MOTOCROSS Journalism Adventure Wo ist die Abseil-Funktion?


Helikopter-Flüge, Wildwasser-Fahrten und Abseilen in Schluchten: Braucht man ein Handy wie das SLVR, um die Wildnis zu besiegen? Nö, aber mit ihm sieht man einfach besser aus!
Von Gernot Kramper, Jungfrauenjoch

Das Handy kann heute fast alles. Es ist ein Freund wie das legendäre Pfadfinderhandbuch von Tick, Trick und Track. Lesen ist passé, heute würden Donalds Neffen sich mit dem Mobilgerät aus allen Lebenslagen retten. So ähnlich sieht man es auch bei Motorola. Kamera, Video etc. sind beim MOTOSLVR mit dabei. Damit soll man auf der MOTOCROSS Journalism Adventure die Wildnis der Schweizer Berge bezwingen.

Soll das SLVR (sprich: Silver) das Schweizer Armeemesser ersetzen? Natürlich nicht, dann könnte man während des "Kampfes gegen den Terror" nicht mehr reisen. GPS ist beim SLVR noch nicht an Bord, abenteuerlustige Journalisten suchen sowieso eher die leichte Muse im Gelände, dafür reicht das Design-Stückchen von Motorola aus. Abseilen, Wildwasser und Helikopter - mit dem SLVR kein Problem. In der Wand wirklich helfen kann ein Mobiltelefon nicht, aber es sieht immer "super" aus.

Style zuerst

Das ist die Botschaft der Lifestyle-Telefonierer von Motorola. In Deutschland waren sie fast vom Markt verschwunden, als sie das blaue Leuchten entdeckten. Die Romantiker ebenso wie die Kaltlicht-PC-Innenraum-Beleuchter kennen seinen geheimnisvollen Reiz. Autotuner lieben es, auf der illegalen blauen Lichtwolke um die Kurven zu kacheln. Als Motorola diesen Trend inklusive des Klappmechanismus und einer coolen Metall-Tastatur 2004 in den Markt brachte, sahen die Modelle der Konkurrenz meist Anzug-mausgrau aus. Zielgruppe: "Homo Office". Kids mussten wackelige Shells kaufen, um dem reinrassigen Bürogeräten etwas Stil zu verleihen.

Bei Motorolas RAZR war das weder möglich, noch nötig. Die Anziehungskraft geht so weit, dass längst graue Anzugsträger, denen ein Siemens gut anstünde, mit den Motos in der Business-Lounge posieren. Im Jahr 2005 konnte Motorola 40 Prozent mehr Mobiltelefone als im Vorjahr verkaufen. Das neue SLVR stellt sich 2006 neben die Klapphandys der RAZR-Baureihe, mit 11 Millimetern ist es ultraflach, besitzt die RAZR-Tastatur, aber keinen Klappmechanismus. Mit beiden Modellen hat Motorola ein Referenz-Design geschaffen, an dem sich die anderen abmühen müssen. Ergebnis sind meist fade Kopien, die nur durch innere Werte überzeugen.

Um weiter den Takt anzugeben, setzt Motorola 2006 auf Farb-Akzente. Die bisherigen Varianten sind erst der Anfang, ab Mitte des Jahres soll die Farboffensive rollen. Heimvorteil für Motorola sind dabei die wertigen, metallischen Oberflächen, die irisierende Farben weit besser zur Geltung bringen als Kunststoffschalen. Nicht nur Design soll für die Motos sprechen, schon im letzten Jahr wurde mit dem ROKR der Versuch einer Killerapplikation gestartet.

Tod den MP3-Playern

Eigentlich braucht kaum ein Mensch einen MP3-Player, weil sein Handy Musik genauso gut abspielen kan. Nur, der Besitzer weiß von diesen verborgenen Qualitäten kaum etwas. Mit dem ROKR hatte Motorola die populäre iTunes-Software von Apple 2005 auf ein Handy gebracht.

Die Idee ist bestechend, schließlich kennt jeder die Apple-Oberfläche. Ein Erfolg wurde der klobige ROKR Knochen dennoch nicht, neben dem RAZR sah das Gerät einfach öde aus. Nun kommt die iTunes-Musiksoftware in dem Razr V3 auf den Markt. Zur optischen und statusrelevanten Unterscheidung gibt es ein rot-metallisches Finish.

Was das alles mit einer Outdoor-Rallye zu tun hat? Eigentlich nichts, aber wer diese Frage stellt, hat zwar nachgedacht, aber vom Verkauf von Lifestyle-Produkten keine Ahnung.


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