Tarifdschungel Die Handy-Falle


Kaum ein Mobiltelefonierer weiß, was ein Gespräch kostet - zu verwirrend sind die Preise. Der stern hat die Tarife aller Anbieter eingehend geprüft und durchgerechnet. Das Ergebnis: Viele Kunden verschenken Geld. Aber es geht auch anders.

Wenn Lorenz Kessel entspannen will, fährt er knapp zwei Kilometer von seinem Haus im pfälzischen Rülzheim zum Anglersee, setzt sich ans Ufer und wartet, bis einer anbeißt. Neben ihm liegt das Handy. Mit dem ruft er dann zu Hause an oder auch bei Freunden im Nachbarort. Auf die Uhr schaut Kessel dabei nie. Denn er telefoniert zwar mobil, aber dennoch zum Ortstarif. "Homezone" nennt sich der Tarif des Mobilfunkbetreibers O2, der das ermöglicht. Die Firma garantiert für einen Radius von mindestens 500 Metern um das heimische Wohnzimmer Festnetzpreise von drei Cent pro Minute. Kessel hat Glück: Die Homezone reicht in seinem Fall bis zum deutlich weiter entfernten See.

Wenn Lorenz Kessel sich aufregen will, kann er das ebenfalls ganz prima am Anglersee. Das kommt vor, wenn ihn einer seiner Söhne angerufen hat. Sascha, 17, zum Beispiel. Der ist nicht so pfiffig, was Handy-Tarife betrifft. Er hat keine Heim-Zone. Sein Telefon läuft mit Vodafone, Tariftyp Sun 60/1. Statt Kleckerbeträgen werden schnell 79 Cent pro Minute fällig, da beim Gespräch mit Papa das Netz von Vodafone zu O2 wechselt. Das lassen sich alle Betreiber kräftig bezahlen. Wie in den Urzeiten der Telefonie mahnt Vater Kessel dann zu knapper Ansprache: "Wir treffen uns da und dann. Und tschüss." Mehr ist nicht drin. Kessel befürchtet, dass die Kosten für die vier Handys in der Familie überhand nehmen.

Verloren im Tarifdschungel

Ihre Angst vor hohen Telefonrechnungen teilt die Familie aus der Pfalz mit der großen Mehrheit der Handykunden in Deutschland. Bei einer im Auftrag des stern durchgeführten Forsa-Umfrage unter 1003 Handynutzern antworteten fast zwei Drittel der Befragten, sie empfänden die laufenden Kosten des mobilen Telefonierens als "zu hoch". In dieser Gruppe telefonieren etwa drei von vier Befragten "bewusst wenig" mit dem Handy - aus Angst vor einer hohen Rechnung. Am Handy gilt für die meisten Deutschen die Devise: "Fasse Dich kurz!"

Wenn Lorenz Kessel sich aufregen will, kann er das ebenfalls ganz prima am Anglersee. Das kommt vor, wenn ihn einer seiner Söhne angerufen hat. Sascha, 17, zum Beispiel. Der ist nicht so pfiffig, was Handy-Tarife betrifft. Er hat keine Heim-Zone. Sein Telefon läuft mit Vodafone, Tariftyp Sun 60/1. Statt Kleckerbeträgen werden schnell 79 Cent pro Minute fällig, da beim Gespräch mit Papa das Netz von Vodafone zu O2 wechselt. Das lassen sich alle Betreiber kräftig bezahlen. Wie in den Urzeiten der Telefonie mahnt Vater Kessel dann zu knapper Ansprache: "Wir treffen uns da und dann. Und tschüss." Mehr ist nicht drin. Kessel befürchtet, dass die Kosten für die vier Handys in der Familie überhand nehmen.

Verloren im Tarifdschungel

Ihre Angst vor hohen Telefonrechnungen teilt die Familie aus der Pfalz mit der großen Mehrheit der Handykunden in Deutschland. Bei einer im Auftrag des stern durchgeführten Forsa-Umfrage unter 1003 Handynutzern antworteten fast zwei Drittel der Befragten, sie empfänden die laufenden Kosten des mobilen Telefonierens als "zu hoch". In dieser Gruppe telefonieren etwa drei von vier Befragten "bewusst wenig" mit dem Handy - aus Angst vor einer hohen Rechnung. Am Handy gilt für die meisten Deutschen die Devise: "Fasse Dich kurz!"

