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US-Wahlkampf im Internet: I've got a question, Mr. Obama!

Wer Kontakt zu Angela Merkel sucht, klickt auf "direktzurkanzlerin.de". Eine Berliner Firma erprobte mit der Seite erfolgreich die Kommunikation mit den Mächtigen. Nun wagte sie den Sprung über den großen Teich und mischt im US-Vorwahlkampf mit.

Von Thomas Matsche

Die S-Bahn-Haltestelle der Freien Universität Berlin lautet Dahlem-Dorf. Klingt nicht gerade nach großer, weiter Welt. Doch spätestens wenn man in das Ideengeflecht des Deutsch-Inders Caveh Valipour Zonooz und seiner Mitarbeiter vorgedrungen ist, ist alles vermeintlich Dörfliche verflogen. Hier im Dachgeschoß der Universität, im Existenzgründerzentrum, arbeiten die Kommunikationsprofis und IT-Fachleute auf engstem Raum, aber ganz global. Bis vor kurzem haben sie noch selber die Holzbänke an der Uni gedrückt. Jetzt sind sie mit ihrer Firma "Direktzu" auf Expansionskurs. Vor einem Jahr von Caveh Valipour Zonooz und Alexander Puschkin gegründet, ist das Unternehmen nun auf zwanzig Mitarbeiter angewachsen.

Aus der Not heraus geboren

Als Angela Merkel Ende 2006 über ihren Kanzler-Podcast verkündete, dass die Deutschen zwar Weltmeister im Patentieren seien, die Produkte allerdings von Ausländern vermarktet würden, wollte es Zonooz nicht glauben. "Als ich das hörte, wollte ich in den Monitor springen. Wir hatten eine tolle Idee, aber es gab keine guten Fördermöglichkeiten in Deutschland." Eine E-Mail, die Zonooz ans Kanzleramt geschrieben hatte, kam mit einer Standardantwort zurück. In diesem Moment reifte der Gedanke, dass man einen Rückkanal zur Kanzlerin bräuchte. Einen Art Antwortknopf, der es den Menschen ermöglicht, ihrem Problem Gehör zu verschaffen.

Mit Geldern der EU und der Freien Universität wurde das Portal "Direktzurkanzlerin.de" aus der Taufe gehoben. Mittels Video- oder Textbotschaften können die Internet-User ihre Fragen an die Kanzlerin richten. Andere Besucher schließen sich an, ergänzen Aspekte oder votieren einfach nur. Diese demokratische Filterung von Themen begeisterte irgendwann auch das Bundeskanzleramt. Seitdem nimmt die Kanzlerin regelmäßig Stellung zu den wichtigsten Problemen der Menschen. Die Not war zur Tugend geworden und "DirektzurKanzlerin.de" der Hit der kleinen Firma. Zehn Millionen User und 30 Millionen Klicks verzeichnete die Seite im vergangenen Jahr.

Expansion über den großen Teich

Der Erfolg sprach sich auch bis in die USA herum. Eines Tages erreichte Zonooz die E-Mail eines amerikanischen Studenten, ob man die Software nicht auch für den amerikanischen Wahlkampf einsetzen wolle. "Komischerweise war in den USA noch keiner auf die Idee gekommen, Anfragen an Politiker im Internet zu bündeln", erinnert sich Zonooz.

Dann ging alles sehr schnell. Zonooz und seine Kollegen wurden in die USA eingeladen. An der Partneruniversität der FU in der Hauptstadt Washington, D.C., sprachen sie vor 200 Studenten, von denen sich auf Anhieb 30 bereiterklärten, die Software in den USA zu betreuen. Innerhalb eines Tages erhielt Zonooz einen Termin beim Bürgermeister von Washington, der sich einfach für das Innovative der Idee begeisterte. "Da herrscht eine unglaubliche Offenheit und Bereitschaft für alles Neue. Das vermisse ich in Deutschland."

Nach nur drei Wochen wurden in fünf Städten der USA - darunter New York, Los Angeles und Las Vegas - Büros für die Betreuung der Seite "straight2thecandidates.com" eingerichtet. Die amerikanischen Wähler können auf dem Portal, ähnlich wie in Deutschland, ihre Fragen in gebündelter Form an die Präsidentschaftskandidaten richten. "Thema Nummer eins ist der Irakkrieg", sagt Zonooz. "Die Leute haben den außenpolitischen Status Quo satt." Der Erfolg stellte sich schnell ein, 500.000 Klicks hatte die Seite innerhalb von fünf Monaten.

Mr. Obama wants you!

Nach den Vorwahlen in Iowa Anfang Januar kam dann der Anruf von ziemlich weit oben. Der Wahlkampfmanager des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama war am Telefon. Er habe von dem Projekt gehört und fände, dass es sehr gut in die Obama-Kampagne passen würde. Kommunizieren über das Internet, das sei etwas, was besonders junge Wähler täten, und bei denen habe Obama sehr viele Anhänger. Im März werden Zonooz und sein Team deshalb zu Gesprächen in die USA reisen.

Die kleine Firma wird in diesem Jahr kräftig wachsen. Mindestens zehn bis 20 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen. Dafür müssen neue Märkte erschlossen werden. "Die Technik kann auch bei Unternehmen in der internen und externen Kommunikation eingesetzt werden. Daran arbeiten wir sehr stark." Aber das Politische wird sie auch in den kommenden Monaten nicht loslassen. Es liegen dazu bereits Anfragen aus Südamerika und Italien vor.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.