die Daten abgrast und an anderer Stelle weiterverarbeitet", sagte der Sprecher weiter.

Zurzeit sind die Start-up-Gründer auf Mitarbeitersuche: Zehn verschiedene Berufsprofile sind auf der Homepage ausgeschrieben, darunter Programmierer, Marketingspezialisten und Mitarbeiter für den Kundenservice. Laut Blogeintrag auf der eigenen Homepage soll sogar ein Vermittlungsbonus von 2500 US-Dollars gezahlt werden. Die Arbeit im Silicon Valley könnte sich lohnen: Das Unternehmen verspricht jedem Mitarbeiter einen neuen Mac und "gigantische Flachbildschirme". Und wem das noch nicht reicht: Es gibt auch freies Mittagessen und "Tonnen von Snacks".

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.