Der Irankrieg tobt weiter, ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. Einige Touristen warten noch auf einen Rückflug nach Deutschland. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück.
- Irans getöteter Oberster Führer Ali Chamenei sollte eigentlich Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Trump kündigt harten Angriff für heute an
- Irans Präsident entschuldigt sich bei angegriffenen Nachbarländern, stellt aber Bedingungen
- Am Flughafen in Dubai gibt es eine Explosion, Betrieb läuft teils wieder
- Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigt weitere massive Angriffe auf den Iran an
- Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen
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Rune Weichert
US-Präsident Donald Trump nimmt an der Überführung der sechs im Irankrieg gestorbenen US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware, wo er auf die Familien der Gefallenen treffen soll.
Trump bezeichnet die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als „großartige Helden“. Er verspricht in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein „Minimum“ begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.
Trump bezeichnet die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als „großartige Helden“. Er verspricht in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein „Minimum“ begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.
US-Soldaten tragen eine mit einer US-Flagge bedeckte Transportkiste mit den sterblichen Überresten eines US-Soldaten, der bei einem iranischen Drohnenangriff auf eine Kommandozentrale in Kuwait getötet wurde. Mark Schiefelbein/AP/DPA
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump nehmen an der Totenehrung für die im Irankrieg gegfallenen Soldaten teil. Mark Schiefelbein/AP/DPA
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Rune Weichert
Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen
Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagt, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden. Nach Angaben des iranischen Staatssenders Irib bestätigen die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt. In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen sind. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.
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Rune Weichert
In Jerusalem sind erneut Explosionen zu hören gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten von rund einem dutzend Detonationen. Die israelische Armee hatte zuvor iranische Raketenangriffe auf Israel gemeldet. Im Zentrum des Landes und im besetzten Westjordanland wurde Luftalarm ausgelöst. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.
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Rune Weichert
Netanjahu: Setzen Angriffe auf den Iran „mit all unserer Kraft“ fort
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigt weitere massive Angriffe auf den Iran an. Die israelische Armee werde den Krieg „mit all unserer Kraft“ fortsetzen, sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache. „Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen.“
Netanjahu sagt, dank der Angriffe durch israelische und US-Kampfjets „haben wir nahezu die vollständige Kontrolle über den Luftraum über Teheran erlangt“. Nach Angaben von Armeesprecher Effie Defrin führt das israelische Militär seit Kriegsbeginn rund 3400 Angriffe auf den Iran aus. Am Abend kündigt die Armee eine neue „Welle von Angriffen“ auf Teheran an.
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Rune Weichert
Über der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Agabend nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Raketen abgefangen worden. "Vier Raketen wurden in Richtung der Botschaft abgefeuert", sagt ein Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AFP. Drei von ihnen seien abgefangen worden. Die vierte Rakete sei auf dem Luftwaffenstützpunkt der Botschaft eingeschlagen. Der Raketenangriff wird von zwei weiteren Sicherheitsbeamten bestätigt, wobei einer von ihnen angibt, dass alle vier Raketen von der Luftabwehr abgeschossen worden seien.
Auch in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, hörte ein AFP-Journalist eine Drohne und dann mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
Auch in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, hörte ein AFP-Journalist eine Drohne und dann mindestens drei laute Detonationen. In der Stadt befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex.
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Rune Weichert
Teheran ist am Abend erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichten ebenfalls von Explosionen, außerdem war die Luftabwehr im Einsatz. Israel und die USA hatten zuletzt ihre Luftangriffe auf den Iran verstärkt.
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Rune Weichert
Ein Mann ist in Dubai nach Behördenangaben durch Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses getötet worden. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug gefallen, dabei sei der Fahrer ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit. Der Mann stammte den Angaben zufolge aus einem asiatischen Land.
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Fabian Huber

Ein paar Dutzend Linke demonstrierten heute Abend auf dem Habima-Platz in Tel Aviv gegen Israels Krieg im Iran. Der Protest hielt nicht lange an. Eine Handvoll rechter Störer provozierte, es kam zu Schubsereien, die Polizei löste die Versammlung nach gut 20 Minuten gewaltsam auf und berief sich auf ein Versammlungsverbot, das gerade inkraft ist. Offiziell sind Treffen von über 50 Menschen aktuell verboten. Es wirkt wie ein Vorwand: Am Nachmittag saßen auf dem Habima-Platz noch hunderte Tel Aviver beisammen und genossen die Sonne.
