Kognitive Systeme "Brille, zeig mir den Autoschlüssel!"


Eine "Brille mit Gedächtnis" haben Wissenschaftler aus Erlangen und Bielefeld entwickelt. Das tragbare künstliche Gedächtnis soll Fragen wie "Wo habe ich meinen Schlüssel gelassen?" beantworten können.

Eine "Brille mit Gedächtnis" haben Wissenschaftler aus Erlangen und Bielefeld entwickelt. Das tragbare künstliche Gedächtnis soll Fragen wie "Wo habe ich meinen Schlüssel gelassen?" künftig spielend beantworten können, teilte die Universität Bielefeld mit. An einem Bergsteigerhelm seien zwei Kameras angebracht, über die das System zuvor definierte Gegenstände erkennen kann. Der Benutzer sieht statt seines eigenen Gesichtsfelds das Bild der Kameras auf einem Spezialdisplay vor den Augen und kann Gegenstände erfassen, einspeichern und über eine Tastatur benennen.

Europäische Gemeinschaftsarbeit

Bei dem Gemeinschaftsprojekt - genannt VAMPIRE - mit Forschern aus Graz (Österreich) und Surrey (Großbritannien) entwickeln die Wissenschaftler so genannte kognitive Systeme. Sie nehmen Informationen aus der Umwelt auf, bewerten und kategorisieren sie, um sie für den Benutzer aufzuarbeiten. Visuelle Gedächtnisse und intelligente Aufbereitung von Informationen sind später zum Beispiel für den Einsatz in der Industriemontage und bei der Verkabelung von Maschinen einsetzbar. In Autos könnten sie in der Zukunft Gefahrensituationen zeitig erkennen.

Die Erfassung beim aktuellen Modell läuft über einen virtuellen Zeigestock, der erscheint, wenn der Benutzer den ausgestreckten Zeigefinger zum Beispiel auf ein Telefon richtet. Der Computer fragt dann zu Beginn nach dem Namen des Gegenstands, nimmt Bilder davon auf und generiert eine abstrakte Beschreibung zum Wiedererkennen. Später leuchtet im Display das Wort Telefon auf, wenn ein solches ins Blickfeld gerät.

DPA DPA

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