Das liegt vor allem daran, dass kaum ein Handy-Besitzer die Tarife durchschaut. Fun BestCitySpezial, Discount 60/1, Call 25 City 1 oder Telly Active - macht ein anderer Anbieter oder ein anderer Tarif Sascha Kessels Small Talk mit Papa am See billiger? Das aber nur werktags? Oder auch am Wochenende? Oder immer morgens? Vielleicht ist dann ja auch "Time and More" günstiger? Oder Genion oder Select Mobile 10, oder, oder, oder? Über 600 einzelne Tariftypen und Gebührenoptionen gibt es im deutschen Mobilfunk, zählt die Stiftung Warentest. Die Fußangeln verbergen sich im Kleingedruckten. Die Folge: Nur jeder Fünfte der von Forsa befragten Mobiltelefonierer weiß nach eigenen Angaben, was eine Gesprächsminute tatsächlich kostet.

"Ich hab mich im Tarifdschungel verirrt - holt mich hier raus!" Lorenz Kessel hätte allen Grund, diesen Hilferuf herauszubrüllen. Die Tarifexperten der Stiftung Warentest haben in Zusammenarbeit mit dem stern ausgerechnet, dass seine Familie bei einem Umstieg der drei vorhandenen Mobilfunkverträge in einem Monat 54,28 Euro hätte sparen können. Auch bei weiteren Stichproben mit typischen Durchschnittstelefonierern ergaben sich spürbare Einsparpotenziale (siehe Kästen). Für vier Nutzerprofile hat die Stiftung Warentest zudem die jeweils drei besten Tarife in den vier Mobilfunknetzen errechnet.

Tarifchaos als Geschäftspolitik

Die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sowie Vertragsvermittler ("Provider") wie Mobilcom, Debitel oder Talkline haben einen Konditionenwirrwarr geschaffen, in dem selbst ihre Angestellten den Überblick verlieren. Über einzelne Gesprächsgebühren könne er nicht viel sagen, so etwa Gerhard Mayrhofer, der Marketingchef von O2. Er verweist auf die Broschüre mit dem verheißungsvollen Titel "Flexible Wunschtarife". Dann liegen sie vor einem: 51 Seiten Preise und Services - angeblich "Mobilfunk a la carte". Selbst der O2-Manager räumt ein: "Es gibt keine Transparenz für den Verbraucher mehr."

Die Verwirrung ist nicht nur komplett - sie ist auch beabsichtigt. "Die Firmen ködern Kunden mit einem niedrigen Minutenpreis, der nur für spezielle Verbindungen oder zu einer bestimmten Zeit gilt. Dafür langen sie dann an anderer Stelle umso stärker zu", hat Peter Knaak beobachtet, Mobilfunkspezialist bei der Stiftung Warentest in Berlin. "In Deutschland ist der Mobilfunk im Vergleich zu anderen Ländern zu teuer."

Anders als im Festnetz reguliert den Mobilfunkmarkt keine Behörde, denn die Deutsche Telekom hat hier nie ein Monopol besessen. Also ließ man die Anbieter - heute sind es vier Netzbetreiber - gewähren. In dieser Situation haben sich vor allem die beiden Großen der Branche, T-Mobile und D2 Vodafone, komfortabel eingerichtet. Sie agieren seit Jahren mit fast identischen Tarifen. "Da gräbt keiner dem anderen das Wasser ab", sagt Peter Knaak, "als hätten sie sich abgesprochen." Und auch Torsten J. Gerpott, Professor an der Uni Duisburg mit Schwerpunkt Telekommunikationswirtschaft, sagt: "Wir haben es mit einem Oligopol zu tun, bei dem sich die Spieler gegenseitig nicht viel tun."

