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Ifa-Abschluss: Zufriedenheit von weiß bis braun

Zum Ende der Internationalen Funkausstellung in Berlin ziehen die Aussteller ein positives Fazit. Wenn die Messe ihre Tore schließt, sollen 250.000 Menschen die Schau besucht haben. Begeistert zeigen sich vor allem die Hersteller weißer Ware.

Von Sven Schirmer

Mit einem erzielten Ordervolumen von über 3 Mrd. Euro übertraf die Funkausstellung die Erwartungen von Handel und Industrie. Damit konnten die Aussteller Zuwächse von mehr als zehn Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr vermelden.

Auch die Internationalität der diesjährigen Ifa erreichte mit 1245 Ausstellern aus 63 Ländern laut der Messe Berlin ein neues Rekordniveau. Der Anteil ausländischer Aussteller betrug 66 Prozent. Die Fachbesucher kamen aus 126 Ländern nach Berlin, 2007 waren es noch 93 Länder gewesen. Insgesamt berichteten 6560 akkreditierte Journalisten aus 67 Ländern von den Highlights und Branchentrends der Ifa. Die jetzt zuende gehende Messe war mit 122.000 Quadratmetern vermieteter Ausstellungsfläche zudem die bisher flächengrößte.

Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) zeigt sich zufrieden über das "erfolgreiche Konzept" der Ifa. Vor allem die Öffnung der Messe für Aussteller der Elektrohausgeräteindustrie und deren Auftritte hätten ihn beeindruckt.

Auch Volker Klodwig, Geschäftsführer Bosch Hausgeräte, zog eine positive Bilanz: "Der Handel hat in einer Einstimmigkeit, die ich so noch nie erlebt habe, erklärt, dass er sich auf der Ifa gut aufgehoben fühlt. Und er hat das mit der Ordertätigkeit eindrucksvoll unterstrichen."

Vor allem die Unternehmen, die sowohl weiße als auch braune Ware anbieten, waren von der Zusammenlegung angetan. Luc Graré, Commercial Director bei LG Electronics: "Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr auf der Ifa erstmals die Möglichkeit hatten, alle Produktbereiche einem breiten Publikum und den Händlern komprimiert auf nur einer Messe zeigen zu können."

Trends: Gesund, sauber, flach und scharf

Komfortabler Lebensstil, gesunde Ernährung und schonende Zubereitung der Lebensmittel sind die globalen Trends bei den Hausgeräten. Zudem bestimmen politische und gesellschaftliche Diskussionen um CO2-Emissionen und Klimaschutz die Branche.

Bei der Unterhaltungselektronik hingegen lag der Haupttrend ganz eindeutig auf möglichst flachen Fernsehern. Durch Technologien wie Oled oder neue Herstellungsweisen bei LED-TVs sind die Geräte bereits deutlich dünner als ein durchschnittlicher Bilderrahmen. Bespielt werden sollen die Geräte zukünftig mit hochauflösenden Filmen via Blu-ray-Player. Fast jeder Unterhaltungselektronikhersteller stellte neue Modelle vor. Auf den Durchbruch von HD-Fernsehen muss der Zuschauer in Deutschland allerdings noch mindestens bis 2010 warten. Erst dann wollen ARD und ZDF mit dem Regelbtrieb des "scharfen" Fernsehens beginnen.

FTD