Navigationssysteme Sag mir, wo du stehst


Auch wenn sie nervende Staus nicht verhindern können - Navigationssysteme fürs Auto helfen, ein Ziel stressfrei zu finden. Der stern hat sich die Geräte angeschaut und einen kleinen Leitfaden erstellt.

Am Anfang waren die Einbaunavigatoren. Sie steckten im Radioschacht des Autos, zeigten meist nur Richtungspfeile, aber keine Landkarte, und waren auch noch teuer. Dann kamen die PDAs - kleine Taschencomputer mit einer darauf installierten Navi-Software, dazu ein separater GPS-Empfänger und ein Anschluss für den Zigarettenanzünder. Sie markierten den richtigen Weg, aber die Landkarten waren unübersichtlich, sie hatten oft kleine Tasten, brachten viele Kabel mit, und ihre Bedienung war meist alles andere als einfach.

Die nächste Generation

Viel besser macht es eine neue Gerätegeneration, "Personal Navigation Assistants" (PNA) genannt. Die hat inzwischen 37 Prozent Marktanteil bei GPS-Satellitennavigatoren. PNAs sind kleine, tragbare Geräte, die nichts als navigieren können. Aber das machen sie perfekt.

Daher sind auch klassische Autoradiohersteller wie Becker, Blaupunkt und VDO-Dayton in den Markt eingestiegen. Deren Produkte, eher hochpreisig, konkurrieren mit denen vieler Taschencomputerhersteller, die nun auch PNAs im Angebot haben.

Wer jetzt ein Gerät kauft, sollte vor allem darauf achten, dass es einfach zu bedienen ist. Große Knöpfe oder ein berührungsempfindlicher Bildschirm sind in jedem Fall Pflicht, weil es im Auto auch mal wackeln kann.

Die Unterschiede

Unterschiedlich ist die Ausstattung: Teurere Modelle liefern zum Beispiel aktuelle Stauwarnungen. Die dazu nötigen Daten kommen entweder über einen eingebauten Radioempfänger (das nennt sich TMC) oder werden erst vom Handy des Benutzers empfangen und dann an den PNA weitergeleitet.

Wichtig ist auch das verfügbare Kartenmaterial: Manchmal ist das komplette Straßennetz Europas im Preis enthalten, manchmal muss man Karten per Download oder auf CD nachkaufen. Einige Anbieter haben auch keine USA-Karten im Angebot.

Solche Details werden wichtig, wenn die handlichen Wegweiser im Urlaub auch im Mietwagen ihren Dienst tun sollen. Zwar kann man dann die passenden Karten vom PC auf das Gerät übertragen - aber eben nur, wenn sie für das Zielgebiet überhaupt verfügbar sind. Wie wichtig Ihnen die Anzeige von Radarfallen und Blitzampeln ist, die auf manchen Navis möglich ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Hannes Rügheimer print

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