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Rune Weichert
Neue Angriffe in Emiraten und Saudi-Arabien
Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an. In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren „Zwischenfall” gegeben, teilt das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt. Opfer habe es nicht gegeben. Im Internet kursieren Videos, die zeigen, wie Rauch an einem Wolkenkratzer aufsteigt. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt. Die Behörden teilen nicht mit, welches Gebäude betroffen war.
Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilt mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben.
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Rune Weichert
Der Iran will einem Bericht zufolge in Kürze einen Nachfolger für den bei US-israelischen Luftangriffen getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei benennen. Die Sitzung des für die Wahl zuständigen Expertenrats werde "mit göttlicher Hilfe innerhalb der nächsten 24 Stunden stattfinden", sagt eines der 88 Mitglieder des Gremiums, Hossein Mosafari, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Der Expertenrat besteht aus 88 Juristen, die alle acht Jahre gewählt werden. Bis zu Wahl eines neuen obersten Führers amtiert ein Übergangs-Führungsgremium, dem Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und Ayatollah Aliresa Arafi, ein Mitglied des Expertenrats, angehören.
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Rune Weichert
Bei ihren Angriffen auf den Teheraner Flughafen Mehrabad hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Flugzeuge einer Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden zerstört. In der Nacht habe die israelische Luftwaffe "eine massive Angriffswelle in Teheran und auf militärische Infrastruktur auf dem Flughafen Mehrabad ausgeführt", teilt die israelische Armee mit. Bei den Angriffen seien "16 Flugzeuge der Kuds-Brigaden der Revolutionsgarden zielgenau zerstört" worden. Die Al-Kuds-Brigaden sind für die Auslandseinsätze der Revolutionsgarden zuständig.
Zudem seien mehrere iranische Kampfjets angegriffen worden, die eine Bedrohung für die israelische Luftwaffe bei ihren Einsätzen im iranischen Luftraum dargestellt hätten, erklärt die israelische Armee weiter. Sie hatte am Morgen mitgeteilt, dass mehr als 80 Kampfjets iranische Militäranlagen, Raketenabschussrampen und andere Ziele in Teheran und im Landesinneren attackiert hätten.
Zudem seien mehrere iranische Kampfjets angegriffen worden, die eine Bedrohung für die israelische Luftwaffe bei ihren Einsätzen im iranischen Luftraum dargestellt hätten, erklärt die israelische Armee weiter. Sie hatte am Morgen mitgeteilt, dass mehr als 80 Kampfjets iranische Militäranlagen, Raketenabschussrampen und andere Ziele in Teheran und im Landesinneren attackiert hätten.
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Rune Weichert
Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Zayed Al Nahyan, betont in seiner ersten Rede seit Beginn des Nahost-Kriegs die Widerstandsfähigkeit seines Landes. „Die VAE haben eine dicke Haut und bitteres Fleisch – wir sind keine leichte Beute“, sagt das Staatsoberhaupt in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Emirate würden ihre Pflicht erfüllen und alle Einwohner schützen, fügt er bei einem Besuch von Verletzten hinzu.
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Rune Weichert
Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei stellt klar, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen. „Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zu Verfügung steht“, sagt der Hardliner, der der iranischen Übergangsführung angehört.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte am Morgen mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, der Iran werde seine Angriffe auf andere Staaten in der Region einschränken. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian, der ebenfalls der iranischen Übergangsführung angehört, für die iranischen Angriffe. In der Folge meldeten aber mehrere Golfstaaten neue Angriffe mit Raketen und Drohnen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte am Morgen mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, der Iran werde seine Angriffe auf andere Staaten in der Region einschränken. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian, der ebenfalls der iranischen Übergangsführung angehört, für die iranischen Angriffe. In der Folge meldeten aber mehrere Golfstaaten neue Angriffe mit Raketen und Drohnen.
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Rune Weichert
Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen. Das britische Verteidigungsministerium erklärt, die USA würden die Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" nutzen, um den Iran daran zu hindern, "Raketen in die Region abzufeuern". Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt habe.
US-Präsident Donald Trump warf Starmer vor, die Erlaubnis habe "viel zu lange gedauert", er sei deswegen "sehr enttäuscht". Bei den britischen Luftwaffenstützpunkten geht es um Fairford in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire und um einen gemeinsam genutzten Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia, Teil der Chagos-Inseln im Indischen Ozean.
US-Präsident Donald Trump warf Starmer vor, die Erlaubnis habe "viel zu lange gedauert", er sei deswegen "sehr enttäuscht". Bei den britischen Luftwaffenstützpunkten geht es um Fairford in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire und um einen gemeinsam genutzten Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia, Teil der Chagos-Inseln im Indischen Ozean.
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DPA · AFP · Reuters
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