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Telefonie: Dialer dürfen nur noch die Vorwahl 09009 nutzen

Dialer dürfen von Sonntag an nur noch über Telefonnummern betrieben werden, die mit 09009 beginnen. Programme, die noch 0190- oder 0900-Nummern verwenden, sind von diesem Termin an illegal.

Teuere Anwahlprogramme für das Internet, so genannte Dialer, dürfen von Sonntag an nur noch über Telefonnummern betrieben werden, die mit 09009 beginnen. Dialer, die noch 0190-er oder 0900-er-Nummern verwenden, seien von diesem Termin an illegal, erklärte am Freitag die Regulierungsbehörde in Bonn. Nach Auffassung der Behörde bestehe für diese Nummern ab Sonntag keine Zahlungspflicht mehr.

Dialer sind ein Weg, für Internetinhalte zu bezahlen. Ein besonderes Zugangsprogramm wählt eine bestimmte Telefonnummer an, umso eine spezielle Internetverbindung zu teils erheblich höheren Preisen als normal herzustellen. In Verruf gekommen sind Dialer, weil unseriöse Geschäftemacher versucht haben, die Anwahlprogramme heimlich auf den Computer des Nutzers zu schmuggeln, der dies dann erst mit der Telefonrechnung bemerkte.

Gegen die schwarzen Schafe

Deshalb hat die Regulierungsbehörde Dialern inzwischen eine besondere Rufnummerngasse 09009 zugewiesen, die vom Netzbetreiber auf Wunsch des Kunden gesperrt werden kann, ohne andere kostenpflichtige Telefondienste zu blockieren. Sollte sich dann trotzdem ein Dialer vom heimischen Computer aus einwählen, "so kann er sich nur illegal aus einer anderen Rufnummerngasse eingewählt haben und es besteht kein Zahlungsanspruch", betonte die Regulierungsbehörde.

Dialer müssen zudem registriert sein. 507 Einwahlprogramme sind bisher nach den Angeben der Behörde für die neue Zugangsnummer eingetragen worden. Sollten nach dem Stichtag 13. Dezember noch Dialer über 0190 oder 0900 betrieben werden, werde die Regulierungsbehörde dagegen vorgehen.

Verbraucher können sich mit Fragen und Beschwerden wenden an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Außenstelle Meschede, Postfach 1151, 59851 Meschede, Telefon 01805-342537.

DPA