Die Firmen dementieren das freilich. Zwar sieht auch das Kartellamt "keine Hinweise auf Preisabsprachen", bestätigt aber, dass Beschwerden zu diesem Thema vorliegen. Vor allem die Preise für SMS wecken Misstrauen: Abgesehen von neuen Pakettarifen der beiden großen Anbieter sind die Botschaften in der Regel überall 19 Cent teuer und damit EU-weit auf Rekordniveau. Dabei waren solche Kurzmitteilungen per Handy in der Einführungsphase schon mal kostenlos. Insgesamt wurden 2003 rund 36 Milliarden SMS in den deutschen Handynetzen verschickt. Sie sind ein Geldbringer, denn Branchenschätzungen gehen davon aus, dass eine SMS den Betreiber nur knapp zwei Cent kostet, wenn Absender und Adressat im selben Netz zu Hause sind. Laut einer Studie des Mobilfunkportals Xonio haben die Deutschen im vergangenen Jahr deutlich über eine Milliarde Euro mehr für ihre SMS ausgegeben, als sie mit den Tarifen der europäischen Nachbarn gezahlt hätten.

Ähnlich überteuert

sind MMS: Multimedia-Mitteilungen mit Fotos oder Videoclips. Sie gelten als Einstieg in die schöne neue Mobilfunkwelt, die UMTS bald bringen soll. Doch die Kosten für eine MMS sind mit Preisen ab 39 Cent hoch - und sie variieren mit der Datenmenge. Schnell wird für ein Bild dann mehr als ein Euro fällig. Das Problem: "Kein Gerät zeigt mir an, wie groß die Datenmenge eines Fotos ist", sagt Knaak. "Die Preise für MMS sind noch nicht im Bereich, um ein breites Wachstum auszulösen", räumt auch O2-Mann Mayrhofer ein. "Aber wir können nicht diejenigen sein, die sie einseitig senken."

"Keine Transparenz und keinen Wettbwerb"

Besonders ungeniert langen die Mobilfunkfirmen zu, wenn man im Ausland telefoniert. Schlicht für "Wegelagerei" hält Mobilfunkspezialist Knaak die so genannten "Roaming"-Tarife. Den Kunden werde Kleinstaatlichkeit vorgegaukelt, wo einige Netzbetreiber längst grenzüberschreitend tätig seien. Kein Grund also, plötzlich drei- bis sechsfache Gebühren zu kassieren, nur weil jemand die österreichische oder französische Grenze überquert. Für die Roaming-Gebühren interessiert sich seit Jahren auch schon die EU-Wettbewerbsbehörde. Kommissar Mario Monti vermutet nicht nur Kartellabsprachen hinter den hohen Tarifen, er sieht die Verbraucher zudem in einer unseligen Abhängigkeit vom lokalen Anbieter. "Es gibt keine Transparenz und keinen Wettbewerb", sagt ein Sprecher der EU-Behörde.

Eine Gruppe leidet besonders unter Tariftricks und undurchsichtigen Kosten: Jene zurückhaltenden Typen unter den Mobilfunkkunden, die das Statistische Bundesamt unter "Kaumtelefonierer" einsortiert und die vom Netzbetreiber wegen der geringen Umsätze nicht sonderlich geschätzt werden. Für sie stiegen die Kosten laut Verbraucherindex des Statistikamtes seit 2002 um 50 Prozent . Diese Kunden telefonieren häufig mit einer Guthabenkarte (Prepaid). Prepaid-Karten mögen besonders Eltern, weil sie das Kontingent limitieren, das ihre Kinder abtelefonieren. Doch dafür sind die Gespräche extra teuer. Mit dieser Hochpreispolitik versuchen die Firmen, Prepaid-Kunden zum Abschluss fester Verträge und damit zu erfahrungsgemäß höherer Nutzung zu animieren. Da ein großer Teil der knapp 65 Millionen Handybesitzer in Deutschland mit Guthabenkarte telefoniert, hat der Preisanstieg auch auf den Gesamtschnitt aller Nutzer durchgeschlagen: Mobilfunk ist in Deutschland statistisch gesehen wieder teurer geworden, nachdem früher die Preise sogar gefallen waren.

