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Stiftung Warentest: Miserable Noten für E-Mail-Dienste

Sie erkennen Viren nicht, übertragen Daten zu langsam und haben teilweise abstruse Geschäftsbedingungen - das ist das Ergebnis eines Tests, bei dem die Stiftung Warentest die großen E-Mail-Dienste unter die Lupe genommen hat. Erstaunlich: Das beste Ergebnis erzielte ein kostenloses Angebot.

Von Björn Erichsen

Ist ein Produkt nur deswegen besser, weil es Geld kostet? Und muss "günstig" oder gar "kostenlos" zwangsläufig schlecht sein? Ganz und gar nicht, zumindest wenn man sich die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest anschaut. Die Prüfer haben acht kostenpflichtige und elf kostenlose E-Mail-Dienste unter die Lupe genommen und kommen zu einem überraschenden Ergebnis: In Sachen elektronischer Post spricht vieles für die Gratisangebote. Ein weiteres, ernüchterndes Resultat: Nicht einer der getesteten Dienste erreichte die Note "gut".

Für den Test hatte die Stiftung Warentest bei jedem der ausgewählten Anbieter im Zeitraum zwischen Februar und Mai 2009 je drei Testpostfächer eingerichtet, bewertet wurde dann entlang der Kriterien "Transparenz", "Schutz" und "Handhabung". Bei letzterem wollten die Tester unter anderem wissen, wie einfach sich das Postfach einrichten oder wieder abmelden ließ oder bis zu welcher Größe sich Dateianhänge versenden und empfangen lassen. In der Kategorie "Transparenz" ging es vor allem um Vertragsmodalitäten, bei "Schutz" insbesondere um den Umgang mit Nutzerdaten, Beeinträchtigung durch Werbung und Virenschutz.

Gesamtnote: mangelhaft

Der Test förderte ein eindeutiges Schlusslicht zutage: Sowohl bei den kostenlosen als auch bei den kostenpflichtigen Anbietern landete der E-Mail-Dienst 1email.eu auf dem letzten Platz. "Viele Probleme, schlechte Leistung, als Kuriosum die Support-Adresse bei Web.de sowie Vorkasse eines Jahresbeitrages bei der Bezahlvariante", fassen die Tester der Stiftung Warentest das Ergebnis des kleinen Anbieters zusammen. Gesamtnote: mangelhaft.

Doch auch die großen Anbieter konnten bei dem Test nicht überzeugen: GMX, Arcor und Yahoo kamen über die Gesamtnote "befriedigend" nicht hinaus, bei T-Online, Web.de und Hotmail langte es gerade einmal für ein "ausreichend". Konkret bemängelten die Tester etwa die langsame Datenübertragung bei AOL und Hotmail, aber auch, dass bei einem etablierten Anbieter wie Web.de lediglich Dateianhänge von bis zu vier Megabyte verschickt werden können - selbst wenn es sich dabei "nur" um die kostenlose Variante des Dienstes handelt.

T-Online mit Problemen beim Virenschutz

Im Prinzip sollte ein effektiver Virenschutz gerade für große Anbieter von E-Mail-Diensten eine sichere Sache sein. Ist er aber nicht. Denn ausgerechnet T-Online eMail unterlief in diesem Punkt eine peinliche Panne: Über mehrere Wochen blieben zwei Virenmails unentdeckt, die - außer von 1email.eu - von allen anderen, getesteten Anbietern problemlos aufgespürt worden waren. Der Fauxpas führte zu einer deutlichen Abwertung und einem gerade einmal "ausreichenden" Gesamtergebnis.

Ebenfalls abgewertet wurden Ergebnisse bei "deutlichen Mängeln" hinsichtlich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Hier taten sich vor allem die amerikanischen Anbieter hervor, deren Vorgaben die Tester der Stiftung Warentest von "erheiternd" bis "dreist" einstuften. So untersagt Hotmail etwa seinen Nutzern per AGB ohne weitere Erläuterung "Engstirnigkeit" und behält sich außerdem vor, seinen E-Mail-Dienst "aus beliebigen Gründen" zu ändern oder Funktionen abzuschalten. Yahoo dagegen untersagt den Versand von Inhalten, "… die nach Einschätzung von Yahoo … in sonstiger Weise zu beanstanden sind." Und auch T-Online verbietet per Geschäftsbedingung Inhalte, die "das Ansehen der Deutschen Telekom schädigen können."

Als Testsieger ging mit Google Mail ein kostenfreies Angebot hervor, das eine Gesamtnote von 2,7 und damit ein "befriedigend" erreichte. Sowohl Handhabung als auch Schutz wurden von den Testern mit "gut" bewertet, lediglich bei der Transparenz reichte es nur für ein "ausreichend", so dass das Gesamtergebnis abfiel. "Unbehagen" bereitete den Testern vor allem, dass der Suchmaschinenriese eingehende Mails scannt und nach werberelevanten Inhalten filtert.

Eine ausführliche Übersicht über die 18 getesteten E-Mail-Dienste finden Sie

auf der Website der Stiftung Warentest

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.