Polizeigewerkschaft "Handy-Diebstahl muss unattraktiver werden"


Meistens lässt sich nach einem Handy-Diebstahl zwar die SIM-Karte sperren, doch das Mobiltelefon kann der Dieb weiter benutzen. Das findet die Polizeigewerkschaft albern - und weist auf das Ausland hin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat an die Mobilfunkbetreiber appelliert, den Diebstahlschutz von Handys zu verbessern. Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg verwies auf die technische Möglichkeit, dass bei einem Diebstahl nicht nur - wie bisher - die SIM-Karte, sondern das ganze Telefon gesperrt wird. Es sei "unverständlich", dass sich außer Vodafone alle Netzbetreiber scheuten, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

"Das Sperren der SIM-Karte schützt nur davor, dass der Besitzer von Gesprächen zu seinen Lasten geschützt ist", erklärte Freiberg. "Der Dieb kann das Gerät aber weiter benutzen, indem er eine andere SIM-Karte einlegt." Wenn man gestohlene Handys - wie bereits im Ausland erprobt - über eine zentrale Datenbank dauerhaft unbrauchbar machen kann, wäre der Handy-Diebstahl jedoch unattraktiver als im Moment. In den vergangenen Jahren hat sich nach GdP-Angaben die Zahl der geraubten Mobiltelefone vervielfacht.

DPA DPA

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