Renditebringer Mobilfunk

Satte Gewinne für die Firmen sind die Folge. T-Mobile etwa erzielt Renditen von über 42 Prozent vor Steuern und Abschreibungen. Die kleineren Anbieter E-Plus und O2 kommen immerhin noch auf über 20 Prozent. Insbesondere die Marktführer T-Mobile und D2 Vodafone profitieren davon, dass ihre Mobilfunknetze größtenteils abbezahlt sind. Am meisten verdienen die Firmen daher bei Anrufen, die das eigene Netz nicht verlassen. Das sind bei T-Mobile Deutschland gut 45 Prozent aller Telefonate. Bei Vodafone dürfte es ähnlich aussehen. Wegen der niedrigen technischen Kosten sind netzinterne Gespräche meist sehr günstig für den Kunden. Gespräche aus einem großen Netz zu E-Plus oder O2 hingegen werden für die Kunden extra verteuert. Denn daran verdienen die Firmen pro Anruf deutlich weniger. So sorgen T-Mobile und Vodafone für einen Sog ins eigene Netz. Denn wer möchte schon mit einem E-Plus-Handy telefonieren, wenn alle Freunde und Bekannte Vodafone-Verträge haben?

Als Wegzoll müssen die Netzbetreiber zudem bei jedem Gespräch, das vom eigenen in ein fremdes Netz führt, eine fixe Summe von rund 14 Cent abgeben: Ruft ein T-Mobile-Kunde einen Freund im Vodafone-Netz an, kassiert Vodafone dafür pauschal also rund 14 Cent. E-Plus und O2 kassieren für eingehende Anrufe sogar etwas mehr. Aber auch derjenige, der aus dem Festnetz eine Handynummer anruft, muss dafür einen happigen Aufpreis gegenüber einem Ferngespräch zahlen. Jüngst bemängelte die Monopolkommission des Bundes, die Gebühr für ein netzübergreifendes Gespräch sei entschieden zu hoch. Dadurch hätten Festnetzkunden die Mobilfunkfirmen in den vergangenen Jahren mit über sechs Milliarden Euro subventioniert. Die Kommission spricht sich für eine behördliche Regulierung solcher Gebühren aus, doch das Wirtschaftsministerium beließ es bei Mahnungen. Das Abkassieren geht derweil weiter.

Die Macht des Kunden

Schuld an den relativ hohen Handygebühren ist aus Sicht der Mobilfunkbetreiber aber eigentlich nur einer: der Kunde. Denn der verlange bei jedem Vertragsabschluss ein Handy zum Nulltarif. Tatsächlich subventionieren die Mobilfunkfirmen die Geräte mit bis zu 200 Euro pro Stück. Jedes Jahr macht das mehrere hundert Millionen Euro aus. "Wissen Sie, wer das hier zahlt?", fragt Timotheus Höttges, der Deutschlandchef von T-Mobile, und hält fordernd sein elegantes silbernes Fotohandy in die Höhe. "Letztlich der Kunde." T-Mobile und O2 haben nun Tarife in den Markt gebracht, bei denen Nutzer über die Vertragslaufzeit von zwei Jahren bis zu 120 Euro sparen können, wenn sie auf ein neues Gerät verzichten. So billig wie im Festnetz wird das Telefonieren damit freilich trotzdem noch nicht.

Einfachheit ist die neueste frohe Botschaft der Branche. Timotheus Höttges von T-Mobile hat mit Blick auf Telefoniergewohnheiten im Ausland entdeckt, dass sich Gesprächszeiten und Umsätze steigern lassen, wenn bei den Kunden nicht ständig der Gebührenzähler im Kopf mitläuft. Dafür sollen nun Pakete mit 50, 100, 200 und 500 Inklusivminuten zum Pauschalpreis sorgen. Die heißen passend "Relax", weil der Kunde entspannt drauflos telefonieren soll. Gegen Aufpreis von fünf beziehungsweise zehn Euro sind zudem 40 oder 100 SMS inklusive.

