HOME

Mobile Speicher: Bildspeicher

Speicherkarte voll? Kein Problem, wenn man eine tragbare Festplatte hat. Oder einen mobilen CD-Brenner. Oder einen MP3-Player.

Digitalfotografen drücken etwa dreimal so oft auf den Auslöser wie Filmbenutzer, haben Studien ergeben. Kein Wunder, denn ein Digitalfoto zu machen, kostet erst einmal nichts. So kommt es, dass sich im Urlaub schon nach ein paar Tagen Hunderte Bilder in der Kamera ansammeln können - zu viel auch für größere Speicherkarten. Doch diese Sorge kann man auf elegante Weise loswerden: Mobile Festplatten mit Kapazitäten ab 20 Gigabyte fassen ohne Probleme Tausende Bilder - ganz ohne Computer.

Die kleinen Speicher passen gut ins Reisegepäck und holen sich die Dateien direkt über ein eingebautes Kartenlesegerät, mit dem sie den Inhalt der voll geknipsten Speicherkarte kopieren. Wieder daheim, lässt sich der mobile Datenspeicher dann per USB-Kabel an den PC anschließen. Etliche große Kamerahersteller haben inzwischen solche Mitnehmbildspeicher im Zubehörsortiment, zum Beispiel Nikon den Coolwalker (30 Gigabyte für zirka 500 Euro) und Sony den HDPS-M1 (40 Gigabyte für etwa 240 Euro). Teuer, aber sehr robust ist der Giga Vu Pro von Jobo (40 Gigabyte, zirka 530 Euro).

Wer weniger Geld ausgeben will, kann die Bilder unterwegs auch mit einem externen Brenner auf CD oder DVD kopieren. Solche batteriebetriebenen Brenner, die auch ohne PC funktionieren und einen Speicherkartenleser haben, bekommt man schon ab 150 Euro. Doch auch mobile Festplatten gibt es preiswerter. Günstig ist zum Beispiel der Memory Tank von Pearl (ca. 50 Euro), der Platz für eine 2,5-Zoll-Festplatte bietet (muss man zusätzlich kaufen, kostet mit 80 Gigabyte Kapazität etwa 130 Euro). Beim Mobile Data Safe On-The-Go von Hama (kostet etwa 270 Euro) ist die 20-Gigabyte-Festplatte schon integriert. Das Gerät zeigt die Fotos sogar in einem beleuchteten Display an. So wie das Gerät von Pearl nutzt auch das von Hama den neuen USB-On-The-Go-Standard, der ermöglicht, dass man die Digitalkamera ohne PC direkt über ein USB-Kabel mit dem Bildspeicher verbindet. Eine eigene Festplatte nur für Fotos ist Ihnen zu aufwendig? Dann nehmen Sie doch Ihren MP3-Player - der hat schließlich auch eine Festplatte eingebaut, auf der Fotos ebenso Platz finden wie Musik. Immer mehr Musik-Spieler können direkt mit Kameras verbunden werden oder bieten Kartenleser als Zubehör. Wer etwas weniger Musik mit in den Urlaub nimmt, schafft so Platz für ganz viele Schnappschüsse. Das macht zum Beispiel der YH-J70 von Samsung (ab 350 Euro), der die Fotos auf einem Farbdisplay anzeigt. Gleiches beherrscht der Player H320 (20 Gigabyte, etwa 290 Euro) von iRiver oder der iAudio X5 von Cowon. Auch der iPod eignet sich als Digitalfotospeicher. Direkt mit der Kamera verbinden kann man zwar nur die neuen Foto-iPods mit Farbdisplay, und auch nur, wenn man einen Camera Connector kauft (etwa 30 Euro). Doch ältere iPods lassen sich mit einem Speicherkartenleser der Firma Belkin (iPod Media Reader, ca. 100 Euro) zum Fotospeicher aufrüsten. Andere MP3-Player, wie der MD 95200 von Medion oder der Archos Gmini 400, haben solche Speicherkartenleser schon eingebaut.

print
Themen in diesem Artikel