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Stifung Warentest prüft Funklautsprecher: Nichts für Strippenzieher

Die CD-Anlage hat ausgedient, Musik hört man mittlerweile bequem über Funklautsprecher. Doch welche Modelle sind empfehlenswert? Die Stiftung Warentest stellt die besten Wlan-Boxen vor.

Der deutsche Hersteller Teufel landete gleich zwei Mal im Test von Stiftung Warentest auf dem Siegertreppchen

Der deutsche Hersteller Teufel landete gleich zwei Mal im Test von Stiftung Warentest auf dem Siegertreppchen

Einen CD-Player, ein Kassettendeck, einen schuhkartongroßen Verstärker - all das braucht man heutzutage nicht mehr zum Musikhören. Heute tönt Musik aus Funklautsprechern: Sie sind aufs Wesentliche reduziert, klingen gut und sehen meist auch noch schick aus. Ein einheitlicher Name für diese Art Musikabspieler hat sich noch nicht durchgesetzt. Mal heißen sie Wlan-Boxen, mal Netzwerk-Lautsprecher oder Multiroom-Player - doch allen gemeinsam ist, dass sie digital, vernetzt, online und drahtlos sind.

Fast alle Hifi-Hersteller verkaufen inzwischen solche vernetzten Boxen. Doch welche Modelle sind empfehlenswert? Stiftung Warentest hat 14 verschiedene Boxen zwischen 197 und 655 Euro getestet.

Teufel zwei Mal Top, Sonos scheitert am Treppchen

Testsieger wurde der Teufel Raumfeld Cube (Gesamtnote: 1,7) für 500 Euro. Die Tester loben den sehr guten Ton. Da das Set mit zwei Boxen ausgeliefert wird, liefert das Duo Stereo-Ton. Die Boxen selbst sind mit Kabeln verbunden - für den einen oder anderen Nutzer könnte das ein Nachteil sein. Eine Mehrraumnutzung ist möglich.

Auf dem zweiten Platz folgt Sonys SRS-X9 (Note: 1,8). Mit 655 Euro ist es der teuerste Wlan-Lautsprecher im Test-Portfolio. Dafür ist er ein echter Allesschlucker: Er kann Apples AirPlay, Wlan und DLNA verarbeiten, Geräte können via NFC gekoppelt werden. Der Sony-Lautsprecher liefert einen guten Ton. Nur bei der Bluetooth-Übertragung gibt es etwas kratzige Höhen, kritisieren die Tester. Eine Mehrraumnutzung ist leider nicht möglich.

Platz drei geht noch einmal nach Deutschland: Teufels iTeufel Air Blue für 500 Euro (Note: 1,8) bietet relativ wenige Funktionen und ist nur für das Zuspiel von Mobilgeräten (Smartphones und Tablets) geeignet. Der Ton ist gut, eine Mehrraumnutzung ist nicht möglich.

Sonos' Play:5 ist knapp am Siegertreppchen vorbeigeschrammt (Note: 1,9). Es war das lauteste Modell im Test und überzeugte die Tester mit einem guten Ton. Der Play:5 kann mit mehreren Boxen gekoppelt werden und bietet so eine Mehrraumnutzung. Vor allem die App mit der Integration von vielen Musikdiensten begeisterte.

Pure ist das Schlusslicht

Auf dem letzten Platz landete der Jongo T4 von Pure (Note: 2,6; 260 Euro): Laut Warentest hat er nur einen mäßigen Klang. Sowohl die Quellenwahl als auch die Stereokopplung sind unkomfortabel. Ein echtes Multiroom-Feeling ist nicht möglich, da in mehreren Räumen nur ein Signal wiedergegeben wird - die meisten Konkurrenzgeräte können in jedem Raum ein anderes Tonsignal wiedergeben.

Den vollständigen Test finden Sie unter test.de/lautsprecher.

cf