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Google-Doodle zu Frank Zamboni: Spiel mit dem Eismaschinenmann

1949 erfand Frank Zamboni die Eisbearbeitungsmaschine. Heute wäre der Amerikaner mit italienischen Wurzeln 112 Jahre alt geworden - und wird von Google mit einem interaktiven Spiel geehrt.

Frank Zamboni war ein Eismacher der anderen Art: Statt wie viele seiner Landsleute cremiges Speiseeis zu kreieren, war der Amerikaner mit italienischen Wurzeln um eine perfekt glatte Eisfläche bemüht. 1949 gelang ihm dann der Durchbruch. Er erfand die erste Eisbearbeitungsmaschine, die man in den USA bis heute nur "Zamboni" nennt.

Doch nicht nur zahlreiche Betreiber von Eislaufflächen fühlen sich Zamboni zu ewigem Dank verpflichtet. Auch Google scheint seine besten Progammierer abgestellt zu haben, damit sie ein interaktives "Doodle"-Spiel erstellen. Anlass dafür ist der, wie beim Doodle üblich, ziemlich unrunde Geburtstag Zambonis - er wäre heute 112 Jahre alt geworden.

Vermutlich war es ein kalter, vielleicht sogar frostiger Januarmorgen, an dem Zamboni in Euraka, Utah, das Licht der Welt erblickte. So oder so ließen Kälte und Eis den späteren Erfinder nicht mehr los. In den späten Dreißigern begann er zusammen mit seinem Bruder Eisblöcke auf- und weiterzuverkaufen. Zu der Zeit gab es noch keine Kühlschränke, sodass das haltbarmachende Eis ein guter Nebenverdienst für den eigentlichen Elektrohändler war.

Die zündende Idee

Dass sich Eis nicht nur zum Kühlen, sondern auch wunderbar als Freizeit-Möglichkeit nutzen lässt, begriff Zamboni wenige Jahre später. Er baute eine Eisbahn, unmittelbar neben seiner Fabrik. Allerdings hatten die Gäste nicht lange ihre Freude am spiegelglatten Sporterlebnis: Durch die scharfen Kufen der Schlittschuhe war die Eisfläche schnell abgenutzt - während die Wiederinstandsetzung bis zu zwei Stunden brauchte.

Doch dann, 1949, kam Zamboni die zündende Idee: Warum nicht einfach einen Wassertank in ein Fahrzeug bauen, das sanft und geschmeidig über die Eisfläche fahren und das Wasser verteilen kann?

Heute sind nicht nur "Zambonis" ein Verkaufshit - auch ihr Erfinder hat es zu wahrer Berühmtheit gebracht. Seine Heimatstadt etwa wirbt stolz mit ihm und 2009 nahm ihn der amerikanische Eishockeyverband posthum in seine Hall of Fame auf.

Steffi Hentschke
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