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Netz-Spott zu Ramelows Wahl: Orks erobern Erfurt

Twitter macht sich lustig: Unter dem neuen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow könnte Thüringen zum finsteren Reich ohne Bananen werden.

Von Robert Bachofer

Zwei hohe Tiere: Attila (l.) und Bodo Ramelow (r.) waren bei Twitter Spott ausgesetzt

Zwei hohe Tiere: Attila (l.) und Bodo Ramelow (r.) waren bei Twitter Spott ausgesetzt

Thüringen mal ganz wichtig. Das Land, über das der Kabarettist Rainald Grebe singt "denn es kennt ja keiner außerhalb von Thüringen", steht im Mittelpunkt der sozialen Medien. Und mit ihm sein neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow. Für den Politiker der Linken, der im zweiten Wahlgang ins Amt gehoben wurde, gab es auf Twitter sanften Spott.

Wie sich Rot-Rot-Grün in Thüringen schlagen wird, ist noch ungewiss. Twitter-Nutzer glauben, dass es nun mit dem Bundesland bergab gehen wird, und erklärten Bodo Ramelow zum dunklen Herrscher von Mordor.

Attila, Ramelows Bestie

Das frisch gebackene Landesoberhaupt verfügt tatsächlich über ein gar furchteinflößendes Untier: Ramelows Schoßterrier - von der Bild als "Attila, der Hundekönig" bezeichnet - hat inzwischen seinen eigenen Fan-Kreis.

Alles Banane

Unwahrscheinlich, dass Thüringen in Zukunft von Orks bevölkert wird, nur weil Rot-Rot-Grün regiert. Davor muss die CDU keine Angst haben. Bodo Ramelow hatte schon in seiner Antrittsrede betont, es sei ihm an einer "vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Opposition gelegen". Die hielt sich auf Twitter trotzdem bedeckt, einzig die CSU bezeichnete die neue Landesregierung als eine "Beleidigung" für die Menschen, die vor 25 Jahren gegen die DDR auf die Straßen gegangen waren.

Die Zwitscherer waren mutiger und witzelten über den Zusammenhang zwischen Sozialismus und Bananenmangel.

Eigentlich hat Bodo Ramelow Glück gehabt: Die Twitter-Attacken gegen ihn fallen eher harmlos aus. Kein Shit-Storm, keine groben Beleidigungen. Es bleibt bei sanftem Spott - alles Banane eben.

Robert Bachofer
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