Mehr Einfachheit neues Branchenziel

Die neuen Pakettarife "zum Wohlfühlen" (Höttges) sind tatsächlich einfach gestrickt. Ein sanftes Ruhekissen sind sie aber nicht: In den beiden kleinen Varianten mit 50 und 100 Minuten kostet es fünf Euro Aufpreis im Monat, innerhalb des Kontingents auch andere Mobilfunknetze anrufen zu dürfen. Und nicht genutzte Inklusivminuten verfallen am Monatsende einfach. Das ist ärgerlich, wenn etwa bei einem längeren Auslandsurlaub der Großteil des vorausbezahlten Minutenkontos einfach verpufft.

Genauso leicht verderblich sind die 1000 Minuten ins deutsche Vodafone-Netz und ins Festnetz im Tarif "HappyWochenende" (Aufpreis: fünf Euro) und bei den "MinutenPaketen" in den Varianten 50, 100, 200 und 500. Was nicht verquatscht wird, verfällt auch hier. Ob Friedrich Joussen, Marketing-Geschäftsführer von Vodafone, das gemeint hat mit "Transparenz und Kalkulierbarkeit der Preise"? Pakettarife besitzen diese Eigenschaften nämlich nur scheinbar - wenn man die abtelefonierten Minuten sorgsam mitzählt. Nur bei E-Plus ist es bei allen Time&More-Paketen möglich - von einer Ausnahme abgesehen -, nicht genutzte Inklusivminuten in den folgenden Monat zu retten.

Als Preisbrecher will sich E-Plus auch mit den kürzlich gesenkten Preisen für Anrufe ins Festnetz profilieren. In den "Professional"-Tarifen kosten sie rund um die Uhr drei Cent pro Minute. "Das ist ein Preis, bei dem man sich keine Gedanken mehr machen muss", sagt E-Plus-Chef Uwe Bergheim. Das gilt jedoch nicht für Anrufe in Mobilfunknetze. Da zahlt man etwa bei O2 oft noch weniger. Und gerade junge Leute rufen ihre Freunde kaum noch im Festnetz an, weil diese auch zu Hause meist ihr Handy nutzen.

Das Nullsummenspiel gilt aber auch bei den neuen E-Plus-Tarifen: Wenn an einer Stelle der Preis runtergeht, steigt er woanders. Die Abfrage der Mobilbox, vorher kostenlos, schlägt nun mit bis zu 30 Cent pro Minute zu Buche. Auch die in Deutschland einmalige Tarifautomatik, bei der man immer im kostengünstigsten Professional-Tarif eingestuft wird, lässt sich E-Plus jetzt mit fünf Euro im Monat bezahlen. Ein verlockendes Angebot will auch O2 demnächst machen. Wie günstig Mobilfunk in einem heftig umkämpften Markt sein kann, zeigt das Nachbarland Österreich. Dort buhlen fünf Betreiber um Kunden. Je nach Unternehmen und Grundgebühr (bis 33 Euro) kostet die Gesprächsminute im eigenen Netz mal einen Cent, mal auch "lebenslang" gar nichts. Ein bisschen Telefonieren, ein paar SMS, in Zukunft vielleicht einen Datendienst - mehr wollten die Kunden in Wirklichkeit gar nicht, sagt Michael Krammer, Chef des österreichischen Preisbrechers Telering. Er glaubt an die Methode Aldi: "Kleines Sortiment, günstige Preise - dann kommen auch die Leute und kaufen."

Tu, felix Austria - Ösis im Glück. Deutsche Kunden können von solchen Preisschlachten nur träumen. Lorenz Kessel, der Angler aus der Homezone, hat sich mit dem Tarifwirrwarr abgefunden und lässt sich nicht einmal von den stern-Berechnungen aus der Ruhe bringen: "Es hat keinen Sinn, sich darüber zu ärgern. Ich habe ja einen Vertrag." Wenn der im nächsten Jahr endlich ausläuft, will er aber auf jeden Fall den Anbieter wechseln.

Dirk Liedtke und Johannes Röhrig print

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