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Handysoftware Android: Google läuft iPhone den Rang ab

Google rollt den Handymarkt auf. Erstmals zog die Telefonsoftware Android auf dem wichtigen US-Markt am Konkurrenzprodukt iPhone von Apple vorbei. Doch ob dieser Erfolg von Dauer ist, bleibt abzuwarten.

Von Thomas Wendel und Nikolaus Hammerschmidt

Vor allem dank steigender Verkäufe von Android-Geräten durch den US-Hersteller Motorola konnte sich das lizenzkostenfreie Betriebssystem im ersten Quartal dieses Jahres als Nummer zwei gleich hinter dem Marktführer bei Oberklasse-Handys, dem kanadischen Blackberry-Hersteller RIM, positionieren. 28 Prozent aller von Januar bis März in den Vereinigten Staaten an Privatkunden verkauften sogenannten Smartphones seien mit Android ausgestattet, meldete die US-Marktforschungsfirma NPD Group. RIMs Blackberry-Betriebssystem hält 36 Prozent, Apple landete mit seiner iPhone-Software mit 21 Prozent deutlich abgeschlagen auf dem dritten Rang.

Die Verkaufszahlen belegen, dass Google sich schnell im Markt für hochwertige Handys festgesetzt hat. Der Erfolg von Android gehe vor allem auf die Verkaufserfolge der Motorola-Modelle Droid und Droid Eris zurück, die vom größten US-Netzbetreiber Verizon Wireless als Alternative zum iPhone vermarktet werden, erklärten die Marktforscher der NPD Group.

Doch ob dieser Erfolg von Dauer ist, bleibt abzuwarten. So musste der Suchmaschinenriese für sein erstes unter eigenem Markennamen vertriebenes Handy gleichzeitig eine bittere Niederlage einstecken: Nach enttäuschenden Verkäufen nahm der drittgrößte S-Mobilfunknetzbetreiber Sprint das Nexus One aus dem Programm.

Maßgeschneiderte Betriebssysteme

Eine weitere Hürde, die Google mit seinem Betriebssystem noch nehmen muss, sind die Android-Gerätebauer selbst. Apple und RIM machen vor, wie man mit einem eng auf die Handys abgestimmten eigenen Betriebssystem erfolgreich sein kann. Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller, Samsung aus Südkorea, hat diese Strategie bereits kopiert und führt gerade sein eigenes Smartphone-Betriebssystem Bada ein. Auch der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hat die Wichtigkeit einer eigenen mobilen Softwareplattform erkannt und Ende April den Smartphone-Hersteller Palm.

Ausgerechnet den erfolgreichsten Nutzern von Android, Motorola und dem taiwanesischen HTC-Konzern, werden jetzt ähnliche Ambitionen nachgesagt. So hatte Motorola-Co-Chef Sanjay Jha erst kürzlich bei der Vorlage der Quartalszahlen des Unternehmens betont, dass es langfristig "sehr wichtig" sei, die Kontrolle über ein eigenes Betriebssystem zu bekommen. Wenige Tage später kaufte der US-Konzern Azingo, eine Softwareschmiede, die ein eigenes, auf Linux basierendes Handybetriebssystem entwickelt hat.

Googles zukünftiger Erfolg mit dem Android-Betriebssystem hängt auch von Apple ab. Zum einen könnte sich der iPhone-Hersteller von seinem Exklusivvertriebspartner AT&T lösen und einen Verkauf auch über Verizon, Sprint und die Nummer vier im US-Mobilfunkmarkt, die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile, zulassen. "Dann kann Apple in den USA seinen Marktanteil verdoppeln oder sogar verdreifachen", sagte Neil Mawston vom britischen Marktforschungshaus Strategy Analytics.

Zum anderen könnte Apple seinen Rivalen bereits im Sommer wieder überholen, wenn die neueste Generation des iPhone auf den Markt kommt. In den Schätzungen von Strategy Analytics, die auch die an Firmenkunden verkauften Smartphones berücksichtigen, liegt Apple leicht vor Google. Analyst Mawston sieht Apple daher im Vorteil.

Netbooks verlieren

Die zuletzt großen Erfolge Googles auf dem Markt für kleine Mobilcomputer, den sogenannten Netbooks, scheinen ebenso in Gefahr. Mit dem Erfolg von Apples Tablet iPad verschieben sich die Gewichte in dem Markt zugunsten von Geräten mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. Auch im iPad setzt Apple eine Version seines iPhone-Betriebssystems ein. Rivale HP hat angekündigt, seinen neuen Tablet-Computer auf Basis der von Palm übernommenen WebOS-Software zu betreiben.

Zwar erwarten Experten nicht, dass der Siegeszug von Android abrupt abbricht. So werde Motorola an dem Google-Betriebssystem auf jeden Fall festhalten, so Mawston. Schließlich komme bei Motorola "das Wachstum von Android", sagt der Analyst. Aber langfristig sei ein eigenes Betriebssystem für viele Hersteller sinnvoll, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Bloß die Kosten seien dafür eine Hürde: "Wer das macht, muss womöglich einige Hundert Millionen Dollar investieren."

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.