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Digitales Fernsehen: Revolution in Raten

In Berlin und per Satellit werden TV-Programme schon digital übertragen. Auch die übrige Republik soll bald mehr Auswahl haben.

Verrückte Welt: Als vor sieben Jahren in Deutschland das Digitalfernsehen via Satellit startete, interessierte sich niemand dafür. Nun senden die TV-Stationen in Berlin auch "terrestrisch", also per Antenne, digitale Programme aus - und schon sind die dafür geeigneten Empfangsgeräte zwischen Alexanderplatz und Zehlendorf ruck, zuck ausverkauft.

Mehr Programm für gleiches Geld

Das Digitalfieber der Hauptstädter hat seinen Grund: Die Übertragungstechnik bietet ein Vielfaches an Programmen - ohne Gebühren für Kabelanschluss oder Abo-TV. Solange das empfangene Signal stark genug ist, gibt es auch mit der Zimmerantenne und - in Grenzen - im fahrenden Auto oder Zug noch ein störungsfreies Bild.

Weniger als acht Prozent gucken noch über Antenne

In Restdeutschland sollen die bisher mit alter Technik strahlenden TV-Sendemasten ebenfalls aufs digitale Format umgestellt werden. Zurzeit funken sie fast ins Leere: Nur knapp acht Prozent der Bevölkerung gucken noch per Antenne fern. Bis das Sendernetz in Deutschland komplett auf Digitaltechnik umgestellt ist, werden allerdings Jahre vergehen. Nach Berlin sind zunächst die anderen Ballungsgebiete an der Reihe.

Platz im Äther

Die Attraktivität eines Kabelanschlusses könnte mit der Umstellung auf die digitale terrestrische Ausstrahlung dramatisch abnehmen: Künftig finden statt acht bis zu 30 TV-Stationen im Äther Platz. Viel mehr gibt's auch in den meisten Kabelnetzen nicht.

Einen neuen Fernseher muss man nicht gleich kaufen: Set-Top-Boxen (180 bis 400 Euro) übersetzen die digitalen TV-Bilder. Grundig und Metz bieten schon Geräte mit integriertem Modul an. Die meisten Firmen wollen zur Funkausstellung im August 2003 entsprechende Fernseher vorstellen.

Digitales Fernsehen ist mehr als nur "Premiere"

Dennoch hat digitales Fernsehen bislang eher einen schlechten Ruf - zu Unrecht. Viele Zuschauer setzten die Technik mit dem Zahlkanal "Premiere World" gleich und hakten sie als überteuert ab. Dabei kann man auch ohne den Spielfilm- und Fußballsender fast 50 deutschsprachige TV-Programme schon jetzt kostenlos digital empfangen - allein über die Astra-Satelliten.

Von der Glotze zum interaktiven Terminal

Die Vorteile des digitalen Empfangs gehen über die große Zahl an Programmen, die sich übertragen lässt, noch hinaus. Zusatzgeräte im zukunftssicheren MHP-Standard ("Multimedia Home Platform") für knapp 500 Euro sollen bald aus der Glotze ein interaktives Terminal machen - mit Hilfe der Telefonleitung. Dann reicht die TV-Fernbedienung, um bei "Wer wird Millionär" mitzuraten - bislang geht dies nur über den vernetzten PC im Arbeitszimmer. Im TV-Shop angepriesene Waren lassen sich per Knopfdruck bestellen. Parallel zum laufenden Fußballspiel könnten die Sender sogar Totowetten offerieren.

Die neue Fernsehwelt ist trotz Vielfalt leichter zu bedienen als ein PC. Die MHP-Boxen schlagen zudem erstmals elegant die Brücke zu Internet und Handy - mit Online-Chat, E-Mail- und SMS-Versand. Auch Bankdienste sind denkbar.

Bald wird gar nicht mehr analog gesendet

Noch sind MHP-Set-Top-Boxen rar und zunächst nur für Digital-TV via Satellit geeignet. Dennoch ist die neue Technologie nicht mehr aufzuhalten: In Berlin soll die herkömmliche, analoge TV-Ausstrahlung per Sendemast schon im kommenden Jahr abgeschaltet werden. Dann kann dort per Antenne nur noch fernsehen, wer einen Digital-Decoder hat.

Karl-Gerhard Haas / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.