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Windows 10 Microsoft killt den Internet Explorer


Der Ruf ist ruiniert, mit Windows 10 legt Microsoft den Internet Explorer nun endgültig in die Mottenkiste: Der Nachfolger steht schon in den Startlöchern, er soll deutlich flinker und schneller sein.

Mit dem kommenden Betriebssystem Windows 10 wagt Microsoft einen radikalen Neuanfang. Mit der Sprachsteuerung Cortana will der Konzern die Bedienung am Desktop-PC grundlegend vereinfachen, zudem soll eine einheitliche Oberfläche alle Systeme - egal ob Smartphone, Tablet oder Xbox - miteinander verbinden. Um das gefloppte Windows 8 endgültig hinter sich zu lassen, ist Microsoft offenbar auch bereit, alte Zöpfe abzuschneiden: Wie das US-Portal "The Verge" berichtet, soll die Marke Internet Explorer beerdigt werden. Nach 20 Jahren findet der Traditions-Browser nun sein unrühmliches Ende.

Bereits bekannt ist, dass Microsoft für das nächste Betriebssystem Windows 10 an einem neuen Browser mit dem Codenamen Project Spartan arbeitet. Er soll der neue Standard-Browser werden, nur einen finalen Namen gibt es noch nicht, wie Marketing-Chef Chris Capossela gegenüber "The Verge" einräumt.

Mit der Abkehr vom Internet Explorer will Microsoft den schlechten Ruf des Browsers hinter sich lassen und einen Schlussstrich ziehen. Kein Wunder, die Konkurrenz war längst am einstigen Platzhirsch vorbeigezogen, mit zahlreichen Sicherheitslücken stand der Internet Explorer immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Nur in Unternehmen werde die Marke aus Kompatibilitätsgründen vereinzelt weiterhin zum Einsatz kommen, schreibt "The Verge".

Spartan ist schlanker und aufgeräumter

Viele Fakten zum neuen Spartan-Browser sind bereits bekannt. "Es ist ein neuer Browser für das moderne Internet", sagte Microsoft-Manager Joe Belfiore beim Windows-10-Event Ende Januar. Der Browser punktet mit einer sehr aufgeräumten, schlanken Oberfläche und erscheint sowohl für PCs als auch Smartphones.

Spartan bietet nicht nur einen neuen Look, sondern auch spannende Features - so kann man nun handgeschriebene Notizen wie in einem Web-Dokument direkt im Browserfenster erstellen. Zudem stecken unter der Haube zahlreiche Social-Media-Funktionen, man kann beispielsweise Screenshots direkt aus dem Browser teilen.

Ebenfalls neu ist die Leseliste, in die Webseiten mit einem Mausklick eingefügt und offline gelesen werden können. Praktisch: Die Leseliste wird zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert. Markiert man einen interessanten Text auf dem PC, kann man den Artikel später im Bus auf dem Smartphone lesen. Der Sprachassistent Cortana ist ebenfalls in Spartan integriert.

Christoph Fröhlich

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