Cebit-Trend Highspeed-Internet in der Hosentasche


Per Handy, PDA oder Notebook ins Internet? Und das mit einer flotten Verbindung? Mit Techniken wie HSDPA/HSUPA oder Wi-max gar kein Problem. Nur die Kosten sollte man gut im Auge behalten.

Was bringt's?

HSDPA, auch Broadband oder Highspeed UMTS genannt, ist ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS, das derzeit eine maximale Downlink-Datenrate von bis zu 3,6 MBit/s bietet. Geplant ist jedoch, die Rate auf 7,2 MBit/s zu steigern. Daher eignet es sich vor allem dafür, Filme oder Videos herunterzuladen. Es ist ein Endgerät nötig - Handy, Notebook oder PDA -, das den Standard unterstützt. Einen schnelleren Uplink soll HSUPA mit 1,45 MBit/s ermöglichen. Bisher waren bei UMTS 64 KBit/s die Regel. Wimax, auch bekannt als der Standard IEEE 802.16, ist eine drahtlose Breitband-Internet- Anbindung, die eine Datenrate von bis zu 108 MBit/s und maximal 50 Kilometer Reichweite zulassen soll. Der Einsatz von Wimax ist jedoch nur in ländlichen Gegenden sinnvoll, in denen der Aufbau eines DSL-Netzes unwirtschaftlich wäre. Ein Vorteil des Funkstandards: Da die Übertragungsraten sehr hoch, die Reaktionszeiten dabei aber sehr kurz sind, eignet sich Wimax sehr gut für Sprachübertragungen wie Telefonieren und Video-Anwendungen. Über einen speziellen Modus lässt sich außerdem eine bestimmte Bandbreite sicherstellen, um zu erreichen, dass die Verbindung während der Übertragung nicht gestört wird.

Wer braucht's?

Wer bisher schon UMTS genutzt hat, kann sich über die höheren Transferraten von HSDPA freuen. Wimax macht dagegen nur in einem Gebiet mit lückenhafter Festnetzabdeckung Sinn - wer bereits in einem DSL-Empfangsgebiet lebt, wird vermutlich nicht in seinen Genuss kommen.

Was kostet's/wann verfügbar?

Bisher bieten T-Mobile, Vodafone und O2 UMTS mit HSDPA-Unterstützung an. UMTS-Karten mit HSDPA fürs Notebook liegen zwischen 100 und 400 Euro. Endgeräte mit HSDPA sind ebenfalls schon erhältlich: So gibt's etwa Mobilrechner von Acer, Dell, Fujitsu-Siemens, HP und Lenovo, die die Vodafone-Lösung unterstützen. Und Samsung zeigt auf der CeBIT 2007 ein Handy mit HSDPA, das für rund 50 Euro plus Vertrag bei O2 erhältlich ist.

Nach der Versteigerung der Wimax-Lizenzen erhielten drei Unternehmen den Zuschlag für die bundesweite Bereitstellung. Derzeit bietet etwa die Firma Deutsche Breitband Dienste (DBD) verschiedene Wimax-Lösungen wie "DSL on air" für monatlich bis zu 22,95 Euro an - jedoch nur in DSL-unberührten Regionen wie Dresden und Heidelberg.

Fazit

Mobiles Internet ist die Zukunft. Schnell und unkompliziert Mails abrufen, surfen oder chatten - mit den neuen Techniken wie HSDPA kein Problem. Allerdings brauchen Sie dazu einen speziellen Tarif. Wimax dagegen wird sich nicht überall durchsetzen - aber die Technik kann Löcher in der DSL-Abdeckung stopfen.

Verena Ottmann/PC